Open Railway Map - Route in JOSM nicht editierbar/nicht angezeigt

Wir argumentieren immer mit der OTG-Regel, damit es in OSM erfasst werden kann. Andere Mapper sollten zu demselben Ergebnis kommen, wie man selbst. Das ist ein Haus, das ist eine Straße, das ist ein Briefkasten…

bei diesen Beispielen ist es klar, aber ohne Spezialwissen kannst du z.B. nicht erkennen wie eine Bahnstrecke abgesichert ist, welche Spannung eine Stromleitung hat, welche Species eine Pflanze oder welche Fahrradtags man wo benutzen soll.

Wenn ich also vor Ort im Wald stehe, würde ich dann sehen, dass es sich um den Verlauf einer Bahnstrecke handelt, die Mitte des 19. Jhd. aufgegeben wurde oder sehe ich nur eine Schneise, einen Weg oder einen Damm?

mit Verlaub, diesen Satz halte ich für kompletten Unsinn. Die erste Eisenbahn in Deutschland ist Ende 1835 gefahren, Mitte des 19. Jh wurden praktisch keine Eisenbahnen aufgegeben weil es überhaupt noch keine gab.

Wenn man einen Bahndamm im Wald sieht dann kann man das natürlich auch als Zufall abtun, so wie man auch sagen könnte Straße? Ich sehe nur ein asphaltiertes Band das sich durch die Landschaft schlängelt. Es ist nicht verboten die Beobachtungen vor Ort mit Hilfe von Hintergrundwissen einzuordnen, im Gegenteil denke ich dass es erwünscht ist.

Ja, deshalb schrieb ich ja, dass weniger erfahren Eisenbahnmapper dort achschauen müssen um zu wissen wonach sie vor Ort ausschau hatten müssen.

Wie ich @streckenkundler verstehe will er aber Dinge eintragen, die man nur noch auf Spektralbildern als schatteierung erkennen kann. Das hat dann aber nichts in osm zu suchen.

Dann konsultiere das Wiki und es wird dir sagen, das so ein asphaltband als highway zu happen ist. Es ist aber nicht wirklich gewünscht, dass du an dem Asphaltband die Historie der Straße erfasst. Auch wenn du diese Zusatzinfos hast. OSM interessiert was da jetzt ist.

Aber wir sind uns einig, dass ich zumindest die Bahnstrecke, die Stromleitung, die Pflanze oder den Fahrradweg vor Ort sehe und dafür eben kein Spezialwissen benötige?

Dann mache zweites Drittel des 19. Jhd. daraus, so wie im Beitrag von @streckenkundler.

(Anmerkung: Ist es eigentlich wirklich nötig, anderen deshalb direkt kompletten Unsinn zu unterstellen, nur weil das Beispiel(!) vielleicht nicht 100% akkurat ist? Vielleicht solltest du deine Wortwahl mal überdenken.)

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Ich wüsste nicht, wo er das behauptet hat.

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Zur Info: Im internationalen Bereich gibt’s auch einen Thread zu dem Thema, der wurde aber inzwischen zu hot und geclosed. :wink:

Wir mappen so vieles in OSM, was vor Ort nicht oder nicht als solches erkannt wird oder werden kann.
Wir mappen die Ausdehnung historischer Burgen als Fläche, obwohl sie abgerissen und deren Steine verstreut für den Bau anderer Gebäude verwendet wurden und vor Ort nicht mehr als ein grasbewachsener Hügel zu sehen ist.
Wir mappen building=ruins, anstatt einfach die Mauerreste (barrier=wall) zu mappen und in einer relation zusammenzufassen.
Wir mappen eine unterirdische Pipeline anstatt uns auf die Schneise im Wald zu beschränken.
Wir mappen eine Menge archaeological_site, von denen wir oberflächlich nichts mehr sehen

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Wie ich @streckenkundler verstehe will er aber Dinge eintragen, die man nur noch auf Spektralbildern als schatteierung erkennen kann. Das hat dann aber nichts in osm zu suchen.

