Wie soll denn das funktionieren? Ohne das “Subjekt” zu kennen, sind die hinter “subjektiv” stehenden Kriterien unbekannt, die Markierung für Dritte nutzlos.

Beispiel: Ca. 10km von hier gibt’s eine flache Treppe über 10m Steigung, daneben ist ein ca. 0,5m breiter Streifen mit so einer Art Kopfsteinpflaster. Wenn ich da hochfahre gebe ich normalerweise nach ein paar Metern auf. Heute ist auf demselben Streifen ein anderer Radfahrer ganz locker an mir vorbeigezogen. Und nu? Ist der Streifen jetzt zum radfahren geeignet oder nicht?

Anderes Beispiel: Jemand hat hier im Wald ca. 1m breite, stark abschüssige Wege (geschätzt 30-50% Steigung) als “bicycle=yes” oder “bicycle=permissive” getaggt. Man kann dort fahren (mache ich auch gelegentlich), es ist aber hier in B-W verboten (Mindestbreite 2m). Wenn ich mir jetzt vorstelle, der örtliche Verein “Radelspaß ab 60” (ja, den gibt’s) plant einen Ausflug, dann kann ich nur hoffen, dass er OpenStreetMap nicht dazu nutzt um die Route zu planen. Die subjektive Einschätzung “ich komme da runter”, die den Mapper vermutlich veranlaßt hat, diese Wege entsprechend zu taggen, hilft anderen überhaupt nicht.

Das Grundproblem an Deinem Vorschlag ist, dass Du ein subjektives Tag willst. Subjektive Tags sind aus den oben genannten Gründen nutzlos. Objektive Tags (Wegbreite, Beschaffenheit, Auszeichnung als Fahrradweg) helfen dagegen deutlich mehr.

Gruß, Uz