Hallo Peter,
ich sehe hier Analogie zu einem klassischen Nichtverstehen zwischen Techniker und Produktmanager. Du
Aber erstmal zur Definition:
Wo genau hast du gefunden, dass dies nur ein Beispiel unter vielen ist?
Ich habe nur die an mehreren Stellen dokumentierte Definition gefunden, nach der Knotenpunktnetzwerke sich auszeichnen durch ein a) Netz mit nummerierte Knoten, an denen b) die Nummern der Nachbarknoten ausgewiesen sind.
Bislang habe ich nach stundenlangen Suchen garnichts gefunden, das einen Hinweis gibt, dass das nur eine unter mehreren möglichen Definitionen des Fachbegriffs ist.
Ich glaube hier liegt der Kern, warum wir nicht zusammen kommen.
Du schaust aus technischer Sicht drauf. Der Technik ist es egal ob kurze Nummern oder lange Zahlen, ob wenige oder viele Ziele. Programmiert ist das nahezu gleich. Das sehe ich auch so.
Die mir einzig bekannte Definition von “Knotenpunktnetzwerk” schaut aber eben nicht aus technischer Sicht drauf. Sie beschreibt die Nutzersicht auf die Wegweisung. Die Grund-Idee ist eben, die Vereinfachung durch kurze Nummern und (in der Regel) nur eine Ziel-Nummer je Richtung. Das ist ein Begriff aus dem Tourismus Marketing, kein technischer.
Die Kern-Funktion eines “Knotenpunktnetzwerks” ist diese Vereinfachung. Nicht der technsiche Aufbau.
Der Begriff kann gar nicht technisch definiert sein. Aus technischer Sicht ist “Knotenpunktnetzwerk” absolut nichtssagend. Ein Netz hat immer Knoten(punkte), sonst wäre es keines. Technisch gesehen könnte man ja alles oder nichts darunter verstehen.
Hier sind wir wieder bei der technischen Sicht versus Nutzersicht.
Aus Nutzersicht empfinde ich es nicht als “kleinere Abweichungen”, wenn die beiden Kern-Funktionen eines Knotenpunktnetzwerks ins Gegenteil verkehrt werden. (lange Namen statt kurze Nummern, mehrere lange Zielbezeichnung je Richtung statt eine Ziel-Nummer)
Für die Nutzer der Karten ist ein wesentlicher funktionaler Unterschied, ob er ein Wegweisungssystem nach der außerhalb von OSM bekannten Definition eines Knotenpunktnetzwerks vorfindet, oder eben eine klassische Wegweisung, bei der Wegweiser teils lange Namen tragen.
Wir bauen OSM letzen Endes dafür, dass am Ende Nutzer die Daten nutzen, nicht für - noch so gute - technische Werkzeuge, die die Datenqualität checken.
Nun gut, dass diese hier verwendete Definition von der draußen verwendeten Defintion abweicht ist ja genau das, was ich kritisiere.
Und hier ist halt der dritte wesentliche Dissens. Ich finde es tut OSM gar nicht gut, zwei aus Nutzersicht völlig gegensätzliche Ansätze unter dem selben Namen festzulegen.
Nun, mit diesem Argument braucht man das ‘network:type=node_network’ garnicht, denn es lässt sich ermitteln, ob an beiden Enden nummerierte Knoten liegen.