Es gibt zwar Zip-Programme, die eine JAR-Datei entpacken können, aber trotzdem ist es noch lange nicht das gleiche wie ein ZIP-Format. Das sind völlig verschiedene Dateiformate, völlig andere Inhaltscodierungen, und zwar unabhängig von der Dateiendung.

Wenn man eine JAR-Datei entpackt, den Inhalt verändert, als ZIP neu verpackt, nach JAR umbenennt und dann wieder als JAR-Datei verwenden will, ist das, als würde man einem Engländer ein englisches Buch wegnehmen, sich den Inhalt merken, ein paar Dinge ändern, alles auf deutsch wieder aufschreiben, den Aufdruck “deutsch” nach “englisch” ändern und das Buch dem Engländer zurückgeben. Der sieht zwar das richtige Etikett “englisch” und der Inhalt ist auch eigentlich OK, aber entschlüsseln kann er ihn nicht (es sei denn er könnte zufällig deutsch).

Um eine JAR-Datei richtig zu packen, braucht man das Java Development Kit (JDK), das man sich kostenlos herunterladen kann. Da gibt es dann ein Programm namens “jar” für die Kommandozeile, das solche JAR-Dateien erstellt, z.B. werden mit dem Befehl

jar cf MyJar.jar Class1.class Class2.class

die Dateien Class1.class und Class2.class in eine JAR-Datei namens MyJar.jar verpackt. (c = erzeuge JAR-Datei, f = Name der JAR-Datei)

Für weitere Informationen findet man im Netz eine Menge Dokumentation zum “Java Archive” Format.