mit solchen Bildern ist es nur ggf. einfacher bestimmte Dinge zu sehen, aber wenn du da was siehst ist es nicht die einzige Methode (“nur noch”) sondern man wird das dann auch vor Ort sehen können

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Es ist aber nicht wirklich gewünscht, dass du an dem Asphaltband die Historie der Straße erfasst

wenn ich da ein old_name vorfinde lösche ich das auch nicht

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Aber wir sind uns einig, dass ich zumindest die Bahnstrecke, die Stromleitung, die Pflanze oder den Fahrradweg vor Ort sehe und dafür eben kein Spezialwissen benötige?

je nachdem, bei Hydranten braucht man z.B. auch eher Spezialwissen, Unterflurhydranten übersehen die meisten vermutlich

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wo war der zu heiß?

Siehe hier: Proposing to deprecate railway=razed and railway=dismantled - #41 by Logan_Mc

Ok, hatte den Faden nur überflogen. Von einer Entgleisung(sic) sehe ich da auch noch nix. :wink:

Das ist kein geeigneter Vorschlag zur Güte, wir sind in dieser Diskussion nämlich schon längst über den Punkt hinweg, über Bahntrassen zu diskutieren, die nicht mehr vorhanden sind. Es geht nicht um die Darstellung, welche Bahnlinien es mal gab und wo die genau verliefen sondern um die Dokumentation von vorhandenen Spuren (Trassen, Dämme, Böschungen) mit der Angabe dazu, welchen Ursprung diese Spuren haben. Ich verweise hier auch noch einmal darauf, dass es hier um das Gleiche geht wie bei Ruinen, bei denen wir auch nicht lediglich eine Mauer einzeichnen sondern diese mit den entsprechenden Hintergrundinfos versehen, dass es sich bei diesen Mauerresten um die Ruinen von Burg XY handelt. Wir tragen bei einem Hügelgrab nicht lediglich einen kleinen Hügel ein sondern wir tragen in OSM ein, dass sich dort ein historisches Hügelgrab befindet. Wir tragen nicht eine nur schwer mit bloßen Augen erkennbare ebene Fläche ein sondern dass sich an dieser Stelle eine historische Köhlerstelle befindet… genauso wie wir ja auch eine Doline nicht nur als trichterförmiges Loch eintragen sondern als natural=sinkhole also als Doline.

Bei all diesen Daten ist unstrittig, dass diese genau so in OSM hineingehören. Daher für mich eindeutig auch die vorhandenen Spuren von ehemaligen Bahntrassen.

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Danke!

@aighes Bitte nochmal genau lesen! Bitte! Lesen und nachdenken!

Mein Beispiel hier zeigt primär ein simpel graustufenschattiertes DGM1 über einem CIR-Luftbild… CIR, weil ich aus Gewohnheit immer mit CIR arbeite, man sieht mehr. Ich kann dir in dem Ausschnitt auch mit Bing, Esri oder Echtfarbluftbilder des LGB liefern! Es ändert sich dann aber nur die Hauptfarbe vor Rot nach Grün !

Die primäre Aussage ist das DGM1! Frage an dich: du weißt, was ein DGM1 ist? …zum Mitmeißeln: Digitales Gelände-Modell mit 1m Rasterweite: DGM1. Das heißt: auf der Ebene gibt es in x- und y-Richtung jeden Meter in beiden Richtungen jeweils einen Höhenpunkt. Das DGM1 bildet die Erdoberfläche ab. Das, was du bei meinem Beispiel als Graustufenschattierung siehst ist eine reale Höhenveränderung im Gelände(!) die man sieht, wenn man da ist und die Augen auf macht! Das, was man aber eben auch sieht, ist, daß nicht alles, rein auf das Luftbild bezogen, sichtbar ist. Darum Besuch vor Ort und/oder eben Nutzung aller möglichen nutzbaren Quellen, so wie bei meinem, in dieser Form gewählten Ausschnitt als Beispiel.

