Galbinus
(Galbinus)
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Ich halte es für kaum möglich, diese Einflüsse sinnvoll zu kalkulieren. Es gibt dabei einfach zu viele Faktoren, die in OSM nicht erfasst werden. Natürlich ist die Beschaffenheit eines unbefestigten Wegs mehr vom Wetter abhängig als die eines befestigten Wegs. Aber es hängt auch davon ab, ob Regen von dem Weg gut abgeleitet wird oder auf ihm stehen bleibt. Oder bei einem unbefestigten Weg darauf, ob das das Material wasserdurchlässig ist. Ein Sandweg z.B. hat ganz andere Eigenschaftn als ein Lehmweg.
Am ehesten Rückschlüsse auf die Wetterabhängigkeit kann man meines Erachtens bei Feldwegen aus “tracktype” und aus “surface” ziehen, Allerdings sind Oberflächen wie “surface=earth” oder “surface=ground” sehr ungenau. Das kann klebriger Lehm oder durchlässiger Sand sein. Und wie sieht es unter der Oberfläche aus? Aus tracktype=5 kann man rückschließen, dass ein solcher Weg stärker durch Witterungseinflüsse beeinflusst ist als ein Weg mit tracktype=1. Will man also nach anhaltendem Regen mit dem Mountainbike nicht Gefahr laufen, im Schlamm zu versinken, sollte man Waldwege mit tracktype=5 meiden.
Meine Haltung daher: Es bräuchte für eine Auswertung der Wetterabhängigkeit des Zustandes oder der Befahrbarkeit von Wegen soviele zusätzlichen Informationen, die bislang in OSM nicht erfasst sind, zum anderen auch nur schwer vor Ort zu erkennen sind (man sieht ja bei einem Weg nur die Oberfläche. Wie es unter der obersten Schicht aussieht, kann man nicht sehen und daher auch nicht erfassen.Daher sollte man besser die Finger davon lassen, hier irgendetwas von der OSM-Datenbank zu erwarten, was diese gar nicht leisten kann.