Richtig. Ich verdiene mit dem Bericht Geld. Das ist mein Job, davon lebe ich. Allerdings suche ich keinen “Statisten” und auch keinen “Akteur”, sondern jemanden, der mir Auskunft gibt. Ich sage meinen Interviewpartnern ja nicht, was sie sagen oder gar tun sollen. Ich frage sie, schaue mir deren Arbeit an und berichte darüber. Das beruht auf freiwilliger Basis. Niemand muss mir etwas sagen. Deshalb gibt es für Interviewpartner auch kein Geld. Denn dann würde objektiver Journalismus schon theoretisch nicht möglich sein, weil der Interviewer eine Leistung einkauft. Und weil er bezahlt, kann er bestimmen, was er bekommt. Vielleicht erinnert sich jemand an die Zeit als das Thema Jugendgewalt groß in den Medien war und das ZDF zwei Jugendliche bezahlt hat, so zu tun, als ob sie sich mit einem Messer bedrohen. Das war - sehr zurecht - ein risieger Aufreger.

Aber, da hat mein Vorredner Recht: Für Open Street Map kann es nur förderlich sein, wenn darüber berichtet wird. OSM ist ja schließlich eine Community, die ohne mediale Berichterstattung nie oder nur schlecht hätte wachsen können.

In diesem Sinne: Nein, Geld kann ich zahlen. Ich hoffe trotzdem, dass sich jemand findet, der mir ganz freiwillig Auskunft gibt. Unannehmlichkeiten wir Terminfindung und Abstimmung versuche ich so gering wie möglich zu halten.