Offensichtlich problematische Bearbeitungen im Thüringer Wald

Guten Abend zusammen,

im Thüringer Wald gibt es anscheinend seit geraumer Zeit diverse, offensichtlich problematische Bearbeitungen:

…um nur einige zu nennen. Den CS- Disskussionen nach werden diese Beabeitungen eher sehr kritisch gesehen…

Ich würde mich freuen, wenn zuerst @ticki_52 primär Stellung nimmt. Unter anderem die User @czubi, @WoSoe und @FvGordon sind da nur beteiligte und mitunter kommentierende Mapper…

Danke,

streckenkundler

PS: ich hab da keine Gebietskenntnisse, mich nerven nur diese mehrheitlich unbeantworteten CS-Kommentare eines Mappers…

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Da das immer so weitergeht, gehört der User mindestens temporär gesperrt, damit man[1] das igendwie vernünftig reverten kann.

[1] nicht ich…

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Jah… leider… ich bin nur der stellvertretende (vielleicht leidtragende) Mitteilende…

Auch hier :+1:
Auch hier meine volle Zustimmung zu deiner Meinung!

Sven

Hallo,

in den Änderungssatzkommentaren und auch hier im Forum (und in meinem Beitrag) wirkt das wie ein Shitstorm gegen einen einzelnen Mapper. OpenStreetMap ist aber eine produktive Datenbank und ein ernsthaftes Projekt. Unsere Daten, unsere wöchentlichen, täglichen, stündlichen und minütlichen Updates werden von zahlreichen Datenkonsumenten genutzt. Wir haben einen Ruf zu verlieren, erst recht wenn die Defekte einen im gerenderten Kartenbild geradezu anlachen. Es kann von erfahrenden Mappern erwartet werden, beim Hochladen nur Gutes hochzuladen.

Angesichts der großflächigen Lücken im Wald erscheint ein Revert hier gerechtfertigt. Längeres Abwarten führ nur zu noch mehr Konflikten beim Revert.

Es kann von einem Mapper, der sich intensiv mit Landnutzungsmapping beschäftigt, dass er keine defekten Zwischenschritte hochlädt und keine temporären Hilfsgeometrien in der Datenbank ablegt. Das Gegenteil ist der Fall. Es wurden Hilfslinien mit obskuren Tags angelegt, die erst mit man_made=cutline, mittlerwile mit temporary=yes, layer=-5 und fixme=unfinished getaggt sind. Gleichzeitig fehlt seit zehn Tagen das Wald-Multipolygon zwischen der Talsperre Liebis-Lichte und Schmiedefeld.

Die Nutzung des iD-Editors ist keine Ausrede für das kritisierte Vorgehen. Wer umfangreich an Landnutzung arbeitet, muss sich mit JOSM auseinandersetzen oder sich seiner Grenzen bewusst sein.

Ich habe hier den Eindruck, dass @ticki_52 mit der Situation überfordert ist, und habe begonnen, einen kompletten Revert vorzubereiten.

Viele Grüße

Michael

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Ich habe von der DWG eine 24-Stunden-Sperre für ticki_52 verhängen lassen, um in Ruhe revertieren zu können. Es tut der Qualität des Reverts gar nicht gut, wenn neue Änderungen hinzukommen, während man die alten auf Konfliktfreiheit beim Revert prüft. Die Sperre ist keine Strafe, sondern bloß ein technisches Hilfsmittel.

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Der Revert ist durch. Ein paar kleine Nacharbeiten kommen nachher noch dran.

Ich habe alles ab Changeset: 183039302 | OpenStreetMap (22. Mai 2026) revertiert.

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Aus meiner (leidvollen) Erfahrung mit dem Zerlegen riesiger und kaum noch wartbarer MPs eine Anmerkung:
Sehr oft zieht ein Bearbeitungsschritt einen Rattenschwanz anderer Schritte nach sich, bis ein halbwegs vernünftiges Zwischenergebnis entsteht. Kleinere Changesets sollte man anstreben, sind aber nicht immer erreichbar und es können auch unvollständige Zwischenergebnisse entstehen. Dann muss man aber auch dranbleiben.

