Wie Kieskuhle taggen?

Hallo zusammen, bei uns in der Gegend gibt es mehrere Kieskuhlen. Zum einen handelt es sich um ein künstliches Gewässer, zum anderen wird industriell Sand mit einem Saugbagger abgebaut.

Werden solche Flächen als “Gewässer” belassen oder gibt es bessere Tagging Möglichkeiten, etwa den Bereich um den See zusätzlich als Steinbruch taggen?

Beispiel Kieskuhlen bei uns:

  1. Way: 23453666 | OpenStreetMap
  2. Way: 1317478566 | OpenStreetMap
  3. Way: 22868947 | OpenStreetMap
  4. Way: 1301337758 | OpenStreetMap
  5. Way: 23724723 | OpenStreetMap

Mit landuse=quarry erfasse ich die (typischerweise umzäunte) Fläche, die zur Sand/Kiesgewinnung genutzt wird. Die Wasserfläche würde ich mit natural=water und water=pond mappen.

Ich mache es genauso wie @GerdP. Für den Gesamtbereich tagge ich

landuse=quarry
quarry=gravel_pit
resource=gravel

da in den gängigen Kiesgruben überwiegend Kies unterschiedlicher Körnungen gefördert wird und Sand nur eine Beimischung ist. Sollte es tatsächlich eine reine Sandgrube sein, kann man quarry=sand_pit + resource=sand verwenden.

Bei aktiven Kiesgruben macht es Sinn, regelmäßig die neuen Luftbilder zu checken, da sich das Gelände und der Seeumriss häufig ändern. Bei geschlossenen Kiesgruben kriegt das Gelände, solange es noch als solches erkennbar ist, von mir ein lifecycle prefix (disused/abandoned) und wenn es sich renaturiert hat, lösche ich es.

In einer Kiesgrube bekommt man aber keinen Schotter (gravel), sonder Kies. Das andere werde ein Steinbruch. In taginfo finde ich allerdings nur 17 x resource=pebblestone und noch seltener resource=pebble

Nein, das ist ein Irrtum. In einem Steinbruch wird crushed stone produziert, so heisst das Material (zu deutsch: Schotter) korrekt, auch wenn der Volksmund das gravel nennt.

Die gravel-pit heisst so, weil dort natürlicher Kies gebaggert wird, und der heisst korrekt gravel.

Pebbles oder pebblestones sind eine bestimmte Korngröße des gravels, auch wenn im Volksmund damit speziell schön geformter Rundkies bezeichnet wird.

Siehe dazu auch die englischen Wikipedia Seiten zu gravel und pebble.

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Wohl wegen dieser Verwirrung steht im OSM WIKI , das man resource=aggregate verwenden soll? Steht für Kies und Schotter.

Mit den beiden Tags wird es als Teich gekennzeichnet, was von der Definition her devinitiv zu groß ist. Im Wiki steht dazu auch beschrieben “Ein meist künstlich angelegtes Stillgewässer mit mäßiger Tiefe”. Andererseits finde ich im Wiki nichts zu “Künstlich angelegtes Stillgewässer mit tiefen Gewässer” Das wäre dann einfach ein “See” (water=lake).

Das Gelände um den See mit “querry” und “gravel_put” zu taggen, dem stimme ich zu und werde ich so beibehalten.

Ein Teich (pond) ist generell eine künstlich angelegtes Stillgewässer von mäßiger Größe und mäßiger Tiefe. Der Begriff mäßig erlaubt einen großen Ermessensspielraum. Im Gegensatz dazu bezeichnet man natürliche Stillgewässer als See (lake). Für Baggerseen ist water=pond durchaus zutreffend, da es keine natürlichen Seen sind.

Wo steht das im Wiki? Auf der Seite für quarry habe ich es nicht gesehen.

Aggregate steht für Zuschlagstoffe allgemein, das umfasst wesentlich mehr als Kies und Schotter. Man kann das auf jeden Fall verwenden, aber für eine Kiesgrube ist resource=gravel spezifischer.

Also, dass man für landuse=quarry speziell resource=aggregate verwenden soll, steht da keineswegs, sondern lediglich, dass der Key resource=* ganz generell eine sinnvolle Kombination zu landuse=quarry ist, und das ist natürlich unbestritten.

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Ich habe auch nicht geschrieben, dass man das speziell für landuse=quarry verwenden soll. Habe selbst die Sandgruben hier in der Gegend auch immer mit resource=sand erfasst und frage mich jetzt, ob ich das ändern soll oder ob sand einfach genauer ist.

water=reservoir

Dann habe ich

falsch verstanden, sorry.

Das würde ich auch genau so belassen. Die genaue Zuordnung von resource ist ohnehin nicht ganz einfach. Bei einer Kiesgrube ist die primäre Ressource Sand und Kies. Diese sind aber gleichzeitig Zuschlagstoffe (aggregates), und die widerum gelten als Ressource für die Herstellung von Beton, Asphalt etc. Das einzige, was mit dem ausgebuddelten Sand und Kies gemacht werden muss, ist Waschen, Sieben und Mischen.

Bei einem Steinbruch ist es anders. Da ist die primäre Ressource primär das Gestein, also Granit, Basalt etc., und die zählen in der vorliegenden Form nicht als Zuschlagstoffe. Erst nach Sprengen, Brechen, Sieben und Mischen werden Zuschlagstoffe draus. Hier wäre resource=aggregate eindeutig falsch. Richtig ist resource=stone/granite/basalt und product=aggregate.

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Ein Baggersee zählt aber im Normalfall nicht als Reservoir. Man muss sich schon entscheiden zwischen quarry pond und quarry lake. Beides sind gängige Übersetzungen des deutschen Baggersee. Und zur Unterscheidung zwischen pond und lake heisst es in der englischen Wikipedia

A pond is smaller than a lake and there are no official criteria distinguishing the two

Und der Vollständigkeit halber in der deutschen Wikipedia

Allerdings ist die genaue Abgrenzung zwischen Seen und Tümpeln/Weihern etc. unscharf und immer subjektiv.

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Guten Abend,

Auch von mir völlige Zustimmung! Umgangssprachlich wird gerne mal von Kiesgrube gesprochen, schaut man sich das genau an, ist es gerne mal doch Sand. Wenn es einem näher interessiert, kann ein Blick auf geologische Karten als möglicher Hinweis, als Tendenz helfen. Ich kenne solche Abgrabungen in Endmoränengebieten, Flußauen und auch in Sandern… das gibt je nach Lage Hinweise…
Ich kenne hier in Südbrandenburg aber nur noch wenige, nennenswerte aktive Abgrabungen im größeren Maße… die meisten gehen in Richtung abandoned:= Aber auch diese sind gerne nach Jahrzehnten noch sichtbar. Den ältesten Aufschluß, den ich bei mir kenne, ist ca. von 1897/ 1898. Datum ist gesichert, da ausschließlich für Bahnbau aufgeschlossen und bis Anfang der 1940er Jahre in Betrieb…

Gewässer in solchen Abgrabungen…
Hier sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst… die Grenzen verschwinden hier. Ab wann wird ein kleineres Gewässer ein künstliches Gewässer? Das kann irgendwann keiner mehr unterscheiden, wenn das Gewässer eine hinreichend natürliche Form hat … Das wäre aber schon wieder ein eigenes Thema.

Sven

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ja genau. (Rest gelöscht weil Quatsch :grinning_face: , Zuschlagstoffe, Zusatzstoffe und Zusatzmittel sind die richtigen Worte für jeweils unterschiedliche Dinge)