im Landkreis Cloppenburg, in dem ich hauptsächlich aktiv bin, wurde in diesem Jahr das bestehende Radknotennetz deutlich erweitert – auf etwa 380 Knotenpunkte und ein Wegegenetz von ca. 1.500 km Länge. Gleichzeitig wurden einige Themenrouten angepasst oder aufgegeben.
Die Aktualisierung dieser Daten in OSM hinkt jedoch deutlich hinterher. Der Landkreis, mit dem ich in Kontakt stehe, hat ein großes Interesse daran, dass das überarbeitete Netz auch in OSM abgebildet wird. Aufgrund der Größe des Netzes ist eine vollständige Befahrung aller Routen und die spätere Übertragung der Ergebnisse jedoch sehr aufwendig.
Laut Aussage meiner Ansprechpartnerin beim Landkreis ist die Beschilderung des Wegenetzes bereits abgeschlossen. Zudem soll ein extra eingestellter Radwegewart künftig für die Pflege der Beschilderung sorgen. Um die Übernahme in OSM zu unterstützen, hat der Landkreis Cloppenburg mir das gesamte Wegenetz als .geojson-Datei zur Verfügung gestellt.
Bisherige Arbeit in OSM: In den letzten Tagen habe ich bereits einzelne Routen manuell in OSM übertragen – und zwar mit JOSM, ohne direkte Übernahme von Wegen. Stattdessen habe ich Stück für Stück die passenden Wegsegmente (teilw. auch Radwege) in JOSM ausgewählt und der Relation hinzugefügt.
Vorhandene Routen werden, soweit möglich, „gerettet“, angepasst oder aufgeteilt.
Nach dem Einfügen habe ich einige Abschnitte persönlich mit dem Rad abgefahren und festgestellt, dass der Planungsstand weitgehend umgesetzt wurde.
Nächste Schritte & Rückfrage an die Community Bevor ich mit der großflächigeren (weiterhin manuellen) Übertragung beginne, hat mir @GerdP nahegelegt, mich an die Import-Richtlinien zu halten und die Community einzubinden.
Daher meine Fragen:
Wie bewerte ihr mein geplantes Vorgehen?
Was muss noch erledigt werden?
Die formale Freigabe (gemäß ODbL, siehe Import/Getting_permission) werde ich einholen – hier bin ich zuversichtlich.
Eine Wikiseite, in der du dein Vorgehen beschreibst sollte schon sein. Die Datenfreigabe muss ebenfalls dokumentiert in die Wikiseite rein.
Damit ich es verstehe:
Du generierst oder änderst also nur Relationen, du erfasst dabei keine Geometrien neu und änderst keine?
Was machst Du, wenn dein geoJSON von der Lage her nicht zu in OSM vorhandenen Objekten passt? Benutzt Du dann das geoJSON nur als Info “so ungefähr hier lang” (fände ich gut), oder verschiebst Du auch OSM-Ways auf die geoJSON-Position (das fände ich kritisch)?
Zur Transparenz solltest Du auch sagen, ob du dafür bezahlt wirst oder nicht.
Viel Spaß und schön, dass du das Wegenetz verbesserst. Und danke an den Landkreis!
Aus Erfahrung mit Behörden bei Radwegweisung. Was die in ihren Plänen stehen haben, entspricht nicht unbedingt der Realität, weil die Realität vor Ort dann doch abweicht.
Von den 80 Themenrouten, die ich abgefahren bin, war nur eine korrekt im hessischen Landesroutenplaner erfasst.
Es macht einen Unterschied, ob die Kommunen beschildern oder der Landkreis, wenn im Landkreis der Ansprechpartner ist.
z.B. Hessen Mobil hat auch nicht schlecht gestaunt, dass in Realität ganz etwas anderes beschildert wurde, als im 14 Tage alten Bericht der ausführenden Kommune stand.
Dann ist eine weitere Frage nicht geklärt. Aus irgendeinem Grund ist die Abbaufreude der Beschilderung aufgegebener Radrouten stark unterschiedlich ausgeprägt. Also wie wird mit dem Datenbestand umgegangen, der ja, wenn man sich auf die Behörden verlässt, angeblich gelöscht werden müsste.
Wie offiziell ist die Ansprechpartnerin? Es gibt hier in der Gegend ein paar Importe, wo das ganze gar nicht so offiziell war, wie es denn ersten Anschein hatte.
Langer Rede kurzer Sinn, eine ungeprüfte Übernahme halte ich für kritisch.
