Damit ist denke ich klar bewiesen, dass brand=* nicht funktional gleichwertig ist mit brand:wikidata=. Allein die Tatsache, dass zur Verwendung von brand:wikidata= für etwas, wo es keinen Eintrag in Wikidata für gibt, eine Anmeldung und Vertrautheit mit Wikidata notwendig ist, ganz zu schweigen von einer vermutlichen Zustimmung zu Contributor terms, ist meiner Meinung nach eine inakzeptable Hürde. Aber selbst wenn man das nicht so sieht, bricht die Notability der Sache ganz eindeutig das Genick.

Und wie soll ein Mapper jetzt überprüfen, ob ein bestimmter Wert von brand:wikidata=* oder operator:wikidata=* richtig oder falsch ist? Q154950 scheint ja jetzt definitiv kein zulässiger Wert für brand:wikidata zu sein, aber was macht eine Wikidata-ID zu einem richtigen Wert dafür?

Tut mir leid falls das für Wikipedianer offensichtlich ist, aber was sind “die zuständigen Projekte” und “[die] erarbeiteten Regeln”? Aber grundsätzlich geht es mir hier mehr um die formelle Verfahrensweise mit den IDs - also nochmal meine (bis jetzt noch nicht wirklich beantwortete) Frage:

Das mit der Umleitung hab ich verstanden (ist aber zum ersten Mal, dass ich höre, dass es in Wikidata für die IDs Umleitungen gibt und damit die IDs nicht mehr unbedingt eindeutig sind - es also ggf. mehrere gültige IDs für das selbe Objekt gibt). Aber Wie wird entschieden, ob Q2843 dann auf die administrative Einheit oder die Siedlung umleitet? Ist das dann die freie Entscheidung von demjenigen, der die Änderung vornimmt oder gibt es da Regeln?

Aber ich habe doch gerade oben demonstriert, dass genau dies im Moment nicht der Fall ist, denn das Notability-Prinzip definiert, was enthalten sein kann und was nicht. Und es schließt einen Großteil der in OSM gemappten Dinge damit eindeutig aus. Wikidata ist also nicht als Meta-Datenbank geeignet, um OSM und alle darin enthaltenen Daten mit anderen Datenbanken zu verknüpfen. Schlimmer sogar: Die Auswahl, was in Wikidata eine ID bekommen kann und was nicht basiert primär auf der Existenz von Sekundärquellen und widerspricht damit dem Kernprinzip von OSM, der Überprüfbarkeit vor Ort.

Offene Geo-Datenbanken, die einen Teil der Objekte in OSM auch in irgendeiner Form repräsentieren und somit mit OSM verknüpft werden könnten, gibt es in großer Zahl. Und bei vielen von diesen erfolgt die Auswahl der Objekte, die enthalten sind, nach deutlich klareren und besser nachvollziehbaren Kriterien als bei Wikidata. Die Frage, was Wikidata besonders qualifiziert, dass seine IDs in OSM gespeichert werden sollen, ist also denke ich nach wie vor nicht zufriedenstellend beantwortet.