Ad grade3: “Befestigter Feldweg mit Gras in der Mitte”. Also gibt es keine Waldwege mit grade3? In manchen auch größeren Bereichen im Wald wächst kein Gras, weder auf dem Weg noch daneben. Die Abwesenheit von Gras liefert in diesen Bereichen also gar keine Aussage über die Beschaffenheit eines vorhandenen Weges. Nimmt man Gras und Feld weg, bleibt die schon sehr unscharfe Definition “Typischer befestigter Weg”. (Typisch für… meine Gegend?)
Ad grade5: “Reine Fahrspur ohne jede Befestigung”. Es gibt hier Waldwege ohne eine erkennbare Befestigung, die also danach grade5 wären. Sie sind aber recht eben mit relativ hartem Boden (durch normalen PKW befahrbar). Dagegen ist grade4 schon ein “weicher Weg”, mit Befestigung an kritischen Stellen. Der Befestigungsgrad steht hier also in umgekehrtem Verhältnis zur Befahrbarkeit – was meiner Meinung nach schon recht unerwartet ist. Im Wiki steht übrigends bei grade2 - grade5: Unbefestigter Weg.
Nach allem, was bisher in diesem Thread geschrieben wurde, ist die Interpretation/Verwendung von grade1 und grade2 wohl recht klar und einheitlich. Bezogen auf Waldwege trifft dies auf grade3-grade5 meiner Meinung nach nicht mehr zu.
Die Einzige Möglichkeit, welche ich sehe, ist, die Bedeutung lokal zu machen. Wie “typisch” eine Befestigung ist, kann ich nur bezogen auf meine Gegend entscheiden. Damit wäre dann auch noch grade3 (aber eben nur lokal) relativ klar (als “typisch” befestigt). Die restlichen Wege könnte ich dann nach Bauchgefühl auf grade4 und grade5 aufteilen. Aber ist eine solche lokale Auslegung gewollt?