Solarzellen auf dem Dach als Fläche

Moin!
Wie gehe ich damit um, wenn die Teile auf dem Dach den Grundriss des Gebäudes überlappen?
Das ist ja durchaus wahrscheinlich.
Laut engl. wiki Tag:generator:method=photovoltaic - OpenStreetMap Wiki
kann man die auch als Knoten erfassen: “Small rooftop generators (e.g. on individual houses) may be drawn as nodes.”
Dieser Hinweis fehlt im deutschen Wiki. Warum?
DE:Tag:generator:method=photovoltaic - OpenStreetMap Wiki

Ist es wirklich gewollt, die Umrisse der einzelnen Panels einzuzeichnen?

Punkt oder Fläche, je nach gewünschtem Detailgrad.

Und: Nicht als Attribut ans Gebäude hängen: Photovoltaik-Anlage auf Dach separat mappen

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Es gab anscheinend mal eine maproulette challenge, bei der aus Knoten dann Umrisse wurden.
Die wurden dann munter nach verzerrten Luftbildern eingetragen.
Ich sehe aber auch bei guten Luftbildern keine Chance, die Umrisse sinnvoll einzutragen. Die Teile stehen ja nun man meist schräg oder auf schrägen Dächern oder beides. Die eingezeichnete Fläche ist also irgendwas realitätsfernes.

Dann sind auch Dächer / Vordächer irgendetwas realitätsfernes, bei denen keine Chance besteht, die Umrisse sinnvoll einzutragen? die haben schließlich auch Neigungen zwischen 1 und 80°

Und was ist dann mit (Wander-)Wegen mit Steigungen? Da unterscheiden sich die realen Weglängen dann auch von den in die Ebene projezierten Längen. :thinking:

Bei einem Dach würde ich erwarten, das die Fläche erfasst wird, die bei senkrecht stehender Sonne beschattet wird. Wie wäre das bei Solarpanels? Da würde mich eher die beleuchtete (wirksame) Fläche interessieren.

Warum würdest du das bei Dächern denn erwarten? Ein Handwerker (Dachdecker) würde vermutlich eher die reale Fläche interessieren.

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OK, ist also Ansichtssache. Falls also die Panel als Fläche erfasst werden, dann sollte das also genauso wie bei Dächern gemacht werden?

Die Gesamtfläche kannst du ausrechnen mittels roof:angle am Gebäude, oder tilt am generator.

Na ja, da diese zu 99,9% über Luftbilder erfasst werden, dürfte alles andere als die senkrecht von oben sichtbare Fläche zu mappen schwierig sein.

Es hat bereits eine Diskussion (hier) dazu gegeben, in der auf das MaStR verwiesen wurde, das eine präzise Auflistung aller Anlagen in Deutschland enthält. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass die wesentlich unzuverlässigere Erfassung in OSM für Auswertungen sinnvoll herangezogen werden kann.

Im Wiki für power=generator steht daher auch

Eine Diskussion im OSM Forum legt nahe, keine große Energie für das Erfassen von Solaranlagen aufzuwenden, da die verfügbaren Informationen on-the-ground/Luftbild sehr ungenau sind. Ganz im Gegensatz dazu erfasst die Bundesnetzagentur per Gesetz alle Anlagen in Deutschland extrem detailliert.

Die präzise Erfassung von Anlagen auf geneigten Dächern wird dabei nicht nur durch die Schräglage behindert, auch eine Aussage über die Leistung wird immer mit ?? behaftet sein, da der Wirkungsgrad der Paneele im Normalfall nicht bekannt ist.

Ich beschränke mich daher bei der Erfassung von Kleinanlagen (Privathäuser, kleine Geschäftsgebäude) auf das Setzen eines nodes, da die Erfassung der Fläche auf Grund des vorhergesagten keinen zuverlässigen Mehrwert bringt.

Lediglich große Anlagen (so in Richtung von 1 MW Gesamtleistung) auf Hallen (Industrie, Landwirtschaft) mappe ich als Fläche, und zwar getrennt von den Dachflächen (separate Objekte). Da bei solchen Anlagen häufig mehrere Gebäude betroffen sind, fasse ich die Einzelanlagen dann in einer Relation als power=plant zusammen.

Die Leistungsdaten dieser Anlagen können übrigens dem MaStR entnommen werden, da dieses für die Nutzung in OSM freigegeben ist. Siehe auch Marktstammdatenregister.

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In der Kartografie kann man grundsätzlich nur die auf die Erdoberfläche senkrecht projizierten Flächen abbilden.
Das gilt auch für Solarpanels auf Dächern.
Zusätzliche Daten wie tatsächliche Fläche oder Neigung muss man in Tags unterbringen.
Das gilt analog zu den normalen Dächern, wo ja auch nicht die tatsächliche Fläche als Geometrie eingetragen wird, selbst wenn der Dachdecker natürlich diese für seine Dachziegel wissen will.

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Im deutschen Wiki fehlen bekanntlich viele Informationen, die im englischen vorhanden sind. Es steht aber auf der Wikiseite zu power=generator:

Anlagen können wahlweise als Fläche (bezogen auf die Grundfläche der Anlage) eingezeichnet werden oder als Punkt.

in Berlin z.B. schwankt der Sonnenstand am Mittag wohl zwischen 14 und 61 Grad. Das ist schon eine ziemliche Spanne. (ich habe die Zeit der Zeitzone genommen und nicht die wahre Ortszeit, sollte aber für die Größenordnung keinen großen Unterschied machen)

Ich schließe hier mal die Frage an, ob (bei größeren Anlagen besonders relevant) die Wechselrichter-Leistung (Netto) oder die (maximale) Modul-Leistung (Brutto) angegeben werden sollte? Hab irgendwo auch schon MWp d.h. Modul peak Leistung gesehen, obwohl mMn die Netto-Leistung relevanter wäre. Problem ist, dass das nicht unbedingt proportional zur Fläche ist.

Laut wikiseite power=generator ist es die Nennleistung:

Einmal unter Merkmale:

generator:output:= Nominal/maximal Leistung

Einmal bei den MaStR Daten:

generator:output:* Nennleistung

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In den technischen Daten ist die Leistung als kWp/MWp aufgeführt, die die Anlage maximal abgeben darf. Wenn die PV-Module abzüglich Wandelverlust mehr liefern würden, wird bis zur Maximalleistung abgeregelt. Ob dieser Zustand überhaupt erreicht wird, hängt von Ausrichtung, Abschattung, Alterung der Module und natürlich vom Wetter ab.
So gesehen ist die Peak-Angabe bereits ein hypothetischer Nettowert.

Klar, peak-Leistung bezieht nur rein auf die Module.

Die Frage kam daher, weil in den offiziellen Daten (bei Überbelegung) die WR-Leistung als Nettonenneleistung angegeben wird. Daher kommen vmtl. auch die MWp / kWp, wenn das einfach von dort kopiert wurde.

Diese Diskussion passt wirklich nicht hierhin, mir ging es nur um die Frage, ob Solaranlagen auf Dächern bevorzugt trotz der genannten Schwierigkeiten als Fläche gemalt erfasst werden sollen anstatt als Knoten, so wie es das deutsche Wiki nahe legt.
Vielleicht störe ich mich an den Flächen so sehr, weil in meiner Gegend die Luftbilder lange sehr schlecht waren und daher jetzt diese Flächen gerne “frei in der Gegend hängen” , wenn ich die Lage der Gebäude nach ALKIS korrigiere. Ich werde aber dennoch versuchen, auch die PV-Flächen sinnvoll zu korrigieren.

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