Böse gesagt, wäre das auch im manchem Fall nicht die schlechteste Lösung gewesen.:lol:
Das Tool sehe ich weniger wenige als Problem, als z.B. die Datenpflege selbst. Es wird immer abstrakter und komplizierter. Ein Editor lässt sich schnell umschreiben und Anwenderfreundlich gestalten. Ein Datensbestand voller komplizierter Abstrakte nicht. Das ist immer eine Gratwanderung. Auf der einen Seite die Nerds, die bestimmt auf ihrem Gebiet ganz toll sind. Die haben aber öfter einen kapitalen Bug. Nämlich das sie vieles im laufe der Zeit voraussetzen, was der Anwender in der Praxis aber oftmals eben nicht oder nicht gleich blickt. Gerne wird dann auch der aussichtslose Versuch unternommen, die Leute mal eben umzuerziehen. Ich nehme mich da nicht aus, passiert mir auf meinem Spezialgebiet genauso. Aber 90% legen nunmal intuitiv los, ohne eine Readme zu lesen. Später bin ich dazu übergegangen wirklich saueinfache Installer mit Wise und später Shield zu klöppeln, mit Lesezwang. Probleme gab es noch immer. Muss man mit leben. Kann eben nicht jeder alles. Ich kann dir einen ICE 1 zu 1 mit sämtlichen Details in 3D klöppeln, kann dir aber ohne irgendwo abgucken zu müssen, nichtmal ein simples Perl Script backen. Andere lesen 2 Zeilen Code und haben die ganze Scriptsprache geblick. Auf der anderen Seite die Anwender die auf ein vermeintliches Mitmachprojekt für alle, wie eben OSM stoßen. Mit viel lokalem Wissen, was für die Karte wertvoll ist, aber null Erfahrung in der Verabeitung mitbringen. Das haben wir ja hier. Für den einen ist JOSM ein Buch mit sieben Siegeln, ich brauchte 5 Minuten und fühlte mich zuhause. Die Darstellung und Handhabung ist der einiger mir lange bekannten Editoren ähnlich, von daher war es quasi ein Heimspiel. Da gibts dann immer Konflikte. Dem einen sind intuitive Sachen einfach zu gagga, oder er verzichtet aus Faulheit auf Anwenderfreundliche aber programmiertechnisch aufwendigere Lösungen, bzw. verliert den “DAU” aus dem Auge. Der “DAU” steht dann wie der Ochs vorm Berg und kann mit seinem Wissen nix anfangen. Optimal wäre es, wenn man auch für ihn eine Möglichkeit zum mitmachen schaft. Aber das mindesteste sollte immer ein guter Kompromis sein. Der Programmierer sollte nicht alles vorkauen müssen, der DAU aber auch nicht durch elendig lange Manuals abgeschreckt werden. Mal als Beispiel eine Abbiegerestriction. Optimal wäre es einfach den betroffenen Weg zu markieren. Im Preset wird dann einfach auf das passende Bildchen zm realen Schild geklick, fertig ist die Laube. Ich komme von hier, will nach da, es steht ein Schild was mir dorthin verbietet. In der Praxis muss ich dazu aber erstmal einiges lernen. Dinge die einen Durschschnittsanwender eigentlich null interessieren. Manchmal kommen da auch völlig unlogische Dinge bei heraus, die man zuvor aber erstmal in Erfahrung gebracht haben muss. Barrier impliziert z.B. generell erstmal access=no, also für alles komplett dicht. Der Weg dahinter müsste normalerweise für alles freigegeben werden. Das gilt für jeden beschissenen Poller. Der Poller sagt in der Realität aber erstmal garnichts. Steht da kein Schild, kann alles vorbei was genug Platz oder einen Schlüssel hat.
Liegen zwei Linien schon übereinander, reicht ein Klick in die Kreuzung, beide verbunden. Liegen zwei Nodes nur einen Millimeter beieeinander, Auswahl um beide und “M”/Werkzeuge ->Knotenpunkte vereinigen und schon verbunden. Ist viel Luft dazwischen. Weg an der letzten Node weiterzeichnen und an den anderen anknüpfen/ drüberziehen Kreuzung (siehe oben) herstellen und überstehende Node löschen/ Node am durchgeheneden Weg hinzufügen, andere Node heranziehen und mit “M” verbinden (siehe oben). Alles 0,5 Sekunden Arbeitsschritte. In der Zeit schafst du im Browser gerade mal auf Edit zu klicken. Das dauert mir im Potlatch alles viel zu lange. Ich habe das Klicktempo eines E-Gamers. Wartezeiten sind boring. Auch helfen die Presets bzw. die History der eigegebenen Werte und Schlüssel ungemein. Das musst du in Potlatch immer und immer wieder neu eingeben. In JOSM kann man Schlüssel und Werte entweder gleich per Copy und Paste mitnehmen, Referenzobjekt markieren → Strg+C → Zielobjekt markieren → Strg+Shift+V , oder kürzt über Auto vervollständigen ab. Beispiel für ein Feld. Objekt markieren → Alt+B → “l” → tab → f → Enter und fertig. Die nötigen Buchstaben variieren natürlich je nach Umfang der im File geladenen Werte, da alphabetisch durchgegangen wird. Mit Übung reicht da ein Viertel Auge zur Kontrolle.