Um tertiarys geht es nicht. Dass tertiary derzeit zweckentfremdet wird (u. a. weil man so auf der Karte derzeit wunderschön eine Straße hervorheben kann) ist, denke ich, uns beiden klar. Daraus resultieren dann auch manche Empfehlungen insb. auf den dt. Wikiseiten. Bsp.: “Vorfahrtsberechtigte Durchgangsstraßen, die lediglich ein Stadtviertel oder ein Wohngebiet erschließen, sind ein typischer Fall für highway=tertiary”. http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Germany_roads_tagging#Durchgangsstra.C3.9Fen

Nein, ich habe nie davon gesprochen, dass die Software zwischen innerorts und außerorts entscheiden muss, allenfalls soll sie maxspeed auswerten. Sie soll nur eine ordentliche Bewertung der Straßentypen vornehmen, was darauf hinausläuft, dass ein gewisser Umweg über höherwertige Straßen als “besser” angesehen wird. Und wenn die Verkehrsplanung nicht total an den Anforderungen und Transitachsen vorbei gelaufen ist, funktioniert das m. E. auch.

Die einzig fatale Relation scheint mir von der B 87 aus SW zur B 91 nach N bzw. B 176 nach NW zu sein, wo die Software zumindest PKW ggf. durch die Innenstadt schicken würde, falls man z. B. die Merseburger Straße als unclassified taggt. 2,1 km vs. 9,5 km ist schon ein deutlicher Unterschied … Allerdings sollte man die Verkehrsplaner und Lokalpolitiker auch schlagen, falls das gerade die meistgenutzte Transitachse wäre.

Im Zweifel müsste man es einfach mal testen, wenn ein gescheiter Router auf OSM-Basis existiert. Und notfalls muss man eben in solchen speziellen Fällen davon absehen, unclassified zu verwenden. Man “darf” ja auch Kreisstraßen als secondary oder Staatsstraßen als tertiary taggen, falls das mal notwendig sein sollte.