Zum Vorgehen hier: iD ist zwar inzwischen weitaus ausgereifter als zu Beginn, für die Bearbeitung von MPs ist es aber mMn immer noch ein weniger geeignetes Werkzeug. Drastisch ausgedrückt: Wem JOSM zu aufwendig ist, sollte die Finger von MPs und Grenzen lassen. Für JOSM gibt es Plugins, mit denen das einigermaßen bequem machbar ist, und man nicht auf fragwürdige Hilfslinien und dergleichen zurückgreifen muss.
Generell sollte man stückweise vorgehen und nur konsistente Zwischenstände hochladen. Vor allem immer an einem MP bleiben bis das zufriedenstellend erledigt ist.
Flächen mit landuse und natural nur umtaggen, wenn das offensichtlich ist. In Zweifels- und Streitfällen: Lassen.

Luftbilder sind keine zuverlässigen Grundlagen, immer mehrere zu Rate ziehen, die Aktualität kann von Gebiet zu Gebiet wechseln.
OTG hat immer Vorrang.

In OSM kann man zwar häufig unterschiedlicher Meinung sein, es schadet aber nicht, in Betracht zu ziehen, dass man sich verrannt haben könnte.

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Grundsätzliches meinerseits:

Riesen-Waldpolygone zu zerlegen ist erst einmal eine vernünftige Angelegenheit.

Das geht auch mit iD. Man muss aber sehr sorgfältig arbeiten. Inzwischen geht dies sogar relativ einfach (JOSM mag nioch einfacher sein, aber das liegt halt nich jedem).
Ich habe selber schon einen riesigen importierten Wald in Südtirol zerlegt, der durch nachfolgende Detailierung derart fragmentiert war, dass er kaum noch zu bearbeiten ging. U.A. hatte man da rechts und Links von Straßen Weinberge und Siedlungsflächen “ausgestanzt”, aber “unter” der Straße lag immer noch “Wald”.

Man kann auch Hilfslinien verwenden, diese dann aber eher völlig ohne tags. Wie es hier gelaufen ist, ist schlicht gruselig. layer=-5? man_mad=cutline ohne Schneisen usw. ist leider völlig ungeeignet.

Dass man ein MP mal versehentlich zerschießt und dann nicht mehr gerendert wird, kann mal vorkommen, es aber tagelang unbearbeitet zu lassen und zurückbatzt geht leider gar nicht. Absichtliches Zerschießen mit ungeeignetem Tagging, wiederholt trotz Hinweise, geht erst recht nicht.

Sorry @ticki_52 für die viele Arbeit, die Du bereits reingesteckt hast, das ist durchaus schade drum. Aber hier hast Du wohl mehr Schaden angerichtet und anderen zusätzliche Arbeit verursacht, was den gut gemeinten Willen zunichte macht. So sehr ich es verstehe und bedaure, dass durch Reverts u.U. auch die guten Anteile der umfangreichen Arbeit flöten gegangen sein können, aber hier sehe ich es als einzige sinnvolle Lösung.

Gern bin ich bereit, Dir @ticki_52 einen Workflow zur Verkleinerung von Riesenpolygonen mit iD zu zeigen, ohne dabei die Wälder zu löschen.

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ja, so sehe ich das auch. Man muss ja nicht alles auf einmal machen sondern kann große Flächen auch erstmal in kleinere zerlegen, aber wenn man hochlädt sollte dort wo Wald ist und Wald gemappt war auch im Zwischenstand Wald sein (als Beispiel, gilt sinngemäß für alle Flächen).

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Hallo, (OT)

da würde ich mich anschließen.

Kam vielleicht oben falsch rüber.

Ich wäre an einem Workflow wie in @Mammi71 angesprochen hat sehr interessiert

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Hallo Michael,

nachdem sich der, wie du richtig schreibst “Shitstorm” gegen mich gelegt hat und meine 120 Stunden Arbeit vernichtet wurden, möchte ich zu einigen Aussagen hier klar Stellung nehmen.

Ein Teil der Kommentare enthält falsche Behauptungen über meine Arbeit und grenzt an kollektive Rufschädigung.

