Diese Methode hat allerdinx einen kleinen Nachteil hinsichtlich der Pflegbarkeit der Daten, weil bei Bearbeitungen dieser Eigenschaft immer zwei Tags geändert werden müssen. Vielleicht denkt da nicht jeder dran.

Fallbeispiel: Eine Straße, die du heute wie angegeben taggst, wird in zwei Jahren kreuzungsfrei ausgebaut und man darf dort 70 fahren (etwa wie hier: https://www.openstreetmap.org/way/154338794)). Ein noch unbekannter Kollege ändert das maxspeed auf 70, bemerkt aber nicht, dass da auch ein source:maxspeed getaggt ist¹. Deshalb bleibt da das DE:urban dran. Fünf Jahre später kommt die generelle Absenkung der Ortsgeschwindigkeit auf 40 km/h – und wir haben bei einer mechanischen Änderung aller DE:urban ein Problem, weil unklar ist, welche der beiden jetzt widersprüchlichen Angaben falsch ist.

Schröbest du aber heute einfach ein zone:traffic=DE:urban und sonst nichts dran, gäbe es keine Zweifel. In zwei Jahren steht maxspeed=70 dran und überschreibt den Defaultwert von 50, in sieben Jahren steht unverändert maxspeed=70 dran und überschreibt nun den Defaultwert von 40. Es gäbe keine Widersprüche.

–ks

¹ Deshalb fände ich es sinnvoller, maxspeed:source statt source:maxspeed zu taggen. Stünde näher dran, da wäre höchstens noch ein maxspeed:hgv dazwischen oder so.