Warum gibt es so viele Wendeverbote?

Wie @onterof sehe ich hier ein Abbiegeverbot (und auch ein Wendeverbot in Ost-West- und West-Ost-Richtung). Die Markierungen im nördlichen Teil (eckig umrandet) sind ganz anderes als im südlichen (rund umrandet):slight_smile:

@wegavision hat bereits die Vertrauensstufe „Anwärter“ (Level 1), womit die Beschränkung auf ein Bild eigentlich aufgehoben sein sollte. Um die nächste Stufe „Mitglied“ (Level 2) zu erreichen, müsste @wegavision übrigens nur noch einen Like vergeben:

Casting at least 1 like

Siehe: Understanding Discourse Trust Levels

@wegavision Fotos lassen sich übrigens beim Erstellen eines Beitrags ganz einfach per Drag-and-Drop oder über den „Hochladen“-Knopf hinzufügen.

Oder auch ganz einfach über die Zwischenablage einfügen.

alternativ auf dem Smartphone kann man auch einfach das Bild kopieren und dann hier mit “paste” einfügen.

oops, da war ich einen Tick langsamer als @Harald_Hartmann

Ist also doch komplizierter als auch Schilder und Linien zu achten. Werde mich daher auf eindeutige Sachen beschränken, und vorhanden Beschränkungen in Ruhe lassen.

Hier an der nächsten Kreuzung habe ich das eine Wendeverbot eingetragen, das ist klar wg. durchgezogener Linie. Während an der Kreuzung selbst (grün) es keinen Grund für ein Wendeverbot gibt. Man fährt ja selbst auf eine Linksabiegespur, die man dann auch nutzen kann.

Wenn sie nicht existieren Löschen.

Die historie zu der turn restriction schwemme ist das als OSM Quasi Straßenvollständig war entweder TomTom oder Microsoft, kann mich nicht genau erinnern, in einem Talk mal erwähnt hat das OSM am meisten noch die Turn Restrictions fehlen würden.

Daraufhin sind einige mapper wie von der Tarantel gestochen losgezogen und haben überall alles mit turn restrictions zugekleistert. Oft sind die auch durch missverständnis der StVO entstanden, etc.

Ich kämpfe seit Jahren gegen turn restrictions die wirklich Homeopathisch eingesetzt werden sollten, dort wo sie wirklich durch StVO Zeichen angeordnet sind. Also durchgezogene Linien oder Schilder.

Wenn ich dann heute Nachfrage was das soll dann kommt ganz häufig “Das ist ja viel zu gefährlich da zu wenden” oder “Das macht keinen Sinn da zu wenden” - DAS ist aber völlig irrelevant. Wir mappen das was vor Ort wirklich legal ist. Wir dichten nichts dazu, wir lassen nix weg.

Leider sind turn restrictions der häufigste Grund für kaputtes Routing, und sie sind eben nicht so sichtbar das jeder die sieht und entsprechend drüber nachdenkt. Also bleiben die mitunter Jahre unentdeckt. Und sie gehen eben auch leider leicht kaputt.

Ein Beispiel von gestern. Vermutlich seit 15 Jahre eine Kreuzung kaputt. Es gibt vor Ort keine Hinweise auf irgendeine Abbiegebeschränkung. Ich bin da gewesen und hab auch Bilder aber das kommt mir so komisch vor das das vor Ort jemand nochmal strukturiert sich ansehen muss. Mir ist das erst im Nachhinein aufgefallen.

https://www.openstreetmap.org/note/5432893

Und das hier hatte ich mal im Blog - Rot - Route - seit jahren drin - Grün - nachdem die Turn restriction gelöscht war. Da hatte halt jemand eine turn restriction an der Kreuzung links kaputt gebastelt.

Ich würde hier sogar überlegen anstatt das mit Wendeverboten und co zu machen die Auffahrt z.b. als getrennte Fahrbahnen zu führen.

Denn - Es ist auf der Gesamten länge eine durchgezogene linie - D.h. ein Wenden ist auf der ganzen Strecke nicht zulässig.

Und bevor wieder einer kommt “Wenn keine Physische Barriere existiert soll das nicht getrennt gemappt werden” - Falsch - Die Aussage ist - WENN es getrennt ist soll es auch getrennt gemappt werden.

Und das Problem mit dem Getrennt mappen ist ja nur das man ein wechsel der Straßenseite für Fußgänger/Radfahrer verhindert.

Bei z.b. Autobahnauffahrten sind Radfahrer und Fußgänger aber verboten. Und hier gibts auch keine Straßenbegleitenden Rad/Fußwege - Also wäre das hier ein null argument.

Ich würde es getrennt mappen und so 5-10 turn restrictions einfach vermeiden.

Hihi, nicht nur als @Harald_Hartmann

Dass es dafür ein BGH-Urteil brauchte, was schon damals eigentlich vollkommen zweifelsfrei in der StVO stand. … :thinking:

… oder Pfeilmarkierungen (VZ 297)!
Die werden in den Aufzählungen immer wieder vergessen (offensichtlich brauchen doch so manche ein eindeutiges BGH-Urteil!

