Tagebau Lützerath

Hi,

es scheint, dass sich in Lützerath und in der Umgebung des Klimacamps zumindest bei 2 Mappern Uneinigkeit bezüglich dessen besteht, was denn nun der aktuelle OTG Status ist.
Ich persönlich denke nicht, daß wir bei OSM temporäre Objekte aufgrund eines politisch motivierten Symbolcharakters eintragen oder erhalten sollten - aber aufgrund der zurzeit emotional aufgeladenen Situation halte ich mich erstmal mit weiteren Edits oder Kommentaren zurück.
Sollte das allerdings eskalieren, wär’s vielleicht ganz gut schon mal eine Community Sicht der Dinge zu haben und mit diesem Thread eine Landeplattform für den Austausch.

Gruß
tux67
Edit: doppeltes Wort

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Siehe altes Forum: Dannenröder Forst / users: Germany / OpenStreetMap Forum

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Bei Keyenberg wurden Baumhäuser eingetragen und Wiesen benannt. Beides ist sehr persönlich motiviert und entspricht nicht einer üblichen Namensnutzung. In Lützerath wurden Gebäude als Partylocation ausgezeichnet, oder mit Eigennamen versehen.
Ich halte solche Eintragungen für nicht kartenfähig. Der temporäre Charakter und die eher private Namensgebung sprechen dagegen.
Anders ist das z.B. mit dauerhaften Mahnwachen. Hier kann eine Eintragung durchaus berechtigt sein.

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Eine Diskussion (und meine Meinung) dazu gab es auch schon in Changeset: 125194622 | OpenStreetMap.

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Stimmt … das weiterzuverfolgen hab’ ich damals aufgegeben. Aber inzwischen hat sich die Situation geändert. Das meiste der Vor-Ort befindlichen Strukturen ist weg oder kurz davor.

aufgrund eines politisch motivierten Symbolcharakters eintragen oder erhalten sollten

Es wird doch hoffentlich wohl egal sein wie politisch etwas ist. Sollen wir jetzt alle potentiell politisch motivierten dinge aus osm entfernen? Zypern? Den Staat israel? etc?

Der temporäre Charakter

Viele dieser ort bestehen seit über zwei jahren so. wie lange ist etwas für dich “temporär”?

Anders ist das z.B. mit dauerhaften Mahnwachen

Manche der benannten orte sind dauerhaften Mahnwachen…

entspricht nicht einer üblichen Namensnutzung

Wiso?

die eher private Namensgebung sprechen dagegen.

Was ist für dich ein “privater” name?
Viele dieser namen werden von tausenden menschen benutzt.

Das meiste der Vor-Ort befindlichen Strukturen ist weg oder kurz davor.

Dann können sie ja zu dem zeitpunkt auf demolished umgestellt werden. Die namen zu entfernen macht da wenig sin.

Sollten wir eigentlich den ganzen tagebau auch löschen? Der ist ja auch nur temporär und politisch…

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Mehr gibt es eigentlich dazu nicht zu sagen. Politische Manifestationen und Diskussionen sind in OSM nicht erwünscht, auch wenn man , wie ich, eine ganz persönliche Meinung dazu hat.

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Die Fakten sind:

  • Lützerath wird derzeit geräumt bzw. die Räumung steht kurz vor dem Abschluss.
  • Der Aufenthalt dort für fremde Personen ist per Verfügung untersagt.
  • Die Gebäude werden derzeit abgerissen.
  • Der gesamte Prozess ist auf demokratischem Wege entschieden und durch verschiedene Gerichtsinstanzen bestätigt worden.

Man kann dazu stehen wie man will, das ist aber kein Thema für hier. OSM bildet die Realität ab und die besagt, dass dort keine Einrichtungen (POIs) mehr sind, die genutzt werden können. Ob die durch Aktivisten vergebenen Namen noch in OSM bestehen bleiben sollten, kann man diskutieren. Da aber die Gebäude und Flächen nach und nach entfernt werden, wäre ein Verbleib auch nur von kurzer Dauer.

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  • Lützerath wird derzeit geräumt bzw. die Räumung steht kurz vor dem Abschluss.

