Hallo,
ich möchte eine Fläche erfassen, welche aus drei Teilflächen, einer Wiese und zwei randlichen Waldflächen, besteht. Die Gesamtfläche soll einen Namen tragen. Die aktuelle Darstellung des Standard-Renderers entspricht meinen Vorstellungen:
Das Problem ist, dass die Erfassung nicht sauber ist, weil die beiden Waldflächen auf der Gesamtfläche (Wiese) eingezeichnet wurden.
Die saubere Lösung wäre m. E., die Gesamtfläche als Multipolygon zu definieren, in dem die Waldflächen als innere Flächen definiert sind. Im konkreten Fall liegen die Waldflächen aber randlich, was nach meinem Verständnis für Multipolygone nicht zulässig ist.
Gibt es eine saubere Lösung für das Problem bzw. falls nein, wie wäre der bevorzugte Workaround?
Viele Grüße
fir99
die Wiese kann man als landuse=meadow eintragen, die Waldflächen als natural=wood oder landuse=forest. Für den Namen braucht man ein eigenes Objekt, je nachdem was es ist gibt es dafür entweder spezifische tags, oder man könnte z.B. place=locality verwenden.
Der “Weltwald Freising” ist ein Arboretum, quasi ein ausschließlich aus Gehölzen bestehender botanischer Garten, hier nach Herkunftsregionen und Verwandtschaftsgruppen geordnet. Die Beschriftung entspricht dem, was offiziell kommuniziert wird und Besucher erwarten:
Das “Salicetum” ist, wie das benachbarte “Rosaceum” und “Südwesteuropa”, ein Teilbereich (im Fachjargon wohl “Revier” genannt), welcher sich vom südlichen Weg bis zur noch südlicheren Grenze des Arboretums erstreckt. Nur wenn die Beschriftung zentriert im Teilbereich liegt, ist für den Betrachter ersichtlich, wo die Grenzen des Teilbereichs sind.
Zum “Salicetum” gehören die als Waldfläche und als Wiese dargestellten Bereiche, womit gärtnerisch wohl dargestellt werden soll, dass Weiden natürlicherweise am Übergang von Wald zu offenen Flächen (Gewässer, Wiesen) vorkommen.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Namen würde ich durchaus bejahren.
Allerdings sind das Namen von Pfalzquartieren (nach Eigendarstellung), nicht der Wälder als solche.
Insofern müsste das Tagging grundlegend geändert werden, auf die Gefahr hin, dass die Namen nicht mehr gerendert werden.
Zudem scheint es keine trennscharfe Abgrenzung der einzelnen Quartiere innerhalb einer Region zu geben, eine punktförmige Erfassung wäre wahrscheinlich besser.
Vor Ort werden wahrscheinlich Schilder, Informationstafeln für die einzelnen Quartiere aufgestellt sein. Diese kann man Mappen und die werden auch auf der Standardkarte gerendert
Danke für den Vorschlag, ein möglicher Workaround. Als Nachteil sehe ich, dass die Beschriftung mit diesem Tag ggf. anders dargestellt wird als bei benannten Flächen. Der Standard-Renderer beschriftet Waldflächen kursiv und Lokalitäten in Normalschrift. Optimal wäre, wenn wie im Screenshot “Salicetum”, “Rosaceum” und “Südwesteuropa” gleich beschriftet werden würden.
Die Quartiere (im Beispiel “Salicetum”, “Rosaceum” und “Südwesteuropa”) werden durch die Feld-/Waldwege scharf begrenzt. Nur die innerhalb des Quartiers “Südwesteuropa” genannten Baumarten “Buchen”, “Linden” und “Ulmen” kann ich keinem Bereich zuordnen (bzw. ich weiß auch nicht, auf welche Quelle sich diese Benennung stützt).
Die aktuelle Darstellung der Quartiere in OSM entspricht recht gut der offiziell kommunizierten Aufteilung, siehe
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Da habe ich meine Zweifel:
Wie grenzen sich die Amur-Region und Korea zu Zentral-China ab, Kanada und Alaska zu Rocky Mountains, Pazifikküste Nord und Süd usw. Ich glaube eher, dass eine Abgrenzung entlang der Wege in manchen Fällen stimmen kann, in anderen Fällen aber eben auch eine willkürliche Annahme ist.
Gut möglich, dass es die damaligen Erfasser einfach nicht besser wussten. Aber user @Stefano_1973 ist noch aktiv (leider aktuell nicht im Forum), lade ihn doch bitte hier zur Diskussion ein.
An den Bank-Namen nach dem Muster: “Baumart”-Bank ( z.B. Knoten: "Erlen"-Bank (5810451637) | OpenStreetMap) bestehen auch Zweifel. Lt. Website sind die Bänke bestimmten Baumarten gewidmet, es befindet sich ein Schild mit einem Gedicht zu dieser Baumart darauf und sie stehen in der Nähe eines solchen Baumes. Aber: ja, man könnte die Bank auf Grund des Gedichtes auch so nennen, denkbar wäre es.
