Absolut richtig.
Optisch vorherrschend ist (für mich) aber auf den “gepflegten” Flächen der Magerrasen. Ob der später verbuschen würde oder nicht ist da zunächst nicht von Belang - das täten die meisten Kulturflächen auch. Fachlich wird daher gerne von “naturnah” gesprochen, was in OSM zwischen natural und landuse verortet werden müsste und auch für die meisten der sogenannten Ausgleichsflächen zuträfe.
Von der Nutzung her wäre auch meadow richtig, aber da gilt deine Aussage in #13 (“Die Unterscheidung per landuse oder natural als natürlich oder nicht taugt in Mitteleuropa nicht.”). Allerdings ist die Schafbeweidung heutzutage eher landschaftspflegerischer Natur und weniger aus echtem Nutzungswillen entstehend, damit die Fläche natürlich (sic!, siehe https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/grasland/naturnahe-kalk-trockenrasen-und-deren-verbuschungsstadien-festuco-brometalia/ ) bleibt :wink:
Ein subtag wie grassland=juniper dazu, wie vorgeschlagen, wäre wahrscheinlich die eleganteste Lösung.

Vor einigen Jahren habe ich auch diverse dieser Flächen mit natural=grassland und landuse=meadow (wegen der seltenen Beweidung) gleichzeitig erfasst (weil beides stimmt). In den Fällen gab es auf den Hängen aber keine Wacholder, sondern nur vereinzelt Kiefern :-/

Nebenbei: Ob OSM aber wirklich für derartige fachliche Kartierungen geeignet ist, kann man sich überlegen, wenn man sich zum Beispiel die Verteilung von natural=grassland und grassland=steppe anschaut ( https://taginfo.openstreetmap.org/tags/grassland=steppe#map ).