War damals mit dem hambacher wald auch so. Aber der steht noch, interesant oder? Lass doch lieber sachen löschen die tatsächlich weg sind.

  • Der Aufenthalt dort für fremde Personen ist per Verfügung untersagt.

Und was macht das aus?

  • Die Gebäude werden derzeit abgerissen.

Siehe oben. Dann können sie auf demolished gestellt werden. Aber ihre namen vor dem abriss zu entfernen macht da keinen sinn.

Ob die durch Aktivisten vergebenen Namen noch in OSM bestehen bleiben sollten, kann man diskutieren.

Und das wurde schon mal disutiert: loc_names oder names in Lützerath / users: Germany / OpenStreetMap Forum

  • Der gesamte Prozess ist auf demokratischem Wege entschieden und durch verschiedene Gerichtsinstanzen bestätigt worden.

Und wiso ist das relevant?

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Obwohl ich hier bisher nicht sehe, daß jemand wombatmapers Meinung teilt, kann man natürlich noch bis Mitte nächster Woche warten, wenn die Räumung als komplettiert gemeldet wird.

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Lasst uns das so machen und diese sinnlose Diskussion hier abschließen bzw. erst mal ruhen.

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Übrigens. Der demolished:* Tag ist dort auch falsch, wenn alle Objekte weg sind. Da ist der removed:* Tag der einzig richtige.

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Warum nutzt du so oft nur “.” als Changesetkommentar?
Auch hier wo du irgendwas im Aktivistencamp bearbeitet hast: Changeset: 131262931 | OpenStreetMap

Damit kann keiner etwas anfangen. Bitte nutze doch aussagekräftige Changesetkommentare.

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wer solche Ankündigungen macht und von vornherein und grundsätzlich jedes Gespräch mit den Mitmappern ablehnt, hat hier nichts zu suchen :slight_smile:

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Ich stimm dir zu und hab die pois die jetzt definitiv permanent weg sind hier entfernt: Changeset: 131261861 | OpenStreetMap

Obwohl ich hier bisher nicht sehe, daß jemand wombatmapers Meinung teilt, kann man natürlich noch bis Mitte nächster Woche warten, wenn die Räumung als komplettiert gemeldet wird.

Klingt nach einer sehr vernümpftigen lösung. Wobei die räumung natürlich vor oder nach diesem zeitpunkt erst fertig sein kann (oder gar nicht).

Ich habe die Demoutensilien in Keyenberg entfernt. Ihnen fehlt die statistische Relevanz für die OSM Datenbank.

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Ich habe die Demoutensilien in Keyenberg entfernt. Ihnen fehlt die statistische Relevanz für die OSM Datenbank.

Nein hast du nicht, du hast gebäude und wege entfernt. Hört bitte auf mit dem vandalismus, was das mit dem thread über lützerath zu tun hat wunder ich mich auch, sind ja schließlich zwei verschiedene orte.

Außerdem: was heißt für dich “statistische Relevant” wie misst du es? Und auf welche regel willst du damit verweisen?

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Mich würde auch ganz brennend interessieren was @gallseife mit “statistischer Relevanz” meint.

Denn:
Einmal in der OSM-Datenbank eingetragene Informationen verbleiben dauerhaft erhalten. Wir Mapper können aus Sicht der Datenbank nur Ändern, auch beim angeblichen “Löschen” erzeugen wir nur eine neue Version des Nodes/Ways/Relation. Also blenden wir beim Löschen nur aus. Man braucht nur die History der Objekte anschauen.

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Aus diesem Thread trieft für mich irgendwie der Verdacht, einzelne Mapper wollen “politische Neutralität” als Vorwand nehmen, um für sie politisch missliebige POI’s zu entfernen. Überrascht mich aber genau so wenig wie Kommentare wie “Jeden Versuch mit mir darüber eine Diskussion führen zu wollen, verbiete ich mir” (dessen Kompatibilität mit den Kerngedanken der OSM-Community man sicher nicht weiter ausführen muss).

