Privatgrundstück / Zufahrt als öffentlich darstellen

Hallo an alle,

bitte bitte vorher klären wie die Besitzverhältnisse sind und nicht einfach weil man meint, das etwas so ist, in die Karte eintragen.

In meinem Fall war das Grundstück vor 1940 ggf. mal öffentlich, danach nicht mehr.

Seit 26 Jahren ist es in meinem Besitz und auch als Privatgrundstück ausgeschildert.

Es ist unglaublich was sich hier abspielt und die Personen sich dann auf fehlerhaftes Kartenmaterial berufen.

Und schön ist auch, wenn man die Person anschreibt,welche das so in die Karte eingetragen hat, aber keine Antwort erhält.

Was das für einen Eigentümer an Problemen und Stress bedeutet ist unbeschreiblich.

Danke für`s lesen…

Hallo BilleBu, willkommen hier im Forum.

Es ist verständlich, dass es für Dich ein Ärgernis ist, wenn ein Weg auf Deinem Privatgrundstück als öffentlich in OSM wiedergegeben wird. Du könntest das durchaus selber korrigieren, da bei OSM jeder mitmachen kann. Wenn Du das nicht möchtest, solltest Du einen Link auf die entsprechende Örtlichkeit zur Verfügung stellen, da ansonsten niemand wissen kann, wo sich die Quelle des Ärgernisses befindet. Das geht ganz einfach, auf der OSM Kartendarstellung rechts auf des Symbol für “Teilen” klicken und dann den angebotenen Link kopieren.

Gruß Mikke

1 Like

Hallo Mikke,

danke für die Antwort. Die Korrektur ist meinerseits erfolgt.

Die Quelle des Ärgernisses ist die Person, welche das falsch in die Karte eingetragen hat.

Ich möchte mit dem Beitrag einfach zum Nachdenken vor dem handeln anregen.

Gruß BilleBu

1 Like

Im Sinne der Vollständigkeit:

2 Likes

Hallo mcliquid,

danke.

1 Like

Das ist nie verkehrt, konnte man Deinem Post aber nicht entnehmen, und das Dein Problem bereits seit letztem Jahr gelöst ist, geht daraus auch nicht hervor. Eine verständliche Darstellung des Ist-Zustandes wäre durchaus hilfreich und würde vermeiden, dass anderere Teilnehmer, die behilflich sein möchten, erst recherchieren müssen, um was es überhaupt geht.

3 Likes

Liegt wohl auch mit an dem jüngsten Vorfall (am vergangenen WE) wo sich die Personen wieder auf Kartenmaterial berufen haben. (welche Karte genau haben sie nicht gesagt)

Ich gelobe Besserung zukünftig alle Fakten mitzuteilen.

Dann noch aber noch eine Anmerkung meinerseits:

Wie kann es sein das jemand ein offensichtliches Privatgrundstück als öffentlich darstellt?

Passiert ja leider öfter (allgemein), und die “Nachwehen” sind für mich immernoch spürbar.

Da kann es vielerlei Gründe für geben, weil für die Erstellung einer Karte verschiedene Schritte notwendig sind, die oft unabhängig voneinander arbeiten. Es gibt Mechanismen, um die Kooperation und Verlässlichkeit zu stärken - dennoch kann es vorkommen, dass die Summe der Einzelentscheidungen ein nachteiliges Ergebnis bewirkt.

Daher ist es besonders wichtig für uns, die genauen Umstände zu kennen und zu analysieren, um den Fehler möglichst gut eingrenzen zu können. Falsche Daten sind seltenst der Grund für eine falsche Darstellung. Wenn es besseres oder präziseres Tagging gibt, kannst du es selbst eintragen, wie du es auch schon getan hast. Diese Daten gehen an die Datenkonsumenten, die die Tags interpretieren (da kann schon was falsch laufen), die Interpretation in einem oder mehreren Schritten umwandeln (und dabei Daten auch vereinfachen bzw. ignorieren) und letztendlich im Falle einer menschenlesbaren Karte abdrucken. Wie das gemacht wird, liegt gewöhnlich nicht in unserer Hand.

