Da ich zu diesem Thema keine Diskussion gefunden habe, möchte ich hier auf die Problematik hinweisen und zu diesem Thema Eure Meinung kennenlernen.
Immer wieder stoße ich auf Flächen (landuse, buildings, etc.), die mit Linien (meistens Wege aber auch railway, pipeline, waterway) verklebt sind. Wenn ich nach einer Tour ganz unschuldig nur einen Wegpunkt ändern möchte, verschiebe ich bei verklebten Linien- und Flächenpunkten gleich mehrere Dinge, was nicht besonders schlimm, aber oft unnötig und manchmal sogar falsch ist. Komplizierter wird duch diese Praxis aber das Ändern der verklebten Gebäuden oder Flächennutzungen, ohne ein Multipolygon zu erschaffen, dass durch eine einfache Fläche besser dargestellt wird.
Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund, Flächen und Linien miteinander zu verkleben. Und schon garnicht verschiedene Linien miteinander. Wenn es Lininen gibt, die z.B. gleichzeitig einen Weg, eine Grenze und eine nicht mehr genutzte Eisenbahnlinie darstellen, dann sollten diese Attribute auch in der gleichen Linie enthalten sein.
Mir persönlich würden in diesem Fall aber dicht nebeneinander liegende Linien besser gefallen.
Alles in den gleichen Knoten/Punkten zu verkleben finde ich nicht gut und verursacht zumindest mir einen größeren Aufwand bei der Änderung und Aktuallisierung von Daten in OSM - Ja, mit dem iD-Editor, der aber nicht so schlecht ist, wie man so hört und liest.
Das ist je nach Fall nicht immer sinnvoll. Muss man im Einzelfall entscheiden. Bei Grenzen ist es aber üblich, die als eigene Linie zu haben und nicht zum Beispiel mit einer Straße zu teilen.
wenn die Linien an derselben Stelle liegen sollen dann sollten sie auch gemeinsame nodes verwenden und nicht ein paar millimeter daneben liegen, das wäre ein Topologiefehler
Wir nutzen Luftbilder oder GPS.Tracks, die im besten Fall einen Meter genau sind. Millimeter sind da ein Witz! Topologiefehler? Def.: Ein Topologiefehler beschreibt in der Regel einen Verstoß gegen geometrische Regeln in Geoinformationssystemen (GIS) oder einen Verbindungsfehler in Kommunikations- und Automatisierungsnetzwerken. Typische Beispiele sind überlappende Polygone, Lücken in Straßennetzen oder nicht verbundene Netzwerkknoten.
das oben sind Beispiele, der Topologiefehler hier sind gleiche Linien die nicht als gleiche Linien abgebildet sind.
Es gibt unterschiedliche Arten von Genauigkeit, die absolute Lage ist eine davon, die relative Lage z.B. ein anderes. Wenn ein Wanderwegweiser auf der linken Wegseite steht und auf der rechten Wegseite gemappt ist, sollte man das mMn fixen, auch wenn es absolut vielleicht nur wenige Meter sind und der Weg an sich insgesamt weniger genau liegt als der Unterschied. Oder wenn ein barrier=bollard 20cm neben dem highway liegt dann sieht man das im Rendering nicht und es ist auch absolut nur eine sehr geringe Differenz, trotzdem ist das ein Topologiefehler den wir fixen.
ich habe schon öfter gesehen dass jemand minimale Lücken zwischen Flächen gemappt hat, obwohl sie eigentlich direkt aneinander grenzen, und davon rate ich ab. Z.B. wenn ein Platz bis ans Gebäude reicht sollte man das m.E. auch so mappen und keine winzige Lücke oder gar Überlappung lassen, wie es teilweise noch vorkommt. Auch gibt es oft gemeinsame Grenzen von landuse und building (wenn der Straßenraum bis ans Gebäude reicht). Bei der Frage lineare ways die ein breiteres Objekt repräsentieren (z.B. highways, railways, waterways) stimme ich dir zu dass man angrenzende Flächen nicht verbinden sollte.
Sehe ich auch so. Man sollte Dinge so mappen, wie es in der Realität ist. Reicht das Gebäude bis an den Marktplatz, dann sollte das auch in OSM so abgebildet sein. Ist eine Grenze als “folgt dem Fluss” definiert, dann sollte auch unsere Flussmittellinie identisch mit der Grenze sein. Das muss natürlich nicht so sein. Wenn die Grenze unabhängig definiert ist, aber im Fluss liegt, dann sollte sie auch in OSM unabhängig sein.
Gleiches auch bei Straßen. In der Regel ist die Grenze hier fest anhand von Koordinaten definiert und wandert nicht nach rechts/links nur weil die rechte/linke Gemeinde eine die Straße in seine Richtung verbreitert. Ergo separate Grenzlinie.
Also - Das thema ist Diskutiert und IIRC hatte die DWG da auch ein “Machtwort” gesprochen. Das kann aber schon 10 jahre her sein. Wird nicht gemacht. Wird aber auch nicht großflächig augeräumt. Nur wenn man da eh zugange ist.
