Auf Luftbilder Erinnerungsskizze malen

Ich war heute mit Vespucci im Park und stellte fest, Wurstfinger und Smartphone waren keine gute Idee für mein Vorhaben. Schön wäre gewesen, ich hätte auf das Luftbild eine Skizze malen können und dann mit JOSM zu Hause weiter gemacht. Gibt es so etwas?

Geht das mit Wurstfingern denn besser? :smile:

Ich würde wahrscheinlich einen Screenshot machen und bemalen.

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Ich mache solche Vor-Ort-Skizzen mit https://print.get-map.org/.
(Besonders nachdem ein Einfamilienhausbesitzer mal die Polizei gerufen und mich bis deren Eintreffen “festgehalten” hatte …, weil ich auf einer sehr neuen Spielstraße mal schnell ein paar Fotos gemacht hatte und er dagegen war. Fotos mache ich seitdem in Einfamilienhaussiedlungen nicht mehr, auch wenn die Polizei mir eindeutig Recht gab und außerdem OSM super findet.)

Gruß Peter

PS: Ich habe kein Smartphone und will auch keins.

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Auch auf Papier (mit JOSM Plugin zum support) wäre:
http://fieldpapers.org/

Gruß
tux67

den hätte ich wegen Nötigung und Freiheitsberaubung angezeigt, auf einer öffentlichen Straße Fotos zu machen begründet sicherlich keinen ausreichenden Verdacht für eine Straftat der das rechtfertigen würde, manche Leute haben offenbar überhaupt keine Vorstellung davon, was angemessenes Verhalten ist.

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Wenn sich ein Anwohner einer Spielstraße (mit spielenden Kindern ?) Gedanken darüber macht warum ein Fremder dort Bilder macht, halte ich sein Verhalten für akzeptabel. :roll_eyes:

dass er denjenigen festhält? Gedanken kann er sich ja machen, er kann auch untersagen/unterbinden, dass die Kinder fotografiert werden (was vermutlich sowieso nicht der Fall war, Kinder könnten dort zwar sein, davon war aber keine Rede und es bedeutet auch nicht, dass man überhaupt nicht mehr fotografieren dürfte). Du unterstellst hier was, das ohne weitere Anhaltspunkte eher fern liegt. Viele Menschen sehen halt ihre Straße als “ihre” Straße, (aber nur solange es nicht darum geht, den Unterhalt zu bezahlen versteht sich). Ist es wohl verhältnismäßig, einen im öffentlichen Straßenraum fotografierenden Menschen festzuhalten, weil er Fotos macht? Selbst wenn in der Gegend ständig eingebrochen würde (was oft vorgebracht wird), na und? Solange man nicht sieht wie derjenige einbricht bzw. Diebesgut bei ihr gefunden wird, kann auch die Polizei nichts machen.

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[Offtopic on]
Das bringt nichts … dann kann er sich einen Anwalt nehmen - dieser beantragt Akteneinsicht bei der Polizei … und dann hat er deinen vollständigen Namen und gemeldete Wohnadresse. Das riskiere ich bei so einem aggressiv auftretenden Mitbürger nicht und habe u.a. deshalb “offiziell keine Angaben” zum Vorfall gegenüber den Polizisten gemacht. Erst ganz zum Ende haben wir noch “ein-zwei” freundliche Sätze zu OSM generell gewechselt, kurz bevor sie weg gefahren sind und die Nachbarn schon weg waren. Ich sollte dem Polizisten nur versprechen in dieser Straße keine Fotos mehr zu machen. (Damit kann ich gut leben.)

Auf den gemachten Fotos waren absichtlich keine Personen. Alle in dieser kurzen Straße gemachten Fotos (inkl. Recyclingcontainern und neuen Hydranten) wurden am Ende von einem der Polizisten - und direkt unter den Augen des “Klägers” - von der Digicam manuell einzeln gelöscht, nachdem ich dies als “Lösung/Beendigung” des Polizeieinsatzes angeboten hatte. Immerhin "stand’ ich dort insgesamt schon mehr als eine dreiviertel Stunde mit meinem Fahrrad.
Und er hatte mir ja “nur mit Gewalt” gedroht und mich zu keinem Zeitpunkt direkt angefasst. (Imho nur leere Drohungen.) Es standen auch nur fünf weitere solidarisierte Nachbarm direkt um mich herum. Ich habe schon deutlich krassere Situationen überstanden und weiß mich effektiv zu verteidigen, falls wirklich nötig. Aber in dieser Situation hatte ich entschieden komplett ruhig zu bleiben, denn hochgeschaukelt hatte sich das Ganze fast von alleine … Sollen doch die von ihm unter 110 Gerufenen ihm ganz ruhig die Rechtslage erklären - was sie nach einer offiziellen Rechtsberatung per Funk (…konnte ich mithören, denn so einen Fall hatte keiner der beiden Polizisten bisher) auch getan haben. Über die vom “Kläger” und seinen Nachbarn begangenen Straftaten/Selbstjustiz mir gegenüber, habe ich einfach mal hinweg gesehen.
[Offtopic off]

Wollte mit dieser (zuerst) absichtlich sehr kurzen Anekdote ursprünglich nur aufzeigen das “Fotos vor Ort machen zum nachträglichen Mappen am PC anhand dieser Fotos” imho nicht immer das beste Mittel sind, bevor das hier ein anderer Mapper eventuell noch als möglichge Lösung vorschlägt … Meine Erfahrungen sind, das so eine Situation erst gar nicht “so weit eskaliert”, wenn man mit Zettel und Stift vor Ort sich eine Skizze anfertigt - schön Oldschool :sunglasses: - ganz im Gegenteil, hatte schon tolle Unterhaltungen, weil Jemand gefragt hat was ich da mache … Der sieht dann in deinen Händen direkt den OSM-Kartenausschnitt mit deinem “Gekritzel” und kann sich sofort ein Bild davon machen was das werden soll.

