wenn ich in Freiburg mappe dann kann ich nicht so tun als wäre ich in Rom

Hmm, die Grundregel von OSM lautet doch: “Mappe, das was du vor Ort siehst.”
Wenn ich weiß, dass etwas explizit verboten ist, warum soll ich das nicht taggen Was ist das Problem daran?

Ich sehe das Problem in den Annahmen, die wir Deutschen gerne machen. Also z.B. anzunehmen, dass eine Schnellstraße impliziert, dass man darauf nicht mit dem Fahrrad fahren darf. OSM lebt davon, dass Leute überall dort mappen, wo sie gerade sind, sei es auf Dienstreise, bei Familienbesuchen, Urlauben. Wieso soll sich jeder Mapper einarbeiten, wie was in welchem Ort gehandhabt wird? StreetComplete fragt mich z.B. ob auf einer Straße Fußgänger erlaubt sind. Sehe ich da welche, oder ist ersichtlich, dass das lebensgefährlich wäre, sage ich Ja oder Nein. Wenn ich mir nicht sicher bin, lasse ich das unbeantwortet.

Zu viele Infos schaden nicht und sollte es falsch sein, kann man es schnell fixen. Zu beginn der Maut auf Bundesstraßen wurden z.B. einige Kilometer Bundesstraße als Kraftfahrtstraße beschildert, damit man Mautumgehung verhindert und Maut bekommt. Man konnte trotzdem mit dem Rad da lang fahren. Und nach der Gesetzesänderung hin zu allgemeiner Maut wurde das wieder eine “normale” Bundesstraße. Und damit soll sich jeder beschäftigen?
Meine Antwort: Nein, jeder mappt, was er vor Ort in der Praxis sieht und mehr Infos schaden nicht.