Moin,
sowohl tracktype als auch surface und smoothness haben ihre Daseinsberechtigung. Sie sind zwar nicht komplett unabhaengig voneinander, beschreiben aber den Weg aus einem anderen Blickwinkel:
tracktype gibt im Prinzip an, wie gut ein Weg ausgebaut ist. grade1 ist dabei die hoechste Ausbaustufe (asphaltierter oder vergleichbar befestigter Weg) waehrend grade5 das andere Ende darstellt (Fahrspuren die gerade noch so als Weg zu bezeichnen sind). Auf welche Art dieser Ausbauzustand erreicht wird, und wie sich so ein Weg nutzen laesst, ist dabei erstmal zweitrangig.
surface beschreibt das Oberflaechmaterial des Weges. Sicherlich sind nicht alle Materialen fuer einen Weg mit tracktype=grade1 geeignet. Davon abgesehen sin die tags aber ziemlich unabhaengig voneinander.
smoothness beschreibt, mit welchen Fahrzeugen ein Weg nutzbar ist. Das ist zwar mit dem Ausbauzustand recht verwand, nimmt aber mehr Ruecksicht auf den aktuellen Zustand des Weges.
Ansonsten muss man bei den Feldwegen beruecksichtigen, dass in einer felsigen Berglandschaft die Wegkategorien einfach anders sind als in einer moorigen Tiefebene. Da kann man einfach nicht mit den gleichen Kategorien arbeiten. So ist z.B. im Norden der Republik das Kriterium “geschottert” unbrauchbar. Reine Schotterwege gibt es hier fast gar nicht (im Promille Bereich vielleicht). Ansonsten gibt es einen fliessenden Uebergang beim Mischungsverhaeltnis von Sand und Steinen bei der Wegbefestigung.
Fuer meine Region (norddeutsche Tiefebene) passt folgendes Schema recht gut:
grade1 : vollstaendig asphaltiert oder vergleichbar befestigt (z.B. gepflastert, Betonplatten)
grade2 : nicht asphaltiert aber sehr guter Zustand (vergleichbar Parkwegen in der Stadt)
grade3 : spuerbar schlechterer Zustand als grade2 oder aber Grasbewuchs in der Mitte
grade4 : signifikant schlechterer Zustand aber imernoch klar als Weg erkennbar
grade5 : kaum noch als Weg erkennbar, eher als Fahrspuren im Boden zu bezeichnen
Ein Besonderheit ist fuer mich der tracktype=grade1. Jeder, der sich als Kartennutzer fuer diese Kennzeichnung interessiert, will sicherlich auch eine Mindestnutzbarkeit daraus ableiten. Insofern macht keinen Sinn, einen von der Anlage her befestigten Weg als grade1 einzutragen, wenn der aktuelle Zustand so schlecht ist, dass eine typische Nutzung nicht moeglich ist. Mir sind hier z.B. Betonplattenwege untergekommen, die inzwischen sehr stark von Sand bedeckt und von Pflanzen zugewuchert waren, so dass man kaum noch erkennen konnte, dass da unter noch Betonplatten sind. Sowas als grade1 zu bezeichnen, waere doch ziemlich daneben.
Und als letztes gibt es noch den Problemfall, wo nicht die gesammte Oberflaeche des Weges befestigt ist sondern nur zwei Streifen fuer die Raeder. Auch solche Wege trage ich nicht als grade1 ein, da sie nicht sogenutzt werden koennen, wie typische grade1 Wege (z.B. durch Inlineskater). Das ergibt dann z.b. ein tracktype=grade2 mit surface=concrete.
Gruss
Torsten