Fragen zu ele=*

Ich habe zwei Fragen zu ele=*

  • Ich habe hier einen Waldweg der vor 14 Jahren gemappt wurde. Jeder der Stützpunkte des Weges hat einen zentimetergenauen Höhenwert. Kommen da nur mir Zweifel, dass hier eine scheinbare Genauigkeit suggeriert wird, die es in der Realität so wahrscheinlich nicht gibt. Wie damit umgehen? node dransetzen, Werte runden, Werte löschen? Nochmal vorbeifahren, ausgeschilderten Referenzpunkt suchen und selber (barometrisch) messen (wobei ich da auch noch eine Messtoleranz von mind. 1 m habe)?
  • in der Nähe gibt es nahe beieinander drei ele-Punkte, alle drei zu sehen auf diesem Bildausschnitt:

    links hinter den Tischen und Bänke der Schwenkgrill mit 422 m, in der Mitte der Mülleimer mit 414 m und neben dem geparkten Auto der Wegweiser mit 434 m - alles in allem auf kürzester Entfernung Höhenunterschiede von bis zu 20 m !? Auch hier die Frage, wie damit umgehen?
1 Like

Das hier …

… ist zwar nicht auf den Meter genau. Vielleicht hilft es zur groben Orientierung. Wenn ich überhaupt Höhenangabe mache, dann orientiere ich mich an dieser Seite.

Da braucht man ja fast schon ´ne Leiter für, um vom Wegweiser zum Mülleimer zu gelangen.

Nö, mir kommen auch Zweifel.

Klingt für mich nach blind übernommenen Werten aus einem nicht-barometrischen GPX-Tracker.

Ich trage mittlerweile nur noch ele=* ein wenn die Höhe tatsächlich “on the ground” ausgeschildert ist.

1 Like

Was schreibt der Ersteller?

Ich würde vermuten, daß eine sind ellipsoidische Höhen, das andere wären karthesische Höhen… Wie groß ist die Differenz und was ist größer? Bei offiziellen Schildern würde ich immer von karthesichen Höhen ausgehen. Bei GPS-Messungen muß man schauen, was das jeweilige GPS kann und macht…

Die Differenzen sind bundesweit unterschiedlich, man kann nicht sagen, die Differenz zwischen ellipsoidisch und karthesisch sind soundsoviel Meter.

Ellipsoidische Höhe wäre in Bezug auf GRS80 oder WGS84 karthesische z.B.DHHN2016 oder älter.

Sven

Ich habe hier einen Waldweg der vor 14 Jahren gemappt wurde. Jeder der Stützpunkte des Weges hat einen zentimetergenauen Höhenwert. Kommen da nur mir Zweifel, dass hier eine scheinbare Genauigkeit suggeriert wird, die es in der Realität so wahrscheinlich nicht gibt

vermutlich durch Konvertierung einer gps-Aufzeichnung entstanden bzw. durch manuelles Übernehmen der Höhendaten vom GPS. Solche ele-Angaben lasse ich normalerweise dran, und ignoriere sie, weil Sinn machen sie nicht, und wenn man ihnen Bedeutung zumessen würde, dann würden sie einem auch das weitere Bearbeiten ziemlich erschweren (weil man die nodes nicht mehr einfach so verschieben kann wie es in der Ebene passt, man müsste auch die Höhe mit anpassen).
Dazu kommt, dass GPS-Höhen ziemlich ungenau sind, zumindest die zivilen.

Passt aber auch nicht immer :smiley:

Der Col de Puberg, die niedrigste Passhöhe zwischen der Oberrheinebene und der lothringischen Hochebene ist noch ein Stückchen weniger hoch … Ok, seit letztem Jahr soll es ein neues Schild geben mit 325 m. Ich muss mal wieder hin.

Ziemlich sicher, denn es wurden auch die im Logger generierten Stützpunktnummern als name=Position xxx übernommen, was ja völlig unsinnig ist.

Da mindestens 2 von 3, eher aber alle 3 Höhen falsch sind… bin ich eindeutig für rauslöschen. :smiling_imp: :boom:

:hole: :parasol_on_ground:

1 Like

Oder besser mitteln und die Höhe auf die Zufahrt zum Schwenkgrill setzen ?

422m + 414m + 434m = 1.270m / 3 = ~ 432m

hmmm… Wenn ich als Datenauswerter nun ele-Angaben in dieser Datenbank finde, dann denke ich doch, dass ich sie auswerten kann. Daher sollten wir schon darauf achten, dass wir “gute” Daten in unsere Datenbank schreiben, oder? Und wenn nun hier auf kurze Strecke so ein Unterschied auftaucht, dann wird sich ein Fahrradrouter denken “oh, das ist aber steil” und vielleicht anders routen.
Daher mal den Ersteller der Einträge anhauen und da die Angaben sehr widersprüchlich sind wäre nach einer gewissen Karenzzeit angebracht zumindest darüber nachzudenken diese Daten vielleicht doch wieder zu entfernen.

my2c

2 Likes

Für gewöhnlich halte ich das auch so.

In der Gegend hängen, nicht an allen, aber doch des öfteren, an den Wegweisern kleine Tafeln mit Koordinaten und Höhenangabe, so wie dieser hier.
Meistens sind die recht zuverlässig, zuweilen kalibriere ich an diesen Stellen das Barometer an der Uhr. Dennoch gibt es manchmal heftige Abweichungen, wenn ich dann an der nächsten Höhenangabe stehe (zuweilen deutlich mehr als die Abweichung zwischen Uhr und GPS). Also ganz 100%ig kann man sich auch nicht darauf verlassen und so heftig ändert sich das Wetter nicht in wenigen Minuten Fahrradfahren.
Ich habe zumindest die beiden Verursacher an der Karlshöhe angeschrieben, die sind beide noch aktiv.

