Ja, solche Wege find ich auch angenehm… :wink:

Das ist aber auch ein Problem. Vieles benutzt man einfach und ist sich garnicht bewusst, dass andere es vielleicht intuitiv ganz anders benutzen. Das kommt wenn man tief genug ins Detail geht, eigentlich überall finden.

Beispiel highway=residential. Eigentlich klar, eine Straße im Wohngebiet. Aber im Detail kann die sehr unterschiedlich aussehen:

  • Einspurig, nicht asphaltiert und ohne Gehwege
  • Zweispurig, asphaltiert mit Gehwegen rechts und links
  • Einspurig, Kopfsteinpflaster, mit einem Gehweg rechts

Beispiel highway=unclassified. Für mich ist das eine Straße außerhalb von Wohngebieten, die zwischen tertiary und track liegt. Also zweispurig, aber vielleicht ohne Mittelstreifen. Für jemand anders kann es aber genausogut einspurig sein und durch ein Industriegebiet verlaufen.

Das kann man natürlich endlos weiterführen. Der Punkt ist, man weiß eigentlich nicht wie die Straße aussieht. Obwohl man vielleicht intuitiv die nicht asphaltierte Straße z.B. als track eingetragen hätte, muss das ein anderer nicht genauso sehen. Und wenn man sich sagt ‘eine Wohnstraße hat standardmäßig bestimmt einen Gehweg’, muss das nicht unbedingt tatsächlich zutreffen.

Gut, so wirklich schlimm ist das nicht. Die Daten sind trotzdem noch nützlich. Trotzdem sollte man darauf hinarbeiten, die Tags so genau wie möglich zu definieren, was allerdings gerade bei sowas wie den highway-Tags, die recht viel zusammenfassen, fast unmöglich ist. Wenn man also solche Details wissen möchte, dann sollte man sie wohl eher seperat eintragen. Allerdings muss sowas wie width, surface, smoothness, footway, etc. dann aber auch anständig definiert sein.

Naja, OSM ist eben ein weites Feld… :wink: