Wasserstollen

Hallo miteinander,

wir haben im Kyffhäüser (Bärentalstollen oder auch Wasserstollen genannt) einen fast 2km langen Stollen. Dieser führt das Wasser aus dem einen Tal in’s Nachbartal. Am Ende steht mitten im Wald ein kleines Bauwerk. Von dort aus wird das Wasser über Leitungen in die Stadt transportiert.
Wie kartografiert man nun dieses kleine Bauwerk, und wie den (unsichtbaren) Stollen.
In der amtlichen topografischen Karte (ihr wisst schon, die von der Schludertruppe) ist da ein blau umrandetes Viereck eingetragen. Die untere Hälfte diese Vierecks ist blau, die obere weiß. In der Kartenlegende findet man nicht’s, es sei denn, man wollte auf “Hallenbad” tippen.
Der Stollen selbst ist dort nicht eingetragen. Aber in einer alten Forstkarte findet sich eine gestrichelte Linie (vom Bärental zum Pfützental), an welcher “Wasserstollen” steht.

Für den Stollen fällt mir momentan auch nichts ein. Du kannst aber den Wasserlauf wie einen Bach taggen. Im Berg als “tunnel=yes” und “layer=-1”.
Das kleine Bauwerk einfach als Gebäude, eventuell mit name=xxx falls du da was weißt.

Den Stollen als Tunnel und passendem Layer-Tag. Ist da auch noch ein Fussweg / Wartungsgang durch den Berg? (Sowas gibt es glaube ich auf Teneriffa)
Das Gebaeude koennte ein ganz normaler Wasserbehaelter sein (http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserbeh%C3%A4lter_%28Wasserwirtschaft%29) “man_made=reservoir_covered”

[EDIT]: Den Verlauf des Stollens noch mit passender “source” kennzeichnen: Ist das der echte verlauf? Geraten? Abgeschaetzt?

Ich würde den Stollen als waterway=ditch mit tunnel=yes und dem passenden layer-Eintrag (zumeist layer=-1) taggen.

Da scheinen mir waterway=canal oder wenn es denn sein muss,
waterway=drain wesentlich besser geeignet.

tunnel und layer sollten klar sein.
Bei canal sollte man zur Klarheit noch boat=no setzen.

J2MC
Edbert (EvanE)

OSM wird durch solche abfälligen Bemerkungen nicht besser. Im Gegenteil.

Gruß
tippeltappel

waterway=canal ist für den Stollen wahrscheinlich übertrieben. Ich vermute mal, dass jener maximal einen Meter breit und höchstens mannshoch ist.

waterway=drain oder waterway=ditch wären wohl grundsätzlich beide möglich. Ich plädiere aber eher zu waterway=ditch.

waterway=drain steht für einen Entwässerungsgraben. Das Ziel ist die zumeist möglichst schnelle Abfuhr von Wasser. Zufluss und Wasserstand können relativ stark schwanken, abhängig z.B. von Regen oder davor liegenden Produktionsanlagen. Dies würde für einen Kartennutzer bei oberirdischen Verlauf unter anderem bedeuten, dass er den Graben mal problemlos überqueren kann und mal nicht. Weiterhin hat ein derartiger Graben ein eher größeres Gefälle, soweit praktisch machbar. Grabenbrust und -boden sind oft eher robust ausgelegt.

Diesen Kriterien entspricht der Wasserstollen eher nicht. Das Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Wasserversorgung bzw. -zufuhr. Die Wasserzufuhr wird möglichst konstant gehalten. Überschüssiges Wasser wird vermutlich direkt vor dem Stollen an einem Fehlschlag abgeleitet. Läge der Stollen als Graben an der Oberfläche könnte ein Kartennutzer von einem eher konstanten Wasserstand ausgehen, außer bei extremen Wetterverhältnissen. Das Gefälle des Stollens wird meiner Einschätzung nach vermutlich sehr gering sein. Wände und Boden werden nur soweit ausgebaut sein, dass der Stollen nicht einstürzt. Insgesamt sehe ich mehr Ähnlichkeit mit einem “normalen” Graben als mit einem Entwässerungsgraben, daher waterway=ditch.

Letztendlich halte ich es trotzdem für ziemlich egal, ob waterway=ditch oder waterway=drain. :slight_smile:

Das kann man so machen. Allerdings bleibt es ein Norbehelf und kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß es für Schacht, Stollen und Stollenmund noch immer keinen Tag gibt.

Gruß

Dieter

Danke für die Hinweise,

habe jetzt: tunnel=yes, waterway=canal, layer=-1 und note= nur Anfangs- und Endpunkt mit GPS erfasst
gesetzt.
Ich weis von einem alten Mann, der behauptet, dass es dort einen Wartungsgang gibt… vielleicht komme ich da mal rein…?

Und dann vermisst Du ihn nach guter alter Tunnelbauermanier mit Messkette und Theodolit!

Eventuell kannst du noch source=extrapolation hinzufügen.

note + source zusammen sagen dann:
Anfang+Ende bekannt, Verlauf geschätzt.

Edbert (EvanE)