  1. Zum Thema „Ruf zu verlieren“

Wenn wir über Rufschädigung sprechen, dann sollten wir zuerst über die Daten sprechen, die seit über zehn Jahren nicht aktualisiert wurden:
– Waldflächen, die physisch nicht mehr existieren, aber weiterhin als „Wald“ gemappt sind
– Borkenkäferflächen, die als gesunder Bestand dargestellt werden
– Schutzgebiete, die ausnahmslos als „bewirtschaftet“ eingetragen waren, obwohl dort jegliche Nutzung verboten ist
– Flusstäler, in denen OSM über viele Quadratkilometer keine oder falsche Flächendarten liefert

Vor diesem Hintergrund wirkt das Argument, ein paar Linien auf layer −5 würden den „Ruf“ von OSM gefährden, fachlich so bizarr daneben, dass man sich fragt, ob hier die reale Datenlage überhaupt bekannt ist.

  1. Meine Änderungen waren nachvollziehbar, dokumentiert und reversibel.
    Ich habe keine Daten zerstört, sondern veraltete Strukturen korrigiert und Lücken geschlossen, die seit Jahren niemanden interessiert haben.

  2. Das Mapping ist in vielen Fällen stark vereinfacht. Ich vermute, dass der zur Verfügung stehende OSM-Werkzeugkasten nicht genutzt wird, weil das Mapping der Strukturen in natürlicher Umgebung vielfach stark vereinfacht ist.

  3. Zum Umgang unter Mappern

Einer der hier kommentierenden Nutzer hat bereits früher einen meiner Changesets ohne jede Rücksprache revertiert.
Das ist kein kollegialer Umgang und entspricht nicht den üblichen Standards in OSM.
So arbeitet man nicht miteinander.

Kritik ist willkommen – aber bitte auf Basis von Fakten und nicht auf Basis von Mutmaßungen.
Ich werde weiterhin transparent und sauber an der Verbesserung der Daten im Thüringer Wald arbeiten.

Reinhard (ticki_52)

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Ich fühle mich angesprochen.

Deine Aussage mit dem revidierten Changset ist falsch!

Dies hab ich dir auch im persönlichen Nachrichtenaustausch damals schon geschrieben, wurde jedoch nicht verstanden.

Dein damals fehlerhafter CS (Bearbeitungen: Wege 185, Relationen 5, Knoten 1021)

Mein CS zur Fehlerbehebung (Bearbeitungen: Wege 6, Relationen 1, Knoten 4)

Was ich revidiert habe, war mein eigener CS, um dir die Möglichkeit zu geben auf deinem Datenstand weiterzuarbeiten.

Vielleicht vorher dort Urlaub machen und etwas ausspannen, die Natur genießen und im Anschluss die Datenbank pflegen.

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Hallo @ticki_52 und willkommen zurück im Forum. Und wie klein doch die Mapper Welt ist … jetzt treffen wir uns in Thüringen wieder.

Nun, im Umkehrschluss enthält ein anderer Teil der Kommentare dann wohl Tatsachenbehauptungen. Lass uns bitte lieber darüber sprechen.

Wie bereits geschrieben unterstütze ich das grundlegende Anliegen, jahrzehntelang nicht mehr bearbeitete Waldflächen zu aktualisieren, zu verfeinern und mit Details anzureichern und in diesem Atemzug zugleich übergroße Wald-(Multi-)Polygone zu zerlegen. Ich mache dies gelegentlich selbst. Habe dies auch schon bei übergroßen Import-Wäldern getan. Ich nutze - genau wie Du - ausschließlich iD. Das macht vielleicht mehr Arbeit als JOSM aber mir geht es auch nicht darum, möglichst viel möglichst effizient zu bearbeiten, sondern der Weg ist das Ziel. Ich verstehe, wieviel Arbeit da drin steckt.
Gern würde ich Dein Projekt Thüringer Wald auch aktiv unterstützen, das bedürfte jedoch Absprachen, um überschneidende und Konflikte verursachende Bearbeitungen zu vermeiden.

Da ich mir nicht jede einzelne Deiner Bearbeitungen angesehen habe, habe ich da noch Rückfragen.

Was heißt " nicht mehr existieren", was ist da heute? Bitte verlinke konkrete Beispiele.

Wie würdest Du es denn darstellen? Wobei ja Darstellen Sache der Renderer ist. Meines Wissens haben wir im OSM- Tagging keine Unterscheidung zwischen gesundem und geschädigten Wald.