Der letzte Schritt bei jeder Karte ist die Interpretation durch den Nutzer. Wenn die Leute sich sagen: “Ach, das sieht aus wie ein Weg, da lauf ich jetzt lang”, dann hilft nur Hinweisgabe und, in letzter Instanz, physikalische Barrieren.
Karten nehmen das Denken nicht ab.

Hallo Jofban,

danke für die ausführliche Antwort.

Auf die genauen Umstände, wie dieser fehlerhafte Eintrag entstanden ist, habe ich auch keine Antwort.

Das Menschen Karten nicht lesen können, falsch deuten und Verbotsschilder ignorieren, ist mir durch eigene Erfahrung, reichlich bekannt.

Und ich weigere mich :wink: zig tausende Euro zu investieren, um mich auf meinem Grundstück einzusperren und mir das Leben dadurch selbst schwer zu machen.

Wann soll das denn gewesen sein?

Im September 2020 wurde der Weg von jemandem gemappte als highway=track. Der way hatte gar keine weiteren Tags, die etwas über die Zugänglichkeit oder die Besitzverhältnisse aussagen. Die kamen dann aber später und mEn korrekt hinzu.

Oder impliziert highway=track ein access=yes/permissive? Das wiki sagt nein, bzw wenn überhaupt impliziert es vielleicht eher sogar motor_vehicle=no.

1 Like

Der Weg ist übrigens auch auf amtlichen Karten vorhanden:
https://danord.gdi-sh.de/viewer/resources/apps/Anonym/index.html?lang=de&c=523387.39,6052381.02&s=1000&vm=2D&r=0

Hallo dadavid,

ich bin Laie auf dem Gebiet der Kartenerstellung hier auf OSM.

Ich wurde im Juli 2025 auf dieses Portal hingewiesen und habe mich auf Grund der bestehenden Problematik damit beschäftigt.

Was ich sehen kann:Version #1

buildings, details

Bearbeitet vor über 12 Jahren von Zartbitter

Änderungssatz #19901356 0

Tags

highway

service

service

driveway

Knoten

2 Knoten

Dazu habe ich dann gefunden:

highway

service

Erschließungsweg zu oder innerhalb von Einrichtungen wie Sportanlagen, Stränden, Autobahnraststätten oder allgemein zu Gebäuden. Wird auch für den Zugang zu Parkplätzen oder Recyclinghöfen benutzt.

In Verbindung mit service=* kann die Art der Benutzung, mit access=* die Benutzer/Benutzgruppen und die Umstände der Benutzung festgelegt werden.

service=driveway für Auffahrten zu Gebäuden

Diese Angaben werden von Nutzern falsch interpretiert.

Schön wäre gewesen,wenn die Person die korrekte Angabe, das es Privat ist, gemacht hätte.

Das Problem liegt am Menschen und seiner Interpretation von Karten und das sehr viele der Meinung sind das sämtliche Karten korrekt sind und über meinem Hinweis-/ Verbotsschild stehen.

Hallo whb,

diesbezüglich hatte ich Kontakt zur Landesvermessungseinrichtung in Kiel.

Es handelt sich dabei um topografische Daten.

Was wiederum anscheinen viele Menschen nicht kennen.

Das Problem liegt am Menschen und seiner Interpretation von Karten und das eben solche der Meinung sind das sämtliche Karten korrekt sind und über meinem Hinweis-/ Verbotsschild stehen.

Nachtrag: habe nochmal Kontakt zur Landesvermessungseinrichtung diesbezüglich aufgenommen.

Mal schauen ob und was dabei rauskommt…

Das glaube ich nicht. Als Menschen noch Karten benutzten, um sich einen Weg von A nach B zu suchen, wären die wenigsten, die auf einem dieser Wege ein Schild “Privatgrundstück” vorgefunden hätten, dort einfach weitergelaufen.

Erst die fortschreitende Verblödung durch die Abhängigkeit von Smarphones hat zu dem bedingungslosen Glauben an die Unfehlbarkeit der angebotenen Informationen geführt.

