Hallo zusammen,
ich bin der Schuldige im Sinne der Anklage 
Ersteinmal sorry für das “forsche” Vorgehen bei der Deklassifizierung, kann auch gerne die Änderungssätze rückgängig machen und verstehe die Kritik, werde das nächste mal erst hier nachhorchen.
Nichtsdestotrotz will ich nochmal versuchen mein Vorgehen hier zu verteidigen:
Wer genau schaut sieht, es geht nicht um die Klassifizierung in Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen geht, sondern um die Verbindungsfunktion der jeweiligen Straßenzüge.
Das Straßennetz wird anhand der Verbindungsfunktionsstufen (Synonym für die Nutzung) und der zu verknüpften Raumeinheiten klassifiziert.
(Quelle: Erläuterung zur Klassifizierung des übergeordneten Straßennetzes von Berlin: https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/verkehrsplanung/strassen-und-kfz-verkehr/uebergeordnetes-strassennetz/)
Für Autos beispielsweise ist die Schloßstraße und Rheinstraße in jede Richtung auch nur noch einspurig. Die Straße ist in erster Linie Einkaufsmeile und erfüllt nicht mehr den Zweck einer wie im Wiki für “secondary” beschriebenen “mehrspurige[n] Durchgangsstraße, die auch dem überegionalen Durchgangsverkehr [dient]”.
Die Verbindungsfunktion nach Schöneberg im Sinne der Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) erfüllt die parallel laufende A113, auch um Anwohner:innen vor Lärm des Durchgangsverkehrs zu schützen.
Die Grunewaldstraße ist nicht seit neuestem sondern schon seit langem als “secondary” eingestuft (siehe: https://osm.mapki.com/history/way/225442114). Ihre Verbindungsfunktion von Steglitz nach Dahlem wird auch durch keine andere Straße erfüllt, auch wenn ihr Ausbau an dieser Stelle dem des Straßenzuges Schloßstraße ↔ Hauptstraße untertrifft.
tl;dr: Ich halte - insbesondere nach dem Rückbau vieler Berliner Straßen - eine Neuklassifizierung nach den offiziellen Daten des Senats für sinvoll, vor allem da diese nicht den zu Recht kritisierten Faktor “Baulastträger” berücksichtigt, sondern die raumplanerische RIN.
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