Es geht nicht darum was “möglich” ist sondern wie die Realität ausschaut.

Vgl. nicht nur den von mir genannten Link sondern auch die englische Seite natural=wood mit dem Beispielbild!

Solche Gebiete wie von Dir genannt, wo Totholz stehen- oder liegenbleibt gibt es viel mehr als gemappt sind. Aber meistens sind sie eher kleinteilig, häufig auch nicht sauber abzugrenzen und sinnvoll zu mappen. So bleibt es meist bei der Entscheidung des Mappers (hoffentlich mit Ortskenntnis!) zu welcher Kategorie er ein größeres Waldstück einordnet. Das sollte man immer dann machen wenn sowieso eine Überarbeitung ansteht. Viele Waldgebiete sind noch sehr schlampig gemappt, wahrscheinlich aus Zeiten wo noch keine genauen Sat-Bilder zur Verfügung standen. Da gibt es Arbeit genug.

Die meisten natural=wood Wälder die ich gemappt sehe, sind übrigens zugewachsene Wiesen oder Äcker deren Nutzung nicht mehr lohnend war, also “junge Urwälder”, oder kleine Einzelwaldstücke im Feld, die häufig Erbengemeinschaften gehören die gar nicht wissen dass sie Waldbesitzer sind und an ihren Waldgrundstücken auch nix machen. Das wird von den Mappern in aller Regel schon korrekt gesehen und kategorisiert! Mit fruchtloser Prinzipienreiterei und Extrempositionen verunsichert man die nur.

Ich habe den Eindruck, dass der “Urwald-Fundamentalisten” Forststreit aus den 90’ern irgendwie auf die deutsche OSM-Szene noch ausstrahlt. In diesem Streit gab es keine Lösung; wir werden auch hier keine finden! Außer den pragmatischen Ansatz mit dem man in anderen Ländern doch auch kein Problem hat…