Grundsätzlich finde ich, dass nicht nur die Renderer vor der Entscheidung stehen, was für den Anwender interessant ist und was nicht, sondern dass sich auch die Mapper darum Gedanken machen müssen. Z.B. wann mappt man Bäume einzeln als natural=tree und wann als wood/forest. Genauso ist es bei Flächen, die an Wege grenzen: Wann ist der Verlauf der Grenze zwischen Weg und Fläche für den Anwender interessant, und wann nur der Umstand, dass die Fläche direkt an den Weg angrenzt?

Ich mappe kleine Flächen (z.B. Gebäude) mit ihrer realen Grenze, d.h. vom Weg getrennt. Denn sonst würde die Form und die Ausdehnung der Fläche wesentlich verzerrt werden. Bei größeren Flächen (z.B. Äcker) hingegen verschmelze ich die Flächengrenze mit dem Weg, weil niemanden interessiert, ob die Ackergrenze 2m weiter links oder rechts verläuft, sondern die wesentliche Information ist, dass der Acker direkt an den Weg anschließt. Die Form und Ausdehnung des Ackers werden dabei nicht merklich verändert.

Wenn ein Feldweg durch eine Ackerlandschaft führt oder eine Forststraße durch einen Wald, käme nie jemand auf die Idee, den Acker bzw. Wald entlang des Weges aufzutrennen. Wenn der Wald oder Acker hingehen nur auf einer Seite des Weges ist, dann meinen manche Mapper hier übergenau sein und knapp daneben eine parallele Linie ziehen zu müssen. Das Ergebnis ist entweder, dass man in der Karte ohnehin keinen Unterschied merkt, weil Wege nun mal überproportional dick gezeichnet werden. Oder (wenn der Mapper besonders viel Abstand gelassen hat) man sieht neben dem Weg einen unschönen und irritierenden weißen Streifen.

Also zeichnet bitte den Acker bis an den Weg, es sei denn, es liegt irgendwas dazwischen, was separat gemappt gehört (z.B. ein Zaun oder ein Graben).