Folge:

Mit dem DGM1 kann man z.B. hier bestens zeigen, was man REAL vor ORT auch SIEHT! Man muß nur die Augen auf machen… Ja und gelengentlich muß man Dinge auch mal gezeigt bekommen… So ging es mir auch mit diesen Wölbäckern. Das hat mir mal die Augen geöffnet!

Luftbilder und mehr noch DGM1 lügen nicht, sie sagen einen nur nicht immer auf dem ersten Blick die ganze Wahrheit.

Sven

PS: Entschuldigung, daß ich einiges besonders markiert habe… Ich weiß mir mittlerweile keinen anderen Rat mehr… :frowning:

Wenn du Koordinaten uns mitgeteilt hättest, hätte man das machen können. “Ein Beispiel aus der Ecke” findet sich nur schwer :wink:

Allgemein denke ich, je mehr Grenzfälle die einen Eintragen weil sie es gerade noch sehen werden die anderen wieder entfernen weil sie nichts mehr sehen.

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Es wurde inzwischen ja viel diskutiert, wann gemappt werden darf.
Einige sind der Meinung, solange der Damm als solches ohne überbaut/umfunktioniert zu sein ersichtlich ist, wäre es OK, da er ja tatsächlich vorhanden ist. Andere ergänzen, es muss als Laie vor Ort ersichtlich sein (auf Luftaufnahmen/Geländereliefs ja eh).

Mir ging es ursprünglich nicht darum, eine hitzige Grundsatzdiskussion auszulösen, obwohl eine eindeutige (!) Vorgabe wirklich wünschenswert wäre und vllt hierbei noch herumkommt, da das wirklich jeden Neuling abschreckt.
Mir ging es eigentlich nur darum, was mit den konkreten Strecken in meiner Heimat ist.

Hierzu ein Foto, aufgenommen heute. Dieses zeigt ein Teilstück der ursprünglich diesen Thread betreffenden Bahnstrecke Eichstätt-Beilngries, welche von Bobbi123 gelöscht wurde, da er sagt, diese ist nicht mehr ersichtlich. In Teilen stimmt das auch, aber bei Weitem nicht für einen Großteil der Strecke. Ich weiß nicht ob er Ortskenntnis hat, hier jedoch ein Teilstück zwischen Pfünz und Walting:

Wie ich finde sehr eindeutig

Hier schlechter, aber wie ich finde auch eindeutig ersichtlich,ich habe sogar ein paar Schwellen unter dem Moos gefunden

Und hier geht der Damm in die Straße über.

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Diese Reste der Bahntrasse sollten in meinen Augen völlig ausreichend sein, um in OSM mit railway=abandoned gemappt zu sein/bleiben.

Es geht nichts über Vor-Ort-Überprüfung :+1:

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Halte ich ebenfalls für vertretbar, dies einzutragen. Aber ich kann genauso gut verstehen, dass man zu dem Schluss kommt, hier keine Trasse mehr sehen kann. Muss im Sommer nur das Gras hoch stehen und man sieht nichts mehr.
Eine description=* oder ein note=* könnte hilfreich sein, einem Laien zu beschreiben woran man die Trasse erkennt.

Im Prinzip ist es ein gutes Beispiel für:

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Manchmal sind Gleisschotter, kleinere Einschnitte und Dämme vor Ort noch viel besser zu sehen als auf Bildern.

und wenige hundert Meter weiter von der Straße aus (nur im Winter zu sehen …)

Bahnlinie nach 1997 aufgegeben, denn 1997 wurde das Ausbesserungswerk Burbach, zu dem diese Linie führte (nicht auf direktem Weg …) geschlossen.

An den kleinen Einschnitten im Wechsel mit Dämmen bei wundervoll gleichmäßiger und geringer Steigung im hügeligen Gelände erkennt der erfahrene Radfahrer, dass er sich auf einer stillgelegten Bahntrasse befindet - beim Flachland bin ich außen vor, das kenne ich so gut wie nicht :slight_smile:

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