Weil einem das Navi es so sagt, steuern Autofahrer ihren PKW gerne mal in einen Kanal, oder bleiben LKW-Fahrer in einer engen Gasse stecken, obwohl dort ein offizielles Verkehrsschild steht, das die Durchfahrt für LKW verbietet usw. Und genauso marschieren Spaziergänger trotz vorhandener Beschilderung auf offiziell gesperrte Wege in Naturschutzgebieten oder auf Privatgrundstücken, weil es das Routingprogramm auf ihrem Smartphone so vorgibt.

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, Wege in Geodatenbanken wie OSM korrekt zu attributieren (z.B. durch access=private, was in Deinem Fall wohl zunächst versäumt wurde) und die Routinganbieter, die diese Geodaten verarbeiten, darauf hinzuweisen, wenn sie die vorhandenen Attribute falsch interpretieren (worauf OSM keinen Einfluss hat).

1 Like

Hallo Mikke,

ja ,dein Text trifft es genau.

Ich bemühe mich seit Jahren zu den entsprechenden Verursachern Kontakt aufzunehmen und die nicht korrekte Darstellung zu korrigieren.

Es gelingt mal mehr mal weniger.

Es ist sozusagen ein Kampf gegen Windmühlen und alles zu finden, was fälschlicher Weise existiert, ist auch nicht gerade einfach für mich.

Zum Thema Karten benutzten: Am 14.03. sind 5 erwachsene Personen mit x Kindern auf Grund einer Routeneinzeichnung auf einer Karte, welche die Gemeinde herausgegeben hat, trotz Verbotsschild auf meinem Grundstück gewesen.

Die Ausrede war: haben wir gesagt bekommen, das wir da lang sollen und man ginge davon aus, das es abgesprochen gewesen sei.

Über die weiteren frechen Aussagen möchte ich hier gar nicht schreiben.

Da kann man schon mal Schreikrämpfe bekommen :wink:

An alle:

wenn mir jemand, weil ich ja nicht viel Ahnung habe, helfen kann, das auf der Karte noch besser und genauer darzustellen, würde ich mich sehr freuen.

Naja, OSM ist ja nur die Datenbank/-grundlage, und da ist der Weg ja mittlerweile ausreichend beschrieben. Wie und wann die Kartenhersteller das umsetzen müsstest Du dort anfragen.

Du könntest auch noch die Schranke als DE:Tag:barrier=gate - OpenStreetMap Wiki an der Hauptstraße hinzufügen. Das würde den privaten Charakter der Straße noch mehr unterstreichen.

Danke, ich versuche mich mal.

Dein Weg ist bereits eindeutig korrekt in unserer Datenbank. Die Information, dass es sich um einen Privatweg handelt, der für die Öffentlichkeit gesperrt ist, ist durch die Attribute

access=no
ownership=private

(westlicher Teil) bzw.

access=private
ownership=private

(östlicher Teil)

unmissverstänlich dargestellt. Wenn trotzdem Spaziergänger den Weg benutzen, ist eine Möglichkeit, dagegen vorzugehen, die Deliquenten nach der Quelle zu fragen, auf Grund derer sie glauben, der Weg wäre für die Öffentlichkeit freigegeben und dann gezielt den Urheber anzusprechen.

Eine andere Möglichkeit ist es, den Weg physisch abzusperren. Am östlichen Zugang steht ja bereits eine Drehschranke samt Schild, was ist am westlichen Zugang? Gibt es da auch eine Schranke oder ähnliches? Oder fängt Dein Grundstück erst an dem Poller (mit 8 Meter Breite??) in der Mitte an?

Am westlichen Zugang sieht das Gelände ja mehr nach Landwirtschaft (Wiese, Gestrüpp) aus als nach einem privaten Garten, da kann man sich schon vorstellen, dass Spaziergänger dort meinen “da wird schon keiner was dagegen haben, wenn wir diesen Feldweg nehmen”.

Ich dachte auch es sei unmissverständlich. Nun hab ich noch ein paar Anpassungen vorgenommen.

Am westlichen “Zugang” sind Rot-Weiße Poller einbetoniert. (Mehrere über die Grundstücksbreite)

Des weiteren besteht die Absperrung aus natürlichem Material, da mir Draht und Zaunartiges inkl. Poller beschädigt wurden/ werden (und ich immer auf dem Schaden sitzen bleibe)

Ein eindeutiges Hinweis-/ Verbotsschild ist dort auch vorhanden.