Was ist bauliche Trennung?

darum sollte man einen größeren Bildschirm benutzen :laughing:

Aber im Ernst, das ist ja üble Gängelung, fast keine Autos zu sehen und alles mit so einem Gehegezaun abgesperrt. :confused:

Wie wäre es, wenn auch Du mal mit diesen persönlich gehaltenen Sticheleien aufhören könntest? Zumal Deine Empörung hier ziemlich einseitig gegen mich gerichtet ist.

Ich denke, Du kennst meine letzten Changesetkommentare zu dem Thema. Und ich denke schon, dass es mir einigermaßen gelungen ist, nach einem zugegebenermaßen emotionalen Einstieg hier auf der Sachebene weiterzudiskutieren.

Ich habe zudem erklärt, dass ich durchaus zu einer gemeinsamen Vor-Ort-Besichtigung zur Verfügung stehe, auch wenn ich nicht vorhabe, dabei den Rechthaber zu geben, der darauf besteht, dass die B55 so gemappt werden muss, wie ich es bislang für den OSM-Regeln entsprechend halte.

Ich habe mehrfach nachgefragt, was denn anderes als die bauliche Trennung als Kriterium gelten soll, wenn es denn nicht eine vollkommen beliebige Entscheidung sein soll.

Es wurden hier in der Diskussion immer wieder Beispiele vorgebracht, wie z.B. Straßen, die durch schraffierte Sperrflächen getrennt sind, Straßen die durch eine Parkfläche in der Mitte unterbrochen sind, Straßen, die durch Grüninseln nur stückchenweise baulich getrennt sind.

Meine Frage, wieso aber eine vierspurige Umgehungsstraße, die mehrere Kilometer lang nur durch eine doppelte Mittellinie getrennt ist, denn in zwei Linien getaggt werden sollte, und worin den die Abgrenzung zu anderen Straßen liegt, die ebenso nur durch eine doppelte Mittellinie getrennt sind, wurde aber bislang nicht beantwortet. Ist es die Vierspurigkeit? Ich weiß es nicht. Wonach also soll gemeinsam vor Ort geschaut werden?

Ich habe geschrieben, dass ich es einrichten kann, am Samstag vor Ort dabei zu sein. Mir fehlt es allerdings nach wie vor an einer Rückmeldung, was denn genau das Ziel sein soll. Ich bin auch dazu bereit, mich in dem Zusammenhang bei einer Tasse Kaffee zusammenzusetzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn flohoff und ich eine weniger emotionale Ebene miteinander finden könnten. Denn eines dürfte nachvollziebar sein: Ich habe keine Lust, mich ggf. auch noch vor Ort als Wheelchair-Mapper o.Ä. beschimpfen oder mir irgendwelche Boshaftigkeiten unterstellen zu lassen.

Eine mögliche Antwort steht im von dir zitierten Beitrag: Die Straße sollte zwar nicht separat gemappt werden, aber wenn sie schon mal sauber separat gemappt ist, sollte man das auch mal großzügig so stehen lassen.

–ks

Einerseits ja - mein Handeln in Lippstadt war vorschnell. Werde ich so auch nicht wiederholen. In Zukunft werde ich bei so weitreichenden Änderungen den Diskussionsweg suchen und nicht einfach handeln.

Andererseits nein - denn wenn man dies konsequent weiterdenken würde, wäre es grundsätzlich nicht möglich, solche Straßen zu ändern. Du gehörst ja z.B. auch zu den Mappern, die im Bereich “bauliche Trennung”, Korrektur von “Spurmapping” aktiv ist und nicht alles einfach großzügig so stehen lässt. Du dürftest also verstehen, was ich meine.

Ich habe hier auch noch so einen Fall:
https://www.openstreetmap.org/changeset/68725895#map=19/51.12751/12.50448

Leider gab mir achavi heute nur Fehlermeldungen aus … Version 1/2 in der history deuten aber für mich auf massive Umbaumaßnahmen hin.

Grundsätzlich würde ich hier in Borna unterstützen, dass die Sachsenallee (und die Leipziger Straße) über lange Strecken keine baulich getrennte Fahrbahnen hat. Im Kreuzungsbereich ist das aber m.E. schief gegangen.