Seit wann haben wir in OSM Relevanzkriterien? Wenn etwas existiert, kann es in die Datenbank. Wenn etwas vor Ort so genannt wird, kann man es in OSM mit einem entsprechenden “name” eintragen (erst recht, wenn solche Namen in Medien aufgegriffen werden) oder bei sehr kleinem Benennerkreis mit “loc_name” oder ähnlichem. Sobald etwas nicht mehr existiert, weil es abgerissen wurde, kann es als demolished gekennzeichnet oder irgendwann gelöscht werden.

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Hallo,

wenn die Gebäude abgerissen werden bzw. sind und die Bäume gefällt sind, kann man sie mit den dafür für entfernte Objekte etablierten Tags versehen und ihre ursprünglichen Tags (building=*, natural=tree) entfernen. Ich würde sie vorübergehend nicht löschen, da dort derzeit so viel Veränderung erfolgt und um ein Wiedereintragen durch Sesselmapper anhand von Luftbildern zu vermeiden.

Den Eindruck habe ich auch. Die Gegenseite nutzt natürlich auch gern OSM als Plattform.

Als Geodatenbank zur Erfassung der Erdoberfläche und der auf und unter ihr errichteten, überprüfbaren Einrichtungen ist es der Zweck des OpenStreetMap-Datenbankprojekts, zu erfassen, was da ist. Es ist dabei irrelevant, ob eine bauliche Anlage oder ein Gebäude illegal oder legal errichtet wurde. Es existiert, also wird es gemappt. Eingeschränkt wird das nur durch den Grundsatz, dass wir keine temporären Objekte mappen.

Wenn Objekte eine gewisse Lebensdauer haben werden, können sie also gemappt werden. Wenn ein Protestcamp eine gewisse Zeit bestehen bleibt oder eine besetztes Haus nicht in absehbarer Zeit geräumt werden wird, kann die dadurch erfolgende Veränderung gemappt werden. Es gehört zur Natur einer aktuellen Datenbank, dass sie auch das enthält, was manche nicht sehen möchten. Es gehört zur Natur einer ernsthaften, scherzfreien Datenbank, dass nur die Namen als name=* erfasst werden, die auch einigermaßen gebräuchlich sind. Für den Rest gibt es es loc_name=*. Nicht jeder Name, den eine Gruppe benutzt, ist allgemein gebräuchlich. Wir sind ein Datenbankprojekt, aus den Daten kann man auch eine Spezialkarte für politischen Protest rendern.

Unter “einer gewissen Lebensdauer” verstehe ich in etwa dieselbe Zeitdauer, die ich auch bei gesperrten Straßen ansetze, also sechs Wochen bis sechs Monate (da ist je nach Mapperdichte, Detailgrad der Umgebung, Relevanz für die Allgemeinheit und Kontrollhäufigkeit des Mappers reichlich Ermessensspielraum). Beispielsweise wäre eine im Sommer errichtete Baumhaussiedlung “relevant”, wenn sie sich eine voraussichtlich im Herbst erfolgende Baumfällung wendet.

Wenn das in Keyenberg befindliche Protestcamp schon seit ein paar Monaten besteht (habe ich nicht geprüft), ist es mappenswert. Für die geräumten Einrichtungen in Lützerath, die schon abgerissen sind, ist der Anlass, sie in OSM als aktive Objekte zu erfassen, soeben verschwunden.

Ich würde es begrüßen, wenn wir es schaffen, für Protestcamps ein Taggingschema zu entwickeln, mit dem die dort existierenden Einrichtungen vernünftig getaggt werden und ein name=Küche, name=Lager vermieden wird. Falls es schon Tags gibt, reicht es auch, diese auf einer Wikiseite “Protestcamp” zusammenzutragen. building=tree_house ist übrigens schon im Wiki dokumentiert und in Verwendung.

Anmerkung als Moderator:

OSM hält sich aus politischen Fragen raus. Die meisten Beitragenden in diesem Thread haben das geschafft und ich möchte euch dafür danken. Ende der Anmerkung.

Viele Grüße

Michael

PS Ob sich alle hier bewusst sein, dass die Polizei OSM auch nutzt, weil es so gut ist? (Doppeldeutigkeit ist Absicht) :shushing_face:

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