In der Gegend hängen, nicht an allen, aber doch des öfteren, an den Wegweisern kleine Tafeln mit Koordinaten und Höhenangabe, so wie dieser hier.

So ähnlich sehen die $hier auch aus, und werden nach und nach immer mehr.

Das kommt vor, wenn beim Erstellen der Tafel ein Übertragungsfehler passiert oder Tafeln mit fast identischen Namen beim Anbringen verwechselt werden.
Ein Hinweis an den Aufsteller sollte genügen, wird dann bei Gelegenheit korrigiert.
Manchmal wird die Tafel auch an etwas anderer Stelle als die Einmessung plaziert, dann sind auch die Koordinaten nicht ganz richtig.

Höhenangaben aus einem GPX-Track abzuleiten und in OSM einzutragen halte ich für falsch, da diese Höhenangaben viel zu ungenau sind.
Ich trage Höhenangaben nur ein, wenn ich sie auf einem Schild vor Ort ablesen kann (also beim Eintragen eines Wanderwegweisers, auf dem auch eine Höhenangabe steht, bekommt der node des Wegweisers natürlich auch ele=* beigefügt) oder wenn ich sie aus legalen Quellen (für die Nutzung in OSM freigegebene Geodaten, …) übernehmen kann.

3 Likes

Ich sehe das genauso. Die ele Werte kann man evtl. nutzen, um Wege zu teilen und passende incline=* zu setzten, aber absolute Werte zu erfassen ist kaum nützlich, da man eben als Auswerter mit riesigen Fehlern rechnen muss.

einer der beiden beteiligten Mapper antwortete, das er vermutlich (ist halt ein Weilchen her) den Wert am Mülleimer mit eTrex gemessen und am Wegweiser vom Schild abgelesen hat.
Ich werde unabhängig davon irgendwann demnächst einmal dort vorbeifahren und mir die Situation vor Ort noch einmal selbst ansehen und dokumentieren. Die 434 m am Wegweiser erscheinen mit doch eher 9-10 m zu viel. Vorteil: nur gut 4 km nördlich gibt es einen geodätischen Referenzpunkt. Vielleicht nächstes Wochenende, es soll ja schön werden …

1 Like

wobei es barometrische Höhenmesser gibt (heutzutage auch im Handy, oder in manchen GPS), mit deren Hilfe man Höhenunterschiede zu einem in der Nähe gelegenen Punkt mit bekannter Höhe relativ genau messen kann. Wenn man es genauer haben will geht es z.B. mit einer Schlauchwaage, das ist ein Schlauch mit Wasser drin, also kein Werkzeug mit unerschwinglichen Kosten, oder mit einem Nivellierlaser, der höhere Kosten hat und den man vermutlich eher nicht auf Verdacht mit sich rumtragen will :wink:

Deshalb:

in Verbindung mit

(wobei mit “Barometer” natürlich der barometrische Höhenmesser gemeint ist)

Und die rund 100 Höhenmeter auf gut vier Kilometer Entfernung werde ich auch bei prognostizierten 27°C schon noch schaffen … :wink: Dann werde ich sehen, welcher Wert am nächsten dran liegt.

“relativ genau”: an die 10 cm am geodätischen Referenzpunkt komme ich nicht heran, aber so auf 1-2 m sollte hinkommen.

:+1:

Gpx-Höhen gaukeln mit x Nachkommastellen nur Präzision vor. Daher mMn immer nur volle Meter eintragen. Auch wenn jeder Auswerter da gedanklich noch ein ,00 dranhängt.

:signal_strength: :night_with_stars:

Ich habe schon Autobahnen im flachsten Flachland gesehen, deren Nodes nanometergenaue (8 Stellen hinterm Komma) ele-Tags trugen, die zwischen den beiden Fahrbahnen um 40 Meter und mehr auseinanderlagen. Da das a) ganz offensichtlich falsch ist und b) auch nicht davon auszugehen ist, dass auch nur einer der zwei Werte einigermaßen hinhaut: Wegschmeißen. IMHO vollkommen nutzloser Datenmüll, ahnungslos in die Datenbank gekippt.

GPS-Höhenmessungen sind in der Regel 10 Meter und mehr daneben¹. Barometrische Messungen können sehr genau sein (unter 1 Meter), aber von 100 Besitzern solcher Geräten wissen gefühlte 95 nicht², dass ein barometrischer Höhenmesser immer erstmal auf den aktuellen meteorologischen Luftdruck kalibriert werden muss. Den aktuellen, nicht den von gestern. Wenn der noch auf Werkseinstellung 1013 steht und wir gerade ein Hoch mit 1033 haben, misst das Ding 150 Meter zu tief!

¹ Das könnte zwar genauer sein, aber dafür müsste das Gerät einen Satelliten direkt im Zenit auswerten³, der für Längen-Breiten-Messung nutzlos wäre. Für die genaue Kartenposition bevorzugt der Empfänger Satelliten in Horizontnähe, deshalb ist Höhe weniger genau. Wird für Navigation auch nicht gebraucht.

² Die anderen 5 haben mal einen Pilotenschein gemacht, oder zumindest die Theorie.

³ Ganz optimal wäre ein zweiter Satellit im Nadir. Geht technisch schlecht, ein ganzer Planet dazwischen dämpft den Empfang zu stark.

2 Likes