Gruß Peter

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wenn man sich von Hand Aufzeichnungen über die Gegebenheiten vor Ort macht, wird man auch schnell verdächtigt, mittlerweile eher als wenn man auf dem Handy rumtippt.

Toller “Kompromiss”, du hast die Fotos gelöscht und dich verpflichtet dort keine Fotos mehr zu machen, obwohl es keinerlei Grund gibt außer dem paranoiden Anwohner, und obwohl das Recht es dir ausdrücklich erlaubt. Und vermutlich haben sie sich nicht einmal entschuldigt dass sie dich eine Dreiviertelstunde lang festgehalten haben.

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Du hast auf jeden Fall Recht, das Verhalten der Anwohner ist inakzeptabel und ich hätte, wenn die Polizei schon mal da ist, zumindest darauf bestanden, dass die Fotos rechtmäßig sind (sofern keine Personen darauf zu erkennen sind) und darüber hätten die Polizisten die Anwohnern eigentlich auch ohne gezielte Aufforderung belehren müssen.
Trotzdem kann ich @Map-Peter voll und ganz verstehen, wer hat schon Bock, sich mit solchen Typen länger als unbedingt notwendig herumzuärgern und eine Anzeige bringt gar nichts, wenn die eigene Aussage gegen die von mehreren solidarischen Nachbarn steht, die sich alle gegenzeitig bezeugen werden, dass sie nur ganz höflich gefragt haben, ob Du vielleicht dort warten würdest, bis die Polizei eintrifft.
Ich denke, die meisten von uns (zumindest die, die “on the ground” Daten aufnehmen) haben schon mit solchen Typen zu tun gehabt. Da ist m.E. das vernünftigste, zu deeskalieren und den Rückzug anzutreten.

So sind manche Mitbürger halt …
Das kann man imho finden wie man will, nur leider ändert man damit deren Grundeinstellung nicht. So Jemand wird sich für sein Fehlverhalten dir gegenüber nie entschuldigen.

Ich habe mit Aufzeichnungen von Hand bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber mit Fotos machen - dies war nur die bisher schlechteste Erfahrung.

Sieh das Ganze doch nicht so eng … :wink:
Zuhause habe ich die gelöschten Fotos mit einem Programm wiederhergestellt, damit die neue Straße, Hydranten, alle Einfamilienhäuser und deren Adressen gemappt. Im Anschluss die Fotos wieder gelöscht, damit ich mehr Platz für neue Fotos habe. :sunglasses:

Darauf musste ich nicht bestehen, das hat der eine Polizist dem Mitbürger von alleine erklärt.
… Musste mir zum Ende das kleine Grinsen dem Mitbürger gegenüber schon verkneifen, nachdem der Polizist ihn auch noch ermahnt hat das der Notruf von ihm in Zukunft nicht missbraucht werden darf.

Genau. Ich war in dieser Situation ja quasi stellvertretend für die OSM-Community dort, gerade dann sollte man sich benehmen.

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Ich hab mal versucht, eine Laptopkopplung zu erreichen, weil dann kann man endlich JOSM nutzen. Prinzipiell geht das auch, aber soo viele Steine im Weg. Android hat irgendwie ne Firewall auf dem WAN-Interface (oder es war halt CGNAT), ein lokales AdHoc-WLAN kann man bei Android schon mal gar nicht anlegen. Man muss also per USB-Serial den GPS-Text übertragen. Aber JOSM kann kein ttyUSB0, sondern nur TCP. Und dann fiel auf, dass so ein Laptop wegen der Größe doch eher unpraktisch ist. Aber was willst du machen, wenn du in OsmAND nicht mal die JOSM-Kartenhintergründe kriegst… (noch bevor man von einem “Linien malen”-Feature spricht). Letztendlich kann man mit einigen GPS-Punkten (das können die meisten Apps ja) zumindest Linien für später approximieren.

WAN-Interface … CGNAT … AdHoc-WLAN … ttyUSB0 … TCP … :crazy_face: … klar doch, mach ich genau so …

Für die nicht Techies/Linuxer:

WAN-Interface: die Netzwerkschnittstelle, über die die Daten in Richtung Internet transportiert werden.

CGNAT: Carrier Grade Network-Adress-Translation (NAT), das wird inzwischen von, insbesondere vielen Mobilfunkanbietern, auf grund der IPv4-Adressknappheit benutzt, um Adressen zu sparen

AdHoc-WLAN: Die WLAN-“Karte” wird nicht wie üblich im Infrastruktur-Modus sondern Adhoc-Modus betrieben.

ttyUSB0: die erste serielle Schnittstelle unter Linux einer USB-zu-seriell-Konverters

TCP: Transmission Control Protocol, das übliche verbindungsorientierte Netzwerkprotokoll des Internets, das gesicherte Übertragung bietet