Es bewirkt einen “Full-Stop”. Zwar keine Wartezeit, aber der Stop dauert lange, in dem Modell bremst das Auto nur mit 632 Newton (das ist soviel, wie man mit 2 Armen stemmen kann, da dauert das Abremsen von 5 km/h auf 0 nochmal 3,6 Sekunden.

Deswegen kann man Kreuzschnabels Artefakt (so es denn einer ist) auch genau an der Stelle korrigieren, indem man agt, dass Ampeln auf Bundesstrassen flüssiger durchfahren werden können. Dazu die “0” in dem Code-Snippet oben ersetzen durch:

if greater way:priorityclassifier 24 then 5 else 0

Das spart an jeder Ampel auf Bundesstrassen 3,6 Sekunden…

Da wirkt auch (allerdings hardcodiert) zusätzlich noch eine “Übergangsstrafe” zwischen Strassentypen, aber nur für den Wechsel über die “Hauptstrassen-Grenze”, also z.B. von tertiray auf residential, auch die soll solche Artefakte verhindern, wirkt hier aber nicht, weil der Bypass ist ja tertiary.

Auf jedenfall danke für den Hinweis, das braucht noch bisschen fine-tuning, trotzdem denke ich, dass dieses kinematische Modell den einfachen, statischen Modell überlegen ist.

PS: das berechnete Geschwindigkeitsprofil sichtbar machen (als “fake” Höhendiagramm ) kann man mit diesen beiden Schaltern (im global-context):


assign showspeed = true
assign inverseRouting = true