Mein Gegenvorschlag zu deinen unter http://www.osmfoundation.org/wiki/User:Woodpeck/Proposed_Resolutions/Membership_Register beschriebenen Plänen sähe so aus:
-
Ihr haltet euch natürlich an die gesetzlichen Vorschriften, d.h. ihr bringt fehlende Mitgliederdaten wie Namen und Adressen in Erfahrung, wo sie noch fehlen.
-
Ihr erfüllt auch die Vorschriften, wenn jemand die Mitgliederlisten prüfen will. Auf Wunsch kann er sie persönlich ansehen oder sich gegen geringe Gebühr zusenden lassen, wie im Gesetz festgelegt. Ihr prüft dabei die Möglichkeit, ob ihr eine Veröffentlichung der gesamten Liste untersagen könnt.
-
Um Transparenz zu schaffen, macht ihr selbst ein paar anonymisierte Auswertungen und veröffentlicht sie. Interessante Daten wären bspw. die aktuelle Zahl der Mitglieder, aus welchen Ländern jeweils wie viele stammen usw.
-
Sehr langfristig könnte man überlegen, ob eine andere Rechtsform sinnvoller ist.
Ein paar Begründungen und Anmerkungen:
Dein Argument mit der Transparenz kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Was soll ich daraus schließen, dass Max Mustermann aus der Dorfstr. 7 in Posemuckel Mitglied der OSMF ist? Mappt der viel oder wenig, ist er Strohmann für irgendeine böse Firma? Eine Liste von Realnamen und Adressen nützt meiner Meinung nach nur Facebook, Google & Co.
Auch bisweilen an die Wand gemalte Schreckensszenarien wie die Übernahme der OSMF durch Google lassen sich doch mit den bisherigen Mitteln beherrschen. Wenn ihr ein solches Muster bemerkt, weil 500 Leute sich anmelden wollen und alle ihre Beiträge über die Kreditkarte von Larry Page bezahlt werden, dann könnt ihr den Vorgang öffentlich machen, ohne Namen und Adresse des Hausmeisters zu veröffentlichen, der da als Strohmann fungiert.
Bezüglich der Auskunftspflicht, über die dann doch jemand die komplette Liste ins Internet stellen könnte, würde ich mir keine großen Sorgen machen. Bisher hat sich doch wohl niemand für dieses Recht interessiert, da ihr nach deiner Aussage ja nicht einmal die verpflichtenden Daten beisammen habt.
Falls sie doch jemand haben will, würde ich sie aushändigen, ohne zu juristischen Tricksereien zu greifen. Das wäre wirklich Geheimniskrämerei, die Anlass zu Verschwörungstheorien gäbe.
Möglicherweise bieten normale Datenschutzgesetze bereits einen Ansatzpunkt, zumindest die Veröffentlichung im Internet zu untersagen, selbst wenn im Companies Act nichts explizites dazu steht.
Eine solche Lösung, bei der die gesetzlichen Vorschriften erfüllt werden, aber ohne darüber hinauszugehen, spart letztlich Aufwand und Kosten, die aufgebracht werden müssten, um Internetzugänge zu den Daten zu schaffen.
Schließlich noch kurz zur Grundsatzfrage, warum offensichtlich viele Leute etwas gegen die Veröffentlichung ihrer Daten haben: Wenn ich mit einem anderen Mapper kommuniziere, schreibe ich gern meinen richtigen Namen dazu. Lokale Mapper, die ich kenne, haben auch meine Anschrift, meine E-Mail-Adresse und meine Telefonnummer. Alles kein Problem. Aber das gehört nicht in Suchmaschinen.
Ich denke, die meisten Mapper haben keinen Grund, ihre Daten vor anderen zu verstecken, die am Projekt mitarbeiten. Aber auf einer öffentlichen Plattform ist man halt nicht unter sich. Facebook und Google und somit wirklich jeder auf der Welt hat Zugriff auf diese Daten. Für alle Ewigkeit. Ich sehe keinen Grund, warum ich mich den Datenkraken auf dem silbernen Tablett ausliefern sollte. Zumal dann, wenn es der OSM-Community überhaupt nichts nützt.