Hallo,

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand den Wiki-Kalender durch etwas Gescheites ersetzt. Aber wenn man das kleine Teufelchen mit dem Beelzebub austreibt, sollte man sich lieber anderen Themen widmen. Wenn Bryan meint, dass ein Github-Repository besser ist, mag das zwar vielleicht für den IT-Dunstkreis in Amerika funktionieren. Aber eine Community wie die deutsche, die eben nicht nur aus Leute mit Git- und Englischkenntnissen und einem Faible für Computer besteht, wird mit GitHub nicht glücklich werden. Erstens bringt GitHub eine technologische Hürde mit (es gibt zwar einen Web-Editor, aber “Git” schreckt erstmal ab), zweitens ist GitHub in keine einzige Sprache übersetzt (Hoch lebe Trac, auch wenn es aus der Zeit gefallen ist!), drittens ist es ein amerikanischer Dienst, der viel zu viele Daten erhebt als für die Bereitstellung des Dienstes erforderlich wären und viertens haben wir in Deutschland etwa ein Dutzend Veranstaltungen pro Monat [1], sodass das auf GitHub eine Fleißarbeit wird, weil jede Änderung akzeptiert werden muss. Zu guter Letzt führt ein solches Sichtungsverfahren zur einer Machtzentrierung. Wer die Änderungswünsche akzeptiert, kann sie auch ablehnen, weil z.B. der Züricher Stammtisch keinen Code of Conduct hat [2] Ich werde ihm keine Steine aus den Weg räumen. Dann lieber ein Wiki, das ich selbst nicht (mehr) mag. Siehe dazu auch mein Kommentar auf GitHub.

Viele Grüße

Michael

[1] Kurz mal heute ± 2 Wochen gezählt.
[2] Zu fordern, dass ein deutschsprachiger Stammtisch einen Code of Conduct (Verhaltenskodex) braucht, ist schlicht und einfach absurd. AFAIK hat kein deutschsprachiger OSM-Stammtisch einen Code of Conduct und in unserer Kultur braucht man nicht extra sagen, dass man sich an die guten Sitten hält.