Kennst du ein Abstandsgebot? Also wie weit davor dürfen die Pfeile sein? Ich hab Kreuzungen bearbeitet da sind nur Pfeile bis da wo sich die Fahrstreifen ausbilden. Dann kommt 100m nichts. Also keinerlei markierungen.

Und dann?

Hier so ein fall wo keinerlei Pfeile da sind. Imho ist das “no_right_turn” nicht gegeben.

  • Es steht aber genau das im Wiki. (“Roads are not to be mapped as dual carriageways […]”)
  • Das übliche Verständnis hier im Forum entspricht auch genau dem im Wiki: Falls keine physische Barriere (oder trennende unbefestigte Fläche) vorhanden ist und das Mappen als einzelner OSM-Weg auch sonst kein Problem darstellt, mappen wir Fahrbahnen auch nur als ein Weg.

Deine Sichtweise ist hier stark auf Router beschränkt. In OSM wollen wir nicht nur das Routen ermöglichen, sondern auch einfach Infrastruktur abbilden. Wenn an einer Stelle nur eine Fahrbahn vorhanden ist, soll nur eine eingetragen sein – hat man halt so festgelegt. Z. B. könnte man mit den Daten dann eine (wenn auch nicht perfekte) Statistik aufstellen, welcher Anteil der Straßen in einer Region eine Fahrbahntrennung hat.

Sofern da auch kein VZ 209-30 steht (das kann ich anhand des Luftbildes nicht sehen): richtig!

ist m.E. sowieso falsch, da es ein solches VZ in Deutschland nicht (mehr) gibt. Ein solches gabe es auf dem Gebiet der damaligen DDR von 1964 bis 1978 (und hingen vielleicht etwas länger), auf dem übrigen Gebiet m.W. gar nie.

Hast Du ein Beispiel?

Ich halte die Formulierung in Anlage 2 StVO, lfd. Nr. 70 für eindeutig:

Die Frage ist also: sind die Pfeile vor Beginn der Fahrsteifen oder zwischen den einzelnen Fahrsteifen.

Mal abgesehen von der Frage, ob man hier lieber gar keine Abbiegebeschränkung eintragen soll: Die verlinkte Relation impliziert ein Wendeverbot. Das war in dem ursprünglichen Post hier auch wahrscheinlich gemeint. Man hätte das vermeiden können, indem man stattdessen eine no_right_turn-Beschränkung benutzt hätte.

ein no_right_turn gibt es in Deutschland nicht! Und ein only_straight_on - wenn korrekt gesetzt - ist ein Wendeverbot.

aber ...

an besagter Stelle gibt es weder ein VZ 209-30 noch VZ 297 und schon mal gar kein Rechtsabbiegeverbot und damit im konkreten Beispiel kein only_straight_on und kein Wendeverbot

wobei es auch viele fehlende Turnrestrictions gibt, die dadurch nicht auffallen im Alltag, weil der kürzere Weg jeweils der ist, wo keine Restriktionen beachtet werden müssen (an Einmündungen mit mehreren Fahrbahnen ist z.B. ganz rechts das Kürzeste wenn man nach rechts will und der Linksabbiegerzweig braucht erst mal kein no-right-turn), aber wenn man eine Verkehrssimulation macht und sich der rechte Zweig füllt dann sollte links die Restriktion da sein (natürlich nur wenn es sie gibt) sonst findet die Software die “unzulässige Abkürzung” die etwas länger ist und das Ergebnis stimmt nicht mehr.

An der Stelle halte ich die no_right_turn aus Datenabnehmersicht schon für grundsätzlich eher sinnvoll. Auch wenn es vielleicht nicht direkt verboten ist, wäre es aus Sicht des Verkehrs schon ziemlich ungünstig, erst an der kreuzung rehts abzubiegen, da man dann den Verkehr hinter einem aufhält und man auch nicht unbedingt mit so einem verspätetem Abbiegen rechnet. Ein Router sollte auch nicht auf die Idee kommen, einen Fahrer in den spitzen Winkel da zu schicken. Und falls jemand die OSM-Daten für Verkehrssimulationen o.ä. benutzt, dann macht es da auch keinen Sinn, Rechtabbieger zu berücksichtigen die den Abbiegestreifen ignorieren.

Klar, wir sollten nur das mappen was on-the-ground gilt, aber aus meiner Datenabnehmersicht ist die Relation da auf alle Fälle eher hilfreich.

drag und drop ist ja ein bisschen was anderes, mir gings ums Handy da gibt es kein drag und drop

Finde ich gerade nicht. Aber ich habe Beispiele wo der letzte Geradeaus-Pfeil noch vor dem Abspalten der Rechtsabbiegespur ist. Da ließe sich also argumentieren das DAS die nächste Kreuzung ist.

Flo

Wir mappen das was da ist - nicht das was wir für günstig oder besser halten. Das ist genau der Grundsatz von OSM.

Ground-Truth - Wir mappen das was JEDER mapper vor Ort validieren und auch sehen kann. “Meinungen” oder “Empfehlungen” kann niemand validieren. Deshalb gibt es die Ground-Truth regel. Das verhindert Diskussionen.

Flo