Ich versuchs mal. Straßenbegleitende Fußwege werden in der Regel nicht separat gemappt (sondern mit sidewalk=* an den Straßen-Way getaggt). So ist das erfasste Straßennetz uneingeschränkt auch fürs Fußgänger-Routing verwendbar, und dass Fußgänger nicht mitten auf der Straße gehen, wissen sie selbst. Funktioniert hervorragend.
Hier hat man den Versuch unternommen, alle straßenbegleitenden Bürgersteige separat als Fußwege einzumappen, und sich eingebildet, dadurch würde das Fußgänger-Routing verbessert (oder überhaupt erst ermöglicht). Das sollte sogar ein Vorzeigeprojekt für die SotM werden.
Aber erstens hat man die Arbeit nicht vollständig gemacht, viele Fußwege enden blind, daher wird da nicht langgeroutet. Und zweitens geht beim separaten Mapping generell die Information verloren, dass ein Fußgänger jederzeit die Straße überqueren kann, um auf die andere Seite zu gelangen, weshalb ein Router dann für eine nötige Straßenquerung immer mindestens bis zur nächsten Kreuzung geht (wo eine Querungsmöglichkeit eingemappt ist).
Kannst du hier nachlesen: https://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=66029
Wir haben den Projektverantwortlichen die mit Separatmapping verbundenen Probleme nahezulegen versucht, aber sie wollten mit dem Kopf durch die Wand. Jetzt stehen wir im fraglichen Gebiet vor einer fußgängertechnisch ziemlich nutzlosen Karte und denken uns, das beste wäre, das alles wieder wegzuschmeißen 
–ks