  1. hat es dort klare bauliche Trennungen
  2. der Witz schlechthin: die Straßen verlaufen jetzt mitten durch die als Fläche gemappten traffic_calming
  3. zumindest 1 Busrelation ist unterbrochen (weiß aber nicht, ob das eventuell schon vorher war)
  4. diesem Abschnitt https://www.openstreetmap.org/way/680710393 fehlt das oneway
  5. die ganze Kreuzungsgeometrie wirkt irgendwie vermurkst

Ich finde, hier wurde weit über das Ziel hinaus geschossen

ich sehe es so: lieber nicht getrennt mappen, aber wenn man sie dann zusammenfasst sollte man auch die Linksabbiege-Restriktionen gleich mit hinzufügen, sonst lieber getrennt lassen.

Das ist selbstverständlich. Bei einer Zusammenlegung müssen sowohl richtigungsabhängige Relationen sauber übertragen werden als auch alle Abbiege-Restriktionen neu gedacht werden. Selbstverständlich müssen auch lanes- und turn:lanes-Angaben sauber angepasst werden. Auch sollte man gleich auch die passenden change:lanes-Einträge vornehmen.
Das ist umgekehrt bei einer Auftrennung einer als eine Linie eingezeichneten Straße auf zwei Linien aber auch nicht viel anders.

Wie soll denn das Tag dual_carriageway bei solchen falsch gemappten Straßen gesetzt weden?

  • no, da in Wirklichkeit nur eine Fahrbahn
  • yes, da in OSM zwei Fahrbahnen

Ich wäre für no.

Interessant ist noch, dass OSM Fußgänger über diese 4-spurige Bundesstraße ohne Bürgersteig routet. OpenStreetMap

Das ist noch ungeklärt. Ich halte es so, dass ich dual_carriageway als Hinweis verstehe, dass es in OSM getrennte Fahrbahnen gibt, da das Tagging mMn vor allem Benefit für die Datenanalyse hat und dabei ist es eigentlich immer egal, ob da eine physische Trennung zwischen den Segmenten besteht oder nicht.

Und? Ich sehe hier auch nicht den kleinsten Hinweis darauf, dass Fußgänger diese Straße nicht nutzen dürfen. Kein Fußgängerverbot, keine Kraftfahrstraße. Klar, der schönste Fußweg ist das nicht, aber wir schreiben ja keine Empfehlungen in OSM, sondern nur Sachverhalte.

Osmand routet da auch drüber, sogar richtigerweise gegen die Fahrtrichtung:

Es könnte noch ein sidewalk=no an die Ways, um Fußgängerroutern deutlich zu machen, dass hier auf der Fahrbahn gelaufen werden muss, aber meine Ressourcen für OSM-Eingriffe im heiligen OWL sind für dieses Jahr aufgebraucht.

Abgesehen von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften, halte ich den Hauptnutzung in OSM für Routing an Kreisverkehren. Die Router können dann nämlich zuführende Einbahnstraßen mit dual_carriageway=yes für ihre Ansagen einfach nicht mitzählen, weil es keine eigenständigen Straßen sind und die Einbahnstraße in die andere Richtung ja zu erwarten ist. Sonst wäre es ja kein dual carriageway…

Zusätzlich hatte ich noch foot=discouraged ergänzt. Hat soweit geholfen.

mal ne Frage zu “discouraged”, macht man dann ggf. auch mehrere Werte in einen Access-schlüssel? Sowas wie foot=permissive;discouraged ?

Könnte man, klar. Erschwert dann vermutlich die Auswertung.
Wobei discouraged als subjektives Attribut nur sehr sparsam verwendet werden sollte.

permissive ergibt nur auf Privatgrundstücken Sinn. Hier also überhaupt gar nicht.

permissive ergibt nur auf Privatgrundstücken Sinn

wo permissive Sinn macht hängt vom Kontext ab, grundsätzlich ist „discouraged“ eine andere Systematik als die anderen access Werte und passt daher eigentlich nicht ins Schema.

Korrekt. Genau das habe ich gesagt. Im Kontext “öffentlicher Verkehrsraum” ergibt permissive keinen Sinn.