Wenn man place=locality verwenden würde, könnte man dies auch bei den Wäldern tun und das dann auch als Pois. Da aber place=locality ein breit verwendetes Tag ist, hauptsächlich für Flur- und Gewannnamen, würde ich in diesem Fall dann immer etwas zusätzliches wie locality=* dranhängen, um dies unterscheidbar zu halten.
Auf keinem Fall sollte jedoch das Tagging so erfolgen, dass eine Anzeige der Namen in der Standardkarte “erzwungen” wird. Das widerspricht den Prinzipen von OSM. Dann lieber eine Spezialkarte basteln, die aus korrekt erfassten Daten das anzeigt, was gewünscht ist.
In den Karten des Arboretums sind die geographischen Großräume farblich hinterlegt, daraus lassen sich deren genaue Grenzen ablesen. Die Großräume sind weiter in naturräumliche Einheiten unterteilt. Die Grenzen der geographischen Großräume sind in der OSM-Karte nicht getaggt, was ich aber auch für entbehrlich halte, weil sich die Zugehörigkeit aus der naturräumlichen Einheiten erschließen lässt.
In der Karte im Flyer des Arboretums sind auch die Bänke mit ihrem Namen verzeichnet. Eine Orientierung mit der OSM-Karte dürfte für den Besucher umso einfacher sein, desto näher sie sich an die Karte des Flyers anlehnt. Mit dem jetzigen Stand finde ich das schon sehr gelungen.
Wegen der einen etwas widerspenstigen Teilfläche “Salicetum” die restlichen Teilflächen anzupassen halte ich für über das Ziel hinausgeschossen.
Gemeint ist dasselbe, eine Bank gewidmet einer Baumart. Der Bezug zwischen Bank und Baumart wird durch die angebrachte Tafel mit einem Gedicht hergestellt, welches Bezug auf die Baumart nimmt. Auch auf der Website wird die Bank z. B. als “Birnen-Bank” bezeichnet.
Unter welcher Lizenz ist die Karte denn lizensiert?
Die beste Orientierung hat der Besucher, wenn OSM die Realität vor Ort widerspiegelt. Idealerweise tut das der Flyer auch, aber ob er das tut, wissen wir nicht.
Zur eigentlichen Sache:
Man könnte die Ränder der Wiese und der Waldstücke selbst in Teilstücke zerlegen und die Flächen so zu Multipolygonen machen. Dann nimmt man die außenliegenden Wege und fügt diese in ein Multipolygon zusammen. Das ist die sauberste Lösung, erfordert aber 4 Multipolygone.
Die einfache Lösung ist eine neue Linie, die der jetzigen Begrenzung entspricht (diese dann auf die Wiese reduziert). Am Rand gibt es dann zwei sich überlappende Linien, die in aller Regel auch nicht mehr getrennt werden.
@fir99 Ich habe mir die Webseite angesehen und sofort ein Problem festgestellt: Das erste Bild auf Aufbau und Übersicht | Weltwald Freising
ist für Besucher nicht gut nutzbar. Es lässt sich nicht vergrößern, und selbst im neuen Tab ist die Bildqualität so schlecht, dass die Inhalte kaum lesbar sind. Besser wäre es, wenn ein Klick auf das Bild automatisch eine hochauflösende Version in einem neuen Tab öffnen würde.
Alternativ könnte man auch die PDF öffnen und diese Karte direkt anzeigen.
Grüße
Mal so ganz blöd in die Runde gefragt: Wir haben für Tiere entsprechend attraction=animal. Würde etwas dagegen sprechen, ein Arboretum, als “Ausstellung verschiedener Vegetationen mit Erklärung” mit tourism=arboretum und einzelne Flächen als attraction=arboretum (bzw. pinetum für Nadelbäume, fruticetum für Sträucher,…) zu taggen?
Mir ist bewusst, dass dadurch die Namen wahrscheinlich zunächst nicht mehr angezeigt würden, aber wenn der Bedarf besteht, könnte man ja darüber nachdenken.
Vor allem findet man bei einer schnellen Suche durchaus solche “Attraktionen”, die aber entweder (falsch?) mit name=Arboretum getaggt sind (bspw. Arboretum Pforzheim) oder die dafür den Tag garden:typenutzen (WeltWald Harz). Dazu jeweils landuse=forest oder leisure=park
leisure=garden mit garden:type=arboretumhätte 698 Vorkommen.
Bei den beiden zitierten Karten stehen keinerlei Lizenz- oder Copyright-Angaben.
Die Beschreibung verstehe ich leider nicht. Soll die neue Linie alle drei Teilflächen umfassen? In wieweit reduziert sich diese dann auf die Wiese und zwei sich überlappende Linien? Kannst Du evtl. ein Beispiel nennen, an dem ich das nochvollziehen kann?
Im Moment gibt es drei Linien: Eine für die Wiese und jeweils eine für die 2 Wälder.
Jetzt kommt eine vierte Linie hinzu. Diese umfasst alle drei Teilflächen und entspricht damit der heutigen Linie für die Wiese. Die Linie für die Wiese ist inkorrekt, weil sie auch die Waldstücke enthält. Daher wird die Linie für die Wiese auf die tatsächliche Wiese reduziert.
Die vierte Linie überlappt sich teilweise mit den Linien für die Teilflächen, dort, wo sie die Außengrenze bilden.