Ich habe da Fehlerauswertungen je nach Bundesland für - Hier für NRW - Andere Bundesländer oben auf “Back to database list”:
Das problem stammt aus dem im GIS Bereich eher unüblichen “mixed” mode. Bei OSM haben linien keine Breite. D.h. egal was du markierst - Es ist die mitte - Die mitte des Weges, die mitte des Flußes, die mitte des Fußwege.
Die Flächen reichen aber nunmal nur bis eben zum rand des Flußes, Weges, Straße.
D.h. es ist immer ein topologiefehler wenn man Linienobjekte und Flächen bei OSM verbindet.
Das zweite Thema ist das thema Nachbarbeitung. Flächen und Linien verkleben macht es extrem schwer das nachzubearbeiten. Das ist auch so wenn man “Artfremde” Flächen Verbindet. Das mache ich auch nicht - Ist aber nicht Konsensfähig.
Was meine ich: Landuse + Amenity z.b. D.h. den Parkplatz mit dem Landuse verkleben oder so zeugs. Ich trenne strikt “klassen” von Objekten und versuche so wenig wie möglich zu verkleben. Das thema ist dann das gerne dann mal landuses auf Buildings, oder building tags auf Parking oder der Fußgängerzone landen. Wenn man verklebte Objekte selektiert ist es immer eine Frage des sorgfalt des Mappers ob das gut geht.
Was ist denn artfremd? Was ist das für eine Logik, dass ich Wiese und Feld verbinden “darf” aber den Marktplatz nicht mit dem Gebäude? Wenn da in der Realität keine Lücke ist, dann ist es doch genau ein Topologiefehler in OSM eine Lücke zu erfassen.
Mit artfremd können unterschiedliche OSM-Klassen wie landuse und amenity gemeint sein.
Solche Flächen würde ich da verkleben, wo sie auch OTG aneinander stoßen wie z.B. ein Parkplatz und eine Wiese. Wenn der Parkplatz größer wird, wird automatisch auch die Wiese kleiner.
es gibt ja auch noch andere Linienobjekte, z.B. barrier=fence/wall/retaining_wall etc., oder natural=cliff, da gibt es durchaus Situationen wo die Linie mit einer Fläche verbunden werden sollte
Ich hatte da mal eine Serie begonnen mit OSM Antipatterns - das würde da auch rein gehören.
Wenn du einen Parkplatz von einem Supermarkt mappst. Dann gehört der entweder komplett zu einem landuse=retail/commercial oder eben nicht. Das nur eine kleine Spitze raus guckt ist ja quatsch. Entweder gehört der Parkplatz zum ALDI oder nicht.
Deshalb mache ich sowas ganz explizit - D.h. der Parkplatz liegt innerhalb des landuses und wird auch nicht mit diesem “verklebt” so das es eben absolut eindeutig ist wozu der gehört (Was nicht sichtbar ist wenn man das verklebt).
Und den verklebe ich auch nicht mit dem Gebäude des ALDIs. Wenn man das verklebt wird es schwieriger das Gebäude upzudaten. Entrances des Gebäudes liegen mit einem mal auch auf dem outline des Parkplatzes - zu was gehört jetzt der Entrance? Zum Parkplatz oder zum Gebäude?
Also lieber nicht verkleben und das explizit machen. Es gibt keine notwendigkeit sowas zu verkleben.
Wo ich verbinde sind eigentlich nur landuse/natural die für mich exklusiv sind. Entweder es ist ein landuse=residential oder ein landuse=retail oder natural=scrub - es kann nicht beides sein - Das wäre IMHO ein semantischer Fehler.
Noch einmal weise ich darauf hin, dass die aufgenommenen Daten sehr ungenau sein können, auch die Luftbilder lassen kein millimetergenaues mapping zu. Und man sollte eben auch immer an Änderungen denken. Nichts ist in Stein gemeißelt.
Überlappungen und Mehrfachbenennungen von landuse sind ein weiteres Thema. Ich stimme Dir aber grundsätzlich zu.
Auf der Suche nach etwas passendem bin ich auf das hier gestoßen:
“Daher: im Zweifelsfalle lieber etwas zu klein als zu großflächig. Und auf keinen Fall Flächen mit Wegen verkleben - das ist so etwas wie der Maximalsündenfall.”
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Warum darf ein amenity=school und amenity= kindergarten nicht innerhalb eines landuse=residential liegen oder an diesen unmittelbar angrenzen? Oder noch schlimmer: auch gar nicht innerhalb eines landuse=education?
Warum darf ein Parkplatz nicht unmittelbar an der Außengrenze eines landuse=retail liegen, als auf dem landuse, aber mit gemeinsamer Außengrenze? Was liegt denn dazwischen? Vielleicht noch ein 20cm schmaler Streifen landuse=grass?
Darf ein amenity=biergarten nicht innerhalb eines landuse=residential liegen oder anliegen? Warum?