Geplante Stadtbahn in Kiel

Letzten Donnerstag hat die Kieler Ratsversammlung beschlossen: 2033 soll die erste Linie der Stadtbahn Kiel eröffnen. Nutzer @hennoer trägt bereits jetzt die Streckenführung in OpenStreetMap ein:

Changeset: 129198468 | OpenStreetMap
Changeset: 129172873 | OpenStreetMap

Seine Quelle dafür (und die Lizenz, unter der sie steht) ist genauso unklar wie die detaillierte Streckenführung, denn das eigentliche Planungs- und Genehmigungsverfahren hat natürlich noch gar nicht angefangen. Ich war schon kurz davor es einfach zu reverten, wollte mir hier dazu aber erst einmal Rückmeldung holen.

Siehe zum Beispiel diese Diskussion:
https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=66742
Im Ergebnis: man kann proposed:= nutzen, wenn es relativ sicher ist. Persönlich wären mir 11 Jahre aber zu unsicher. Aus Erfahrung.
Hast Du den Nutzer hier zur Diskussion mit eingeladen?

OT: Ähm: Wie kann ich hier “*” einfach nutzen, ohne dass das als Formatierungszeichen verschwindet?

Selbst dann bleibt noch das Problem der Quellenlage, es gibt fast nie Kartenmaterial der Planung unter geeigneter Lizenz.

Jetzt schon.

Wenn du einen Backslash (\) vor ein Formatierungszeichen machst, wird dieses nicht angewendet. (Ich musste deshalb jetzt auch zwei davon benutzen, damit du ihn sehen kannst).

Hallo,

Ich würde sie noch nicht mappen. Aus früheren Diskussionen habe ich den Eindruck, dass die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens (und das braucht es bei der Bahn) erforderlich ist. Andererseits sind auch Vollbahnstrecken, die noch vor dem Raumordnungsverfahren sind, als railway=proposed erfasst. Vermutlich wird man noch einen Bebauungsplan beschließen. Dessen Beschluss ist eine kommunale Satzung und somit gemeinfrei.

[/quote]
OT: Ähm: Wie kann ich hier “*” einfach nutzen, ohne dass das als Formatierungszeichen verschwindet?
[/quote]

Tags kann man als Inline-Code nach Markdown-Syntax formatiert, also mit je einem Gravis (accent grave) umgibt:

`highway=*`

Viele Grüße

Michael

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Würdest du sie reverten?

Der Beschluss ja, die Anlagen (Kartenmaterial) eher nicht. Und ohne das kann man nicht einzeichnen, wo genau die Trasse verläuft.

Hallo,

Ich würde noch ein wenig die Diskussion hier abwarten.

Bebauungspläne haben fast immer einen zeichnerischen Teil der Bestandteil der Satzung ist. Sonst müsste man ja jede Baugrenze mit Koordinaten oder kompliziert verbal beschreiben …

Viele Grüße

Michael

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Das Wiki sagt dazu:

Die Planung in einem B-Plan fällt, laut Rechtsliteratur, defintiv unter § 5 Abs. 1 UrhG. Es fehlen Aussagen zum “Beiwerk”, also zum informativen Kartenhintergrund. Es ist daher davon auszugehen, dass die Karten nicht unter Abs. 1 (ebenda) fallen und nicht für OSM nutzbar sind. Womöglich fallen sie noch nicht einmal unter Abs. 2 (ebenda), da sämtliche topographische Karten durch einen Nutzungsvorbehalt in den Vermessungs- und Katastergesetze der Bundesländer geschützt sind.

Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was das bedeutet.

Ich habe mir einmal die Beschlussdrucksache angeguckt:

Im Beschluss heißt es

auf Basis der Ergebnisse der Trassenstudie

da der Abschlussbericht hier auch als Anlage angefügt ist und nicht nur informativ, sondern als Entscheidungsgrundlage dient, sehe ich die darin enthaltenen Daten auch für gemeinfrei.

Die Daten der Trassen würde ich aber noch nicht erfassen. Das ist doch noch alles zu volatil. Ist ja idR auch noch nichts zu sehen und gehört für mich noch nicht in OSM. Wenn entsprechendes Baurecht gilt, dann kann man das auch entsprechend eintragen.

