Jein. Die Straße und die angrenzende Landnutzungsfläche sollen sich die Nodes teilen, bis eine vernünftige Lösung existiert.
Zum Proposal http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Talk:Proposed_features/Street_area
Dieser Vorschlag sollte meiner Meinung nach umgehend gelöscht werden.
Wohl mit besten Absichten erstellt, schadet er durch die ungenügende Ausarbeitung dem Projekt. Ich kritisiere:
[…] Bisherige vorgehensweise wird also ergänzt. […]
Das sollte eigentlich so sein. Es gibt aber zum Beispiel bereits im deutschsprachigen Raum eine starke Gruppe vandalisierender “Fans” dieses Vorschlags, welche das nicht als mögliche Ergänzung sieht und
[…] Das vorgehen kann nur für Bereiche wo Luftbilder in “very high, ultra high, super hight” Auflösung vorhanden sind. […]
vollkommen ignoriert, in der Hoffnung das dieser Vorschlag irgendwann angenommen wird ganze Landstriche verwüstet und was weiß ich wieviel Mannjahre Arbeit zerstört. Weiter dürfen verfügbare hohe Auflösungen nicht der alleinige Entscheidungsgrund für diese Art des Mappings sein. Wichtige ist, dass gewährleistet ist, dass die verfügbaren Luftbilder soweit entzerrt sind, dass ein Nachzeichnen die tatsächliche Form des Polygons berücksichtig. Gerenderte verzerrte Segmente unterschiedlicher Breiten werden die ohnehin geringe Akzeptanz der OSM-basierten Karten weiter senken und den Anbietern kommerzieller Karten- und Routingdiensten in die Hände spielen.
[…] Die allgemeine Vorgehensweise bei der Berechnung der Straßenflächen ist die Darstellung der Straßenmittelachsen mit einer Breite die entsprechend der Straßenkategorie in verschiedenen Renderer unterschiedlich angenommen wird. […]
Was wohl daran liegt, daß die Möglichkeit die exakte Straßenbreite anzugeben nur sehr selten genutzt wird. Die nur seltene Angabe der Breite führt dazu, dass die Renderer nicht angepasst werden, darauf folgt dass niemand taggt, … Henne-Ei-Problem. Die nur geringe allgemeine Nutzung des Width-Tags lässt auch auf eine weitgehende Belanglosigkeit schließen, wenn der Straßentyp genau spezifiziert ist.
[…] Da Straßenbreiten varieeren, kann eine solche globale Annahme unmöglich exakt die Realität abbilden […]
Die Realität exakt abbilden kann aber auch dieser Vorschlag nicht, insbesondere dann wenn das Mapping auf nicht vollständig entzerrten Luftbildern niedriger Auflösung beruht. Auch GPS ist keine Lösung. Weder stehen Referenzstationen und Empfänger für Differential Global Positioning System weltweit flächendeckend zur Verfügung, noch kann das präzise verschlüsselte Signal, welches für die militärische Nutzung vorgesehen ist mangels Kryptovariable und Empfänger verwendet werden. Das Rendern wird dann nicht mehr einheitlich sein und Mapper aus Gegenden ohne hochauflösende Luftbilder werden dann eben niedrigauflösende verwenden. Das es auch Staaten der Zweiten und Dritten Welt gibt wird vollständig ausgeblendet und ich befürchte eine starke Fragmentierung.
[…] Straßen- und Brückenflächen werden als Areas nach dem gezeigten Muster gezeichnet. Natürlich ist dies nur dort möglich, wo excellentes Luftbild vorliegt. […]
Das Problem wird sein, dass es gerade auch möglich sein wird so zu zeichnen, auch wenn kein exzellentes Luftbild vorliegt und dann auch gemacht wird.
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Proposed_features/area:highway schlägt übrigens in die selbe Richtung ist aber ein paar Tage älter. Weshalb hier nochmals ein ähnlicher Vorschlag gemacht wurde, anstatt sich an der Diskussion für das Original zu beteilgen, weiß ich nicht. Günstiger für Anhänger und Gegner des Straßen-als-Fläche-Mappens wäre aber sicher die Beteiligung am Original gewesen.
PS. Jetzt könnt ihr über mich herfallen…