Mir geht es hier ausschließlich um die sachliche Diskussion.
Meinung A)
“es ist ein Eigentümerweg, aber als solcher ist er für den öffentlichen Verkehr und damit als Ortsstraße gewidmet. Siehe dazu die offizielle Definition laut Bayerischer Gesetzgebung:
“Ein Eigentümerweg ist eine spezielle Art von Privatstraße, die von Grundstückseigentümern dauerhaft dem öffentlichen Verkehr gewidmet wurde, jedoch in deren Baulast verbleibt.”
“Weil also dieser Weg ein Eigentümerweg ist, ist er somit nach obiger Definition auch Teil des öffentlichen Straßennetzes und damit in OSM als “Ortsstraße” und nicht als “Zufahrtsweg” zu mappen.”
Meinung B)
“Ich sehe hier einen von der Ortsstraße Privat angelegten weg, der klar zur Ortsstraße mit Randborden abgegrenzt ist. Zusätzlich das Thema ETW und die Beschreibungen im Wiki (Erschließungswege zu einzelnen Häusern).”
Wenn dort ein Straßenschild mit “Kirchäckerweg” für den kleinen Fortsatz stünde (sieht man leider nicht auf dem Bild) oder ein anderes Verkehrsschild (Vorfahrt, Abbiegebeschränkung), dann würde ich es als residential eintragen.
Wenn es nichts derart gibt und keinen vor Ort überprüfbar Hinweis, dann als service.
Wenn es schon als eines von beiden eingetragen ist, würde ich es nicht mehr ändern.
Hey @becmar39,
ich glaube hier gibt es kein richtig oder falsch.
Allgemein mappen wir jedoch in OSM nach Verkehrsbedeutung und nicht ausschließlich nach rechtlicher Definition.
Diese Sackgasse hätte ICH für mich erstmal perse als highway=service klassifiziert; weil sie nur der Zufahrt zu den 2 Grundstücken dient.
Da sie aber auf einem eigenen Flurstück dient und öffentlich freigegeben ist, hätte ich KEINservice=driveway gesetzt, weil es ja eine Straße und keine Grundstückszufahrt ist.
Wir mappen nach Verkehrsbedeutung und die würde ich rein vom Foto her als Zufahrtsstraße, also highway=service, sehen. Aber das Thema ist sicher keinen Edit-War wert
Für diesen Fortsatz gibt es keine explizierten Schilder vor Ort.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Besagter Weg erschließt 3 Grundstücke deren Zufahrten auch deutlich erkennbar sind. Damit scheidet service= driveway schon mal aus.
Wenn dies ein Weg in Privateigentum ist, dann würde ich aus Erfahrung sagen, dass es sich hier um wahrscheinlich um eine Grundstücksgesellschaft (rechtlich BGB-Gesellschaft) handelt, an der jeder der angrenzenden Grundstückseigentümer zu je 1/3 beteiligt ist.
Wie es offiziell gewidmet ist, mag immer ein erster und meist auch gewichtiger Anhaltspunkt sein, ist aber auch nicht alleinig ausschlaggebend, wie wir es in OSM abbilden. OSM hat eigene Kriterien, die es uns erlauben, die Straßenklassifikationen abweichend von offiziellen Klassifizierungen nach oben oder unten anzupassen.
Bordstein und Pflasterung können ein Hinweis auf eine untergeordneten Rolle im Straßensystem sein, aber auch das ist nicht zwingend. Gepflasterte Ortsstraßen sind genauso wenig ungewöhnlich.
Meine persönliche Einschätzung: highway=service ohne irgendwas.
Kurze Erläuterung dazu:
becmar39 selbst hatte diesen Straßenabschnitt laut Chronik schon vor 15 Jahren als highway=residential eingetragen und es gab dazu nie eine Diskussion oder eine andere Meinung. Ich hatte vor 10 Monaten dann lediglich ein paar zusätzlich Dinge wie die Oberfläche ergänzt. Dass dieser Weg nun plötzlich ein anderer sein soll, ist für mich anhand der Fakten nicht logisch.
Auch im offiziellen Bebauungsplan ist dieser Straßenabschnitt als öffentliche Verkehrtsfläche gekennzeichnet:
Und ich weiß, dass dieser Straßenabschnitt als öffentliche Ortsstraße gewidmet ist, also für den allgemeinen öffentlichen Verkehr freigegeben ist und von diesem frei befahren werden darf - ohne Einschränkung wegen Anlieger, etc.. Damit, in Summe dieser Fakten, erfüllt der Straßenabschnitt nach OSM-Wiki klar die Vorgaben für highway=residential. Wieviele Häuser bzw. Grundstücke der Straßenabschnitt anbindet, ist nicht relevant, denn es gibt unzählige Referenzen von unstrittigen Ortsstraßen, die auch nur 2 oder 3 Häuser erschließen.
@Metzor : Ein Straßenschild oder ein anderes Verkehrszeichen braucht es für die Klassifizierung als Ortsstraße nicht. In einem Wohngebiet, wo links-vor-rechts gilt, braucht es an den einmündenden Straße ja auch keine zusätzlichen Verkehrszeichen. Und für solche kurzen Stichstraßen, die den gleichen Straßennamen wie die Wohnstraße haben, von denen Erstere abgehen, braucht es ebenfalls kein extra Straßenschild. Das ist Usus und damit hier kein Kriterium.
Meine Meinung: Die bereits vor 15 Jahren durch becmar39 selbst eingetragene Kategorie highway=residential war und ist hier auf Grund der örtlichen und rechtlichen Fakten korrekt.
Ist für mich auch highway=service. Gründe wurden schon genannt. Ich ändere sowas auch.
Das stimmt. Hier haben wir aber eine Zufahrt zu 3 Grundstücken. Eine Wohnstraße hat eine höhere Bedeutung. Mehr Anlieger bzw. Durchgangsverkehr zu anderen Wohnstraßen.
Es ist bei dieser Straße von der Funktion kein Unterschied zu z.B. den kurzen Stichstraßenabschnitten des Lilienwegs direkt nordwestlich dieser Örtlichkeit hier zu erkennen, die unumstritten auch Ortsstraßen, also residential, sind. Nach deiner Definition müssten also dann ALLE als Ortsstraße gewidmete Straßenabschnitte in OSM heruntergestuft werden, die nur wenige Häuser anbinden, doch das wäre nicht logisch.
Wäre dieser Weg einfach eine simple Anbindung auf privatem Grund, dann wäre ich auch dafür, ihn nur als service zu mappen. Aber wir haben hier zwei entscheidende andere Fakten: 1. Es ist ein “Eigentümerweg”, was wie aufgezeigt rechtlich etwas anderes als eine simple Privat-Anbindung ist UND es ist als öffentliche Straße gewidmet. Damit gehen die Eigenschaften klar über service hinaus und es ist residential zu nehmen - genau wie schon seit 15 Jahren durch becmar39 selbst mal gemappt.
Lass doch mal bitte weg was vor 15Jahren war. In dem Hinweis habe ich dir schon erläutert warum ich das geändert habe, und das deckt sich derzeit mit den Aussagen hier.
Die Stichstraßen Lilienweg habe ich übrigens von Zufahrsweg auf Ortstraße geändert. Ortsstraße trifft hier zu.
In deinem Hinweis schreibst du selbst:
“Siehe dazu die offizielle Definition laut Bayerischer Gesetzgebung:
“Ein Eigentümerweg ist eine spezielle Art von Privatstraße, die von Grundstückseigentümern dauerhaft dem öffentlichen Verkehr gewidmet wurde, jedoch in deren Baulast verbleibt.”“
Dass du die Stichstraßen am Lilienweg entgegen deiner Begründung hier von Zufahrts- auf Ortstraßen geändert hast, ist dann aber nicht logisch. Denn nach deiner Begründung müssten das dann auch nur Zufahrtswege sein, sind sie aber rechtlich nicht und deshalb ist es aus meiner Sicht auch korrekt, diese als Ortsstraßen zu klassifizieren.
Um zu einem Ende zu kommen: Es wurde in der Diskussion auch geschrieben, dass es hier auf Grund der Faktenlage kein absolut richtig und kein absolut falsch gibt, eben weil es in gewisser Weise ein Spezialfall ist. Deshalb mein Appell es gut sein zu lassen und es als residential zu akzeptieren, wo sich 15 Jahre niemand dran gestört hat. Es gibt weit wichtigere Sachen in OSM.
Das sieht man nicht vor Ort sondern in den Angaben zu den Liegenschaften.
Bei einer ganz normalen Wohnstraße sieht man vor Ort auch nicht, wie genau die rechtlich gewidmet ist.
Und auf Grund der von einer normalen service abweichenden Faktenlage, kann man es hier eben nicht als normales service sehen, weil das zu vereinfachend wäre.
Nein, da es sich hier um eine von der Gemeinde Unterhaltene Straße habdelt, die nicht via Randsteinen / Randborden / Rillen getrennt ist, so wie es bei einer Privatstraße / ETW etc. der Fall ist.
Wir wollten doch sachlich bleiben. Die Eindeutige Mehrheit hier bevorzugt highway=service
Also bitte ich dich deinen Change Rückgängig zu machen und der Meinung im Forum zu folgen.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Wenn ein User behauptet, es ist A; und ein anderer User behauptet, nein, es ist C; und gleich mehrere den beiden widersprechen, dass es ganz klar C nicht ist und A aber eigentlich auch nicht, sondern es B sein müsste - wieso besitzt Du dann eigentlich die Dreistigkeit auf A zu beharren?
Dass sich 15 Jahre lang niemand dafür interessiert hat liegt vielleicht einfach nur daran, dass sich auch sonst kaum jemand für die fränkische Pampa interessiert, wenn sich nicht gerade irgendwelche User mit Bobbi123 streiten.
Wenn es wichtigere Sachen in OSM gibt, warum hast du seinen Change mit einem anderen Change kaputt gemacht? Ohne Rücksprache ohne alles?
Warum reagierst du dann in den Notes mit Ad Hominem?
OSM ist ein Gemeinschaftsprojekt…
Man kann natürlich Leute vom Mappen vergraulen damit man “sein Revier” für sich alleine hat…
Ob das im Sinne von OSM ist, ist eine andere Frage…