Für mich zeigt dieses Beispiel wieder einmal, dass Frederik Recht hat mit seiner Feststellung, dass OSM ein paar grundlegende Designprobleme hat(http://lists.openstreetmap.org/pipermail/talk/2011-December/061288.html). Die angesprochenen Wasserleitungen sind ein Problem, aber ein noch recht einfaches. Was passiert, wenn demnächst unterirdische Gebäude, einzelne Stockwerke etc. für 3D oder historische Elemente, die gar nicht mehr existieren und über denen heute schon wieder andere Gebäude stehen erfasst werden? Das läuft alles schon produktiv in OSM, nur dass wir ein Problem haben mit der Trennung der einzelnen Ebenen (jenseits der Filter beispielsweise in JOSM). Ich würde niemandem verbieten, irgendetwas in OSM anzulegen, das tatsächlich existiert, existiert hat oder geplant ist, aber wir müssen uns hier in D langsam wirklich Gedanken machen (ich hab da leider wenig Ahnung von) bei der Dichte an Daten, wie wir die noch handhaben in Zukunft, ich hab da teilweise echt schon Probleme mit der Standardansicht in JOSM und will mir gar nicht vorstellen, was ein blutiger Anfänger ohne GIS-Erfahrung sich bei so einigen dichter besiedelten Gebieten so denkt, wenn er den Datensatz öffnet… Das soll nicht gegen die Wasserrohre gerichtet sein, wie gesagt, ich bin eher dafür, alles einzutragen was geht (auch wenn das niemanden interessiert, aber oben wurde ja schon erwähnt, dass es bei OSM keine wirklichen Mehrheitsentscheidungen gibt, siehe auch dazu den obigen Link zu den Taggings), aber die Spezis bei OSM (in die OSMF setze ich da wenig Hoffnungen, die hat andere Probleme) müssen sich halt langsam mal Gedanken machen, wie sie dieses Ebenenproblem in den Griff bekommen mit einem vernünftigen Datenmodell, das einem GIS, wie OSM ja irgendwie eines ist, würdig ist.

keinseier