Kannst Du bitte konkrete Beispiele verlinken? Nicht jedes Schutzgebiet schließt eine Bewirtschaftung aus. Zum Mappungzeitpunkt standen vielleicht noch nicht die Daten über Schützgebiete zur Verfügung, wie wir sie teilweise heute haben…

Ergänzungen und Korrekturen der Daten sind immer willkommen. Leider werden hier viele als Kollateralschäden untergegangen sein

Die großen weißen Flecken, die nicht mehr gerendert wurden, sprechen da eine ganz andere, deutliche Sprache.

Das war der Hauptgrund für das Revertieren!
Indem Du einen ungeeigneten Weg für Deine Bearbeitungen gewählt hast und damit offensichtliche Löcher gerissen hast, hast Du Deine eigene Arbeit an anderer Stelle (die vielleicht wirkliche Verbesserungen waren) sabotiert.

Nur ein Beispiel (für den Anfang) um es verstehen zu können:
Erläre mir bitte einmal, warum dieses Waldstück Deiner Meinung nach erst zu natural=wood, dann scrub, dann wieder wood geändert wurde. Auf Grund welcher Information ist dies Deiner Meinung nach kein forest mehr? (insofern waren Deine Änderungen weder nachvollziehbar noch dokumentiert)

Gern. Auf Grund welcher Daten oder Kenntnisse unterschiedest Du ob etwas landuse=forest oder natural=wood ist? Woran erkennst Du, ob etwas Offenland, grassland, scrub etc ist? Bitte konkrete Beispiele aufzeigen.

Danke

Edit: vergessene Verlinkung ergänzt

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Das ist grundsätzlich willkommen. Danke, dass Du nicht gleich die Flinte ins Korn wirfst und beleidigt davon stapfst, nur weil es mal etwas Gegenwind gibt.

Zugleich muss ich aber sagen: Was Du hier gemacht hast, was zu diesem Revert geführt hat – 10 Tage lang “Brachland” wo Wald sein sollte und irgendwelche imaginären “cutlines” auf “level=-5” und das ganze auf einem Komplexitätslevel, der nur durch einen Komplett-Revert reparierbar war – das ist nicht “transparent und sauber”, da hast Du ja offenbar selber nicht mehr durchgeblickt ;) Du musst Deine Arbeitsweise so umstellen, dass sowas nicht mehr passiert. Unter keinen Umständen solltest Du irgendwelche “Zwischenstände” hochladen, die eine – wenn auch nur vorübergehende – Verschlechterung darstellen. Einige in diesem Thread haben Dir ja Rat und Hilfe angeboten. Falls Dir das nicht möglich ist, musst Du Dir andere Arbeitsbereiche in OSM suchen.

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Und wieder diese Unterstellung, dass ich nicht mehr durchgeblickt hätte. Dem war zu keiner Zeit nicht so! Alle cutline-Linien wurden von mir kurzfristig in “fixme”-Tags umgestellt. Dass das jetzt noch ein Thema ist, ist schon erstaunlich. Wenn man mir geschrieben hätte: “Du, ticki, bitte entferne die Interminslinien bis heute Abend und stell’ den ursprünglichen Zustand wieder her, weil…”. No problem. Aber einfach revertieren wegen dieser Linien, ohne dass ich mich dazu äußern konnte, war nicht ok. Dazu noch 24 Stunden Bearbeitungssperre. Zeitablauf: 11:15 h: Es wird revertiert. 11:24 h Start des Reverts. Ist das fair? es hieß zwar, dass noch Vorbereitungen gemacht weden müssen. Die sind dann wohl unter den Tisch gefallen. (Mehr dazu am Schluss.)

Zum Thema “10 Tage Brachland wo Wald sein sollte.” Bitte mal das Mapping dort anschauen. Es sind hunderte Quadratkilometer landuse=forest gemappt, obwohl es seit Jahren keinen Wald mehr gibt. Den hat der Borkenkäfer gefressen. Einige Mappings sind über 10 Jahre alt. Und dann kommt noch die Aussage “(keine) Zwischenstände” hochladen, die eine – wenn auch nur vorübergehende – Verschlechterung darstellen.” Verschlechterung?

Das Beispiel dazu (Das Bild im Anhang sagt mehr als tausend Kommentare):

Ich habe eine kleine Fläche "natural=scrub"als Beispiel ausgesucht, die nach 13 Jahren unverändert ist (#14720088), um eine typische Konