Wobei: Ist das so kritisch, wenn keine Nennweite eingetragen ist? Es gibt so viele Unter- und Überflurhydranten, denen jegliche Beschilderung fehlt.
Ich denke nicht, dass das kritisch ist.
Die Leistung eines Hydranten hängt bei weitem nicht nur von der Nennweite ab. Die Höhenlage des Hydranten im Bezug zum Hochbehälter und seine Lage im Netz (Stichleitung, Ringleitung) beeinflussen die Leistung erheblich. Der Betrieb weiterer Hydranten im betreffenden Netzabschnitt kann unter Umständen den Fließdruck eines Hydranten zusammenbrechen lassen. Deshalb lassen wir (ich bin bei einem kleinen Wasserversorger im buckligen bayerischen Voralpenland tätig) im Abstand mehrerer Jahre (falls es größere Änderungen im Netz gegeben hat) von einer Fachfirma Hydrantenmessungen durchführen, die dann der Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden. Die Unterschiede der Durchflüsse bei gleichen Nenndurchmessern sogar bei ähnlicher Höhenlage ist durchaus bemerkenswert.
Danke, das bestätigt dann auch meine bisherige Auffassung
Nein, ist es nicht. Meiner Meinung nach wäre eine falsche Angabe deutlich schlimmer als eine fehlende. Ich befürchte aber, dass durch diverse Gamification eher falsche Daten erfasst werden, damit zumindest irgendetwas eingetragen wurde. Wobei ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen kann, dass FWen und andere Anwender bei solch kritischen Daten auf OSM-Daten zurückgreifen würden, ohne irgendein QM/Monitoring zu implementieren.
da hier über die Schwierigkeiten beim Erfassen von Hydranten diskutiert wurde, möchte ich kurz eine einfache Lösung teilen, die ich genau für dieses Problem entwickelt habe: den Hydranten Jäger.
Mit der Web-App lassen sich fehlende Hydranten in unter 20 Sekunden direkt vor Ort in OSM eintragen. Mein Fokus lag darauf, die Erfassung so weit zu vereinfachen, dass sie unkompliziert im Vorbeigehen erledigt werden kann, ohne sich durch komplexe Editor-Menüs wühlen zu müssen.