Hausnummern-Fotomapping habe ich auch einmal probiert. Sollte ein Test sein, normalerweise bin ich auch mit Stift und Papier unterwegs. Vielleicht geht’s mit Kamera schneller, dachte ich mir. Aber die Diskussionen mit Anwohnerinnen (eine freundlich und interessiert, die andere weniger) haben doch zu sehr aufgehalten. Und als ich gerade fertig war, traf doch noch die von einem weiteren Anwohner bestellte Zivilstreife ein. Die Beamten waren zwar mißtrauisch und ungläubig, aber korrekt und weitestgehend höflich. Als sie auf meiner Kamera nur Fotos von Hausnummern und in meinem Rucksack weder Diebesgut noch Einbruchwerkzeug gefunden hatten und auch die Personenüberprüfung negativ war, haben sie mir aber irgendwann geglaubt.
Das Testergebnis war jedenfalls eindeutig - zurück zu Stift und Papier. Mittlerweile mappe ich Hausnummern (zumindest in wenig befahrenen Straßen) meist vom Fahrrad aus: da muß man nur in größeren Abständen anhalten und die letzten Hausnummern notieren, und steht nicht “verdächtig” lange an einer Stelle. Seitdem gab es keine Begegnung mit Anwohnern mehr, und schneller geht es auch.

Besagte Anwohnerin glaubte doch tatsächlich, ich mache mit meiner Kompaktkamera Fotos für Google Streetview.