Ich bräuchte mal die Hilfe eines Komoot Verwenders. Ein Grundstückbesitzer möchte nicht, dass über sein Privatgrundstück gefahren wird. Details siehe Note: 5350220 | OpenStreetMap
Ich würde zunächst mal die beiden von Westen zuführenden Wege noch auf vehicle=private setzen, so, wie Du es mit der Zufahrt von Westen bereits gemacht hast - natürlich nur, falls die beiden Wege auch so beschildert sind. Anschließend alle Hinweise schließen, da damit von OSM-Seite alles getan ist.
Vor Jahren hatte ich Komoot darauf hingewiesen, dass sie offensichtlich vehicle=agricultural/destination im Fahrradrouting ignorieren. Ob ich damals auch vehicle=private erwähnte, weiß ich nicht mehr. Sie hatten sich für den Hinweis bedankt, mehr war nicht passiert.
Solche Wege über das Hofgelände sind allerdings grenzwertig. Diese Verbindungen sind nicht im Geoportal, vielerorts werden solche Abschnitte, bei denen man den Anwohnern quasi über ihr Privatgrundstück am Wohnzimmerfenster vorbeiläuft, mit access=private getagged, auch ohne explizite Beschilderung vor Ort. Halte ich in solchen Fällen auch für angemessen. Das würde das Routing-Problem lösen
Damit hat sich @tof99 auch ausgiebig beschäftigt.
Grenzwertig nicht. Sie müssen halt mit den richtigen access Tags versehen werden. Gibt ja auch genug Höfe, wo man etwas kaufen kann. Bei Soltau gibt es einen Hof, da darf man zwar nicht mit dem KFZ durch, es geht aber ein Wanderweg über den Hof. An anderer Stelle musste die Stadt extra einen neuen Weg anlegen, weil der Hofeigentümer nicht mehr die Wander- und Radrouten über sein Hof haben wollte (und vermutlich ein Wegerecht erloschen ist).
Um deine konkrete Frage zu beantworten. Ich denke, dass vehicle=private nicht ausreicht, um das Radfahren hier zu verhindern. Das ist kein grundsätzliches Problem von Komoot, auch andere Applikationen routen hier entlang. Hier ist die Route in Bikerouter. bikerouter.de
Die in OSM integrierten Router GraphHopper und OSRM verhalten sich bezüglich vehicle=private korrekt. Valhalla dagegen wie Komoot und Bikerouter
Eine pragmatische Lösung wäre, den Weg Way: 1271492293 | OpenStreetMap mit access=private zu taggen.
Eins muss dir an dieser Stelle natürlich bewusst sein, wenn du access=private taggst, mappst du für den Router. Genau das ist bei den dogmatischen Mappern allerdings verpönt.
Wenn du das heute machst, kannst du das spätestens morgen mit dem obigen Link mit Bikerouter überprüfen. Komoot macht seine Kartenupdates in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Am Wochenende wäre das Problem in Komoot dann gelöst.
Wobei man mit access=private auch Fußgänger aussperrt.
Und genau das ist der Grund, warum im angeführten Beispiel mit Start und Ziel bikerouter.de über den Hof routet: Das Schieben kostet weniger Zeit als der Umweg.
Ein etwas anderer Endpunkt und schon wird um den Hof herum geroutet:
Komoot routet jedoch auch dann über den Hof.
Eben. Ich denke, hier sollten die Router nachgebessert werden. Ich finde ein Routing über entsprechend gesperrte Strecken nur akzeptabel, wenn dort ausgewiesene Radrouten entlang laufen.
OK, stimmt, dann werde ich da noch mal genau schauen, wie lang der Weg ist, der mit Schildern gesperrt ist. Bin seinerzeit aus Richtung Ost über die Felder gekommen und habe keine Verbotsschilder registriert.
Das ist leider immer wieder das problem - Komoot hat einen eigenen User mit dem sie sowas eintragen. Leider nicht mit den Arbeitsprinzipien von OSM.
Wir dokumentieren nur was da ist. Also wenn da kein Zaun oder Schild ist → Können wir zwar eintragen - hilft aber nix - nach den Ground truth prinzipien entfernt der nächste mapper das wieder.
Defakto ist es auch schwierig so auf dem Land wirklich das betreten komplett zu verbieten. Es gibt halt das Recht des betretens der Freien Natur.
Und wenn wir das z.b. als service/driveway mappen dann schickt OSM da keinen durch - Damit ist das nicht mehr unser problem - oder - wir können da wenig machen wenn da jemand durchfährt.
Ein vehicle=private und co ist halt ziemlich prohibitiv kaputt. Damit darf formal auch der Briefträger oder Postbote da nicht rein. Das muss den leuten dann klar sein das das auch kaputt geht.
Und vehicle=private ist ja “Befahren verboten” - “Durchfahrt verboten” wäre “vehicle=destination” das ist weniger kaputt. Also am besten hinfahren - Schilder Fotografieren und auch im exakten wortlaut als note:access hinterlassen.
Hier sieht man dann so effekte des Overblockings - Der Pin ist immer die Addresse und die linie geht zum Punkt zu dem der jeweilige Nutzer gerouted wird. Wenn man da massiv mit access restrictions um sich wirft endet dann die linie auch mal auf der Autobahn oder auf der anderen seite vom Kanal. An der Stelle bekommt man dann ein “Sie haben das Ziel erreicht” - Manchmal ist es immerhin in Sichtweite des wirklichen Ziels - Aber manchmal wird man auch völlig an die falsche Stelle geleitet.
https://osm.zz.de/dbview/?db=addresses-ni&layer=routeable#52.83129,8.67062,13z
Flo
Sehe ich auch so. *=private sollte nicht bedeuten, dass man da sein Radl schieben darf. Das ist nur bei *=no der Fall.
Die Karte zeigt zwei Probleme:
- Manche Zufahrten sind als hw=track erfasst
- Viele Zufahrten fehlen. In einigen Gebieten wird das auch so bleiben, weil die Zufahrten hinter Toren im Wald liegen und man nur raten könnte, wo sie langführen.
Ich sehe nicht, wo da was kaputt sein sollte. Ein herkömmlicher Router würde einem sagen: “Ihr Ziel befindet sich in einem beschränkten Bereich”. Er routet dich hin aber nicht durch. Ja, ein Router könnte die Frage weg lassen bei destination und nur bei private fragen. Die Post könnte auch einen speziellen Router definieren und auch bei private nicht fragen, weil der Postbote wohl hin darf. Dito die Müllabfuhr, der Pizza-Bote,…
Ein Touren-Router könnte auch Fragen, ob das ein richtiges Zwischenziel ist oder nur ein Stützpunkt.
Hin - Siehe Fehlerkarte - Das ist der nächstgelegene punkt den du noch befahren darfst.
Das ist genau der Punkt.
Werden die Schilder ignoriert, oder gibt es gar keine? Hat er eine Schranke oder ein Tor oder ähnliches angebracht? Ist das Grundstück eingefriedet?
das sieht man am tag foot wo man schieben darf
Siehe verlinkte Diskussion zum Hinweis
Das gilt aber nur im Bereich der StVO, nicht auf Privatgrund.