Hallo zusammen,
ich bin kein Mapper, nutze OSM aber seit Jahren und möchte ein Projekt vorstellen, das ohne die OSM-Infrastruktur nicht ginge: POLIZEIKARTE sammelt die öffentlichen Pressemeldungen deutscher Polizeibehörden und stellt sie auf einer Karte dar. Derzeit rund 76.800 Vorfälle aus 294 Städten in allen 16 Bundesländern, aus 95 Quellen (Presseportal, Landesportale, seit kurzem auch die Bundespolizei für Bahnhöfe). Jede Meldung verlinkt auf ihr Original. Nicht-kommerziell, ohne Verbindung zu einer Behörde, Freizeitprojekt neben dem Job.
Technik: Die Karte läuft auf MapLibre GL JS mit Kacheln von OpenFreeMap (Positron). Die Geokodierung macht Nominatim — Straßenname plus Stadt, keine Hausnummern, eine Anfrage pro Sekunde, eigener Cache, User-Agent mit Kontaktadresse. So sind rund 60.000 Meldungen verortet, 43.000 davon straßengenau; der Rest liegt auf Stadtteil- oder Stadtebene, und die Karte sagt das auch. Stadtumrisse kommen aus den VG250 des BKG, amtliche Vergleichsebenen aus dem Unfallatlas der Statistischen Ämter und der Kriminalstatistik des BKA. Attribution steht in der Karte und auf der Methodikseite, die auch erklärt, was die Daten nicht können: Die Zahl der Meldungen zeigt die Pressearbeit einer Behörde, nicht die Lage.
Nicht überrascht sein, wenn eine Straße daneben liegt — Ortsangaben in Pressemeldungen sind Fließtext, und gleichnamige Orte waren mein häufigster Fehler (Neustadt, Herzberg, Fürth bei Landshut statt Fürth).
Zwei Fragen an euch:
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Straßengeokodierung ohne Hausnummer: Ich schicke Nominatim „Straße, Stadtteil, Stadt" und nehme den nächsten Treffer zum Stadtmittelpunkt. Gibt es einen besseren Weg, Mehrdeutigkeiten zu vermeiden — strukturierte Abfrage, viewbox, oder eher Overpass/Photon für diesen Fall?
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Stadtgrenzen: Ich habe die amtlichen VG250 genommen, weil Lizenz und Gebietsstand eindeutig sind. Spricht aus eurer Sicht etwas dafür, stattdessen die OSM-Grenzen (admin_level 6/8) zu verwenden — etwa Aktualität oder Konsistenz mit den Kacheln?
Danke fürs Lesen, Kritik willkommen.
