Ich würde eindeutig sac_scale den Vorzug geben, nicht nur das dies in OSM weiter verbreitet ist, es ist auch in der Praxis die bessere Einteilung. Mit der DAV Skala kann ich mich gar nicht anfreunden. Ich habe mal die Kriterien für die beiden Skalen genauer durchgelesen und verglichen: Was noch halbwegs einander zuzuordnen ist, ist DAV Blau, was entweder sac_scale T1 oder eventuell leichtes T2 sein kann. Hier weiß man das der Weg in jedem Fall leicht ist. Danach ist es nicht mehr vergleichbar: Rot nach DAV kann T2/T3 oder manchmal auch T4 sein. Schwarz kann aber auch T3/T4/T5/T6 oder manchmal sogar T2 sein, denn das Kriterium für schwarz ist die Absturzgefahr bzw. die Ausgesetztheit des Weges. Die eigentliche technische Schwierigkeit des Weges spielt dabei gar keine Rolle. Der Weg kann also leicht sein, aber wenn er sehr ausgesetzt ist, ist er trotzdem schwarz. Daher kann sogar ein T2 Weg schwarz sein. In die SAC Skala fließen viel mehr Faktoren ein und es geht stärker um die rein technische Schwierigkeit des Weges (in Verbindung mit der benötigten alpinen Vorerfahrung), als die Ausgesetztheit des Weges (die allerdings zum Teil auch ein Kriterium ist, z. B. darf ein T1 Weg keinesfalls ausgesetzt sein). Für mich lautet daher das Fazit: Die DAV Skala ist unbrauchbar, sac_scale hat eine erheblich bessere Einteilung der Schwierigkeit des Weges. Problematisch sehe ich in OSM eher das sac_scale meist falsch verwendet wird (meist zu hoch angesetzt).
Gruß
unixasket