Meine Erfahrungen mit dem neuen Netz bisher: Zwei Knotenpunkte waren im Vergleich zun den Karten an den Knotenpunkten mit falschen Nummern beschildert (am KP selbst und an den Wegweisern in der Nähe). Das war dem LK Cloppenburg bereits bekannt und zumindest an einer Stelle wurde auch schon korrigiert, andere habe ich noch nicht wieder angefahren.
Generell wurden wohl meist die bereits vorhandenen Wegweiser vom Grundnetz aktualisiert, also Einschieber für Knotenpunkte ergänzt und solche für aufgegebene Themenrouten entfernt.
Manche Streckenverläufe wurden aber auch geändert, und zumindest dort sollte man schon genau schauen, ob die Beschilderung da auch passt.
Ich könnte mit der Idee leben, das Jens die Routen zunächst so erfasst, wie es in den Planungsdaten drin steht, wenn die Quelle entsprechend angegeben ist. Problematisch sind halt die Routen, bei denen evtl. mit den Rollen forward/backward gearbeitet werden muss. Die Planungsdaten, so wie ich sie kenne, geben das nicht her, sprich, es wird auch bei komplizierten Kreuzungen nur eine Strecke in der Mitte der Straße angedeutet.
Ich selbst habe die Planungsdaten bisher nur genutzt, um meine Erkundungsrouten zu planen und mir Marker im Navi zu setzen, so dass ich möglichst nicht an Stellen vorbeiradel, wo laut Plan ein Schild stehen sollte.
Wenn dein Plan weiterhin ist, die manuell zu machen, ist es aus meiner Sicht kein Import. Du solltest aber die Erlaubnis etc. entsprechend dokumentieren.
Ich gehe davon aus, wenn man das manuell erfasst, dass man das dann entsprechend korrekt einträgt. Quasi genauso wie es ein Mapper machen würde, der einen GPX-Track der Strecke aufgezeichnet hätte.
Der Plan ist weiterhin bei einem rein manuellem Übertragen der Routenverläufe / Knotenpunkte und Wegweiser zu bleiben. Anderes wäre auch gar nicht möglich, da die Routen in den .geojson nicht exakt deckungsgleich mit den bereits vorhandenen Wegen in OSM sind. Im Screenshot stammt z.B. der pinke Linienzug aus der .geojson - mit Versatz daneben verläuft der Weg in OSM, den ich dann in die Rad-Relation aufnehme - ohne den OSM-Verlauf zu verändern.
Wegweiser hingegen platziere ich hingegen als Node entsprechend der Lage lt. .geojson. Sollte sich hierbei Widesprüche ergeben, so prüfe ich dann gegenüber den LGLN Luftbildern und korrigiere u.U. dann den Straßenverlauf in OSM - Quelle hierfür sind dann aber primär die Luftbilder, die seit 2025 hier in Niedersachsen zur Nutzung in OSM freigegeben sind.
Mit dem formalen Einholen der Nutzungserlaubnis der Radwegedaten werde ich mich dann in der kommenden Woche beschäftigen.
hier ist es tatsächlich so, dass der Landkreis CLP sich die Verbesserung des Radwegenetzes auf die Fahne geschrieben hat. Unterstützt durch ein Planungsbüro wurde das Wegenetz überarbeitet und die Bauhöfe der Kommunen haben auf dieser Basis die Beschilderung und das Pfostenaufstellen vorgenommen. Die offizielle Eröffnung des neuen Wegenetzes fand am 14.06.2026 im Rahmen einer Sternfahrt statt.
Die Umsetzung der Beschilderung wurde durch Befahrungen des Planungsbüros begleitet, so dass dem LK CLP / Planungsbüro bekannt ist, wo etvtl. noch etwas nicht ganz dem Planungsstand entspricht.
Zukünftig soll sich dann ein Radwegewart um die Streckenkontrolle und Instandhaltung des Wegenetzes kümmern (siehe Radwegewart → Bewerbungsfrist: 30.08.2026).
Insofern dürfte das Wegenetz ziemlich gut in Schuss gehalten werden.
Auch das Zurückbauens von Hinweisschildern zu aufgegebenen Routen klappt hier soweit gut, in der Karte des Planungsbüros werden auch etwaig zu entfernende Wegweiser geführt und nachverfolgt. Abweichungen können per Mail dem LK gemeldet werden,
Die Ansprechpartnerin mit der ich in Kontakt stehe ist im LK CLP direkt mit dem Radwegeleitsystem betraut.