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Ich würde es deuten als, du darfst die Planung abmalen, aber eben nicht die Hintergrundkarte.

man kann proposed:= nutzen, wenn es relativ sicher ist. Persönlich wären mir 11 Jahre aber zu unsicher.

wie sicher es ist hängt nur zu einem Teil von der avisierten Planungs-, Genehmigungs- und Baudauer ab, ein politischer Beschluss es zu tun ist m.E. schon ausreichend für die Eintragung als “proposed”. Vermutlich gab es bereits ein Gutachten oder ähnliches, oder auf welcher Grundlage hat der Rat entschieden? Zur Streckenführung: vielleicht gibt es gar keine andere sinnvolle Möglichkeit?

Ja, es gab eine Trassenstudie, auf deren Grundlage die Entscheidung gefallen ist.

Das kann wohl kaum der durchschnittliche OSMler beurteilen. Es gibt mit Sicherheit Abschnitte, in denen z.B. eine Entscheidung zwischen Mittel- und Seitenlage gefällt werden muss.

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Das kann wohl kaum der durchschnittliche OSMler beurteilen. Es gibt mit Sicherheit Abschnitte, in denen z.B. eine Entscheidung zwischen Mittel- und Seitenlage gefällt werden muss.

ich würde das entspannt sehen, wir haben überall Unschärfen oder scharfe Details, die aber nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. So eine geplante Trasse könnte auch erst mal nur ganz grob drin sein, und wenn dann mehr Details ans Licht kommen oder Änderungen, dann passt man es an. So eine neue Bahntrasse ist für mich wichtig genug dass sie nach einem Beschluss auch eingetragen werden kann, proposed stellt sowieso kaum eine Karte dar, wir diskutieren eigentlich nur darum, ob das beim Editieren stört.

Das sehe ich auch so, zumal es auch schon die Trassenstudie gibt. Ich halte die Erfassung der Streckenführung zum derzeitigen Zeitpunkt zwar für grenzwertig, aber zulässig. Einen Revert halte ich hier somit nicht für angemessen.

Politischer Beschluss gut und schön.
Hatten wir hier auch schon. Ist dann aber trotz fortgeschrittener Planung aber “gestorben” und gammelt jetzt in der Datenbank herum:

Hatte mich damals auch schweren Herzens gegen Löschen entschieden (die vorher ebenfalls “beschlossene” Alternative war damals zeitgleich wieder “begraben” worden) und nur gröbste Mappingfehler bereinigt - darum bin ich dort häufig “Ersteller” :frowning:

Selbstredend.

Und zum Thema Bebauungsplan: Solche Infrastrukturmaßnahmen werden nicht mittels Bebauungsplänen geplant und/oder genehmigt. Das ist also OT.
In der Ratsvorlage finden sich Anlagen. Die mit den Trassenverläufen enthält als Hinweis:
“Vervielfältigung, Speicherung und Nach-
druck – auch auszugsweise – ist ohne schriftliche
Genehmigung des Herausgebers und der Redaktion
nicht gestattet”
Es handelt sich auch NICHT um eine Planfeststellung, die unter Umständen gemeinfrei wäre.
Im “Beschluss” steht auch “In der Vorplanung werden Varianten erarbeitet, die im Rahmen der öffentlichen Beteiligung zu einer konkreten Vorzugsvariante führen.” Es ist also auch keine beschlossene Trasse.

Insgesamt ist es aber müßig, die Argumente der oben verlinkten früheren Diskussion hier wieder aufzuwärmen. Zusammenfassung:
=> Genausowenig, wie wir den Gebäudebestand des Mittelalters mappen, sollten wir die mittelferne Zukunft abbilden.

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Ein Konsens ist das aber offenbar nicht, wenn ich obige Kommentare von @whb und @dieterdreist lese.

Mehrheiten werden im Zweifelsfall mit Hinweis auf die nicht im Forum Mitdiskutierenden in Frage gestellt… Bei OSM wird es daher wohl nie einen Konsens geben. :face_with_diagonal_mouth:
Bei meiner Zusammenfassung habe ich auch meine Wahrnehmung der Meinungen der von mir verlinkten früheren Diskussion einfließen lassen, die aber offenbar wenig Beachtung findet…

Meinung: Ich kein Fan vom Eintragen von Sachen, die vor Ort noch nicht verifizierbar sind (also weder proposed, planed noch razed). Wenn es grob falsch ist einfach weg, sonst weiß ich auch nicht.

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Erst wenn es ein abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren gibt und Baurecht besteht, sollten wir an eine Neuerfassung denken. Bis Dahin ist das was für uMap.

Sven

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Hat sich hier noch was ergeben, ansonsten würde ich die geplanten Strecken nun wieder löschen?