Übrigens gehöre ich selbst ja zu der Fraktion, die eher dafür argumentiert, auf explizites maxspeed verzichten zu können wenn klar ist dass die Geschwindigkeitsbegrenzung implizt ist.
Allerdings sehe ich ein dass man das frühestens dann so praktizieren kann, wenn man an einem Punkt angelangt ist, bei denen man OSM Routern zutrauen kann, mit nicht-expliziten Geschwindigkeitsbegrenzungen (also maxspeed:type, source:maxspeed, …) überhaupt etwas anfangen zu können. Das ist momentan überhaupt nicht der Fall. Soweit ich weiß, gibt es keine Datennutzer, die irgendwas mit diesen impliziten Limits anfangen können. Insofern ist das momentan eine reine Metainformation für Mapper.

Es gibt nichtmal QA Tools, die etwa Diskrepanzen zwischen den eingetragenen ex- und impliziten Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen.

Dabei wäre hier der erste Schritt.

Beziehungsweise, der eigentliche erste Schritt wäre überhaupt in machinenlesbarer und für alle zugänglicher Form zu dokumentieren, welche impliziten Geschwindigkeitsbegrenzungen es überhaupt gibt, wie diese zu taggen und wie zu interpretieren sind. Eine gemeinsame Datenbasis zu haben.
Aus diesem Grund habe ich neulich mal diese Seite hier angefangen https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Default_speed_limits - zwischenzeitlich aber die Motivation verloren. Mache ich eventuell bald mal wieder weiter.