Wenn ich Mapper für OpenStreetMap werbe, dann möchte ich nicht Schuld daran sein, dass sie vermöge des Hauptwerkzeuges in irgendeine Falle laufen können. Eine der viel gestellten Fragen ist es nämlich, was für Nachteile mit dem Mappen verbunden sind. Durch meine Tätigkeit auf dem OSM Stand des Chaos Communication Congress, in Kommunalverwaltungen und anderswo habe ich also schon vielfach Schuld auf mich geladen. Gerade bei einem freien Projekt gehen viele davon aus, dass dort nichts über sie in unfreie Hände gelangt und man sich bezüglich der offiziellen Werkzeuge nicht mit Sicherheitsfragen auseinandersetzen muss. Das gilt umso mehr, wenn man zur freiwilligen Hilfeleistung eingeladen wird.

Bisher nutzt jede Anleitung für OSM wie selbstverständlich beispielsweise Luftbilder, ohne auf die Nachteile hinzuweisen. Wenn ich zukünftig für OSM werbe, muss ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass das nicht nur ein Segen ist. Ich werde dann mit Sicherheit gefragt werden, was das Projekt tut, um die freiwilligen Helfer vor der unvermuteten Weitergabe ihrer Daten zu schützen. Die Bereitschaft, Mapper zu werden oder OSM zu nutzen, wird mit Sicherheit sinken, wenn ich darauf nur eine unbefriedigende Antwort geben kann. Denn dann kann man ja gleich Google nehmen.

IMHO sollte alles Machbare dagegen getan werden, durch die Mithilfe dieser Falle ausgesetzt zu sein. Das Beste wäre, die Zugriffe auf Dritte zu anonymisieren. Das scheint aber mit einem nicht machbaren finanziellen Aufwand verbunden zu sein. Oder ist da jemand anderer Ansicht??

Als zweitbeste Möglichkeit kann man dem User in dem Menü eine Mitteilung machen, in dem er die Kästchen für Drittanbieter aktivieren kann. Dabei hat die Beurteilung, ob Facebook oder Microsoft böser ist, nicht in der Hand von OSM zu liegen.