Wie Waschautomaten eintragen?

Klar. Ich glaube Du verstehst nicht, was ich versucht habe zu erklären.

bin=yes ist kein Mülleimer-Objekt, so wie lit=yes auch kein Straßenlampen-Objekt ist.

die “hängt” man nicht dran sondern zeichnet die laundry als Fläche und wenn man unbedingt will kann man die einzelnen Waschmaschinen und Trockner darin als eigene Objekte anlegen.

keineswegs, um den Mülleimer wo hinzuhängen müsste er als eigenes Objekt repräsentiert werden, bin=yes sagt nur es gibt dort irgendwo einen Mülleimer (das ist ein Attribut von etwas anderem als einem Mülleimer, es ist kein Mülleimer sondern eine “hat einen Mülleimer”-Eigenschaft). Man kann auch bin=yes an der Bank taggen und amenity=waste_basket als eigenes Objekt (separate ginge auch).

Sag ich doch. Die Bank oder das Wartehaus hat einen Mülleimer.

Sag ich doch.

Wenn ich die 3 Geräte als eigene nodes mappe, brauche ich amenity=laundry nicht unbedingt als umfassendes Objekt. Kann ja, muss nein.

Wenn ich es vereinfachen und diese Waschgelegenheit als einen node erfassen will, geht das mit amenity=washing_machine, count=2 und dryer=yes problemlos.

Die Frage war: wie kann ich die Information, dass diese Waschgelegenheit 2 Waschmaschinen und einen Trockner beinhaltet, einem amenity=laundry mitgeben, ohne dass ich dafür 3 zusätzliche nodes benötige.

Dasselbe gilt für recycling container (und andere Objekte). Auch da ist es möglich, mit count=* die Anzahl gleichartiger Container anzugeben, wenn man nicht jeden einzelnen mappen will, was bei Objekten dieser Größe nicht unbedingt erforderlich ist.

nichts muss. So ist das halt in OpenStreetMap, aber das “laundry” tag gibt Kontext, sonst könnten die Waschmaschinen vielleicht auch auf nem Campingplatz stehen oder in nem Studentenwohnheim etc.

es ist nie erforderlich, aber in der Regel besser, jedes Objekt einzeln zu zeichnen. Wenn man sie trotzdem multiplizieren will, ist das bereits erwähnte capacity der üblichere tag, bei amenity=recycling 7,7k mal verwendet (1,4%)
count ist noch unter der Wahrnehmungsschwelle von taginfo Kombinationen und hat insgesamt nur 7000 Verwendungen amenity=recycling | Tags | OpenStreetMap Taginfo
count | Keys | OpenStreetMap Taginfo

… oder an einer Tankstelle, wie im vorliegenden Fall und daran ändert auch ein amenity=laundry nichts.

… das aber wie bereits erwähnt nichts mit der Anzahl eines mehrfach vorhandenen Objektes zu tun hat, daran ändert auch die Häufigkeit der Verwendung der Tag-Kombination nichts.

Dem widerspreche ich auch gar nicht. Wenn man aber mehrere unterschiedliche Objekte zu einem OSM Datenobjekte zusammenfassen möchte, sollte man für meinen Geschmack einen anderen Tag verwenden, so wie man es z.B. bei einem Picknickplatz, einer Tankstelle oder einer E-Ladestation macht.

Das wäre zu überlegen. washing_machine=2 und dryer=1 oder washing_machine:count=2 und dryer:count=1? Wie erfasst man die Anzahl Zapfsäulen und Staubsauger von einer Tankstelle oder die Anzahl Picknicktische von einem Picknickplatz?

das ist keine Frage auf die ich eine Antwort suche, weil ich das nicht für nachhaltig halte. Die Antwort wäre sicherlich komplexer als einfach die Einzelteile mit etablierten tags zu mappen und gleichzeitig schwieriger zu erweitern, und hätte weniger Informationen, zumindest was die räumliche Konfiguration angeht.

Ich denke, beides ist möglich und muss vom einzelnen Mapper in Abhängigkeit vom Objekt beurteilt werden. Picknickplatz ist ein gutes Beispiel. Der eine zeichnet um jeden Picknicktisch zusätzlich eine area als Picknickplatz, was de facto nicht falsch ist, denn dort existiert ein Platz, an dem man ein Picknick machen kann. Ich selber beschränke mich auf den Picknicktisch, und wenn es 2 sind (die im Normalfall ein paar Meter voneinander entfernt stehen), mappe ich die auch separat. Wenn aber irgendwo 3 gleichartige Sitzbänke dicht nebeneinander am Waldrand stehen, mappe ich dort einen node und hänge count=3 dran. Eine Picknickarea erfasse ich nur dann separat, wenn da ein bisschen mehr ist als ein paar m2 Gras, also zumindest mal eine gepflegte Fläche, Picknicktische, Sitzbänke und Mülleimer. Übergang fließend wie immer bei OSM.

Dasselbe gilt für die Waschmaschine. Eine frei auf dem Parkplatz stehende Maschine mit angeschlossenem Trockner ist für mich keine laundry (da darf man gerne anderer Meinung sein). Um es als laundry zu betrachten, bedarf es für mich einer Installation mit einem vernünftigen Dach und Seitenwänden, die auch an windigen Regentagen dafür sorgen, dass man da keine nassen Füße kriegt, einem Tisch für den Waschkorb, einer Sitzbank zum Warten, und ein paar mehr Maschinen, damit ich auch waschen kann, wenn schon ein anderer Kunde die eine 9kg-Maschine oder den einen Trockner belegt hat. Übergang fließend wie immer bei OSM.

Das, was dort steht, ist für mich einfach nur eine Waschmaschine mit count=2. Kann man aber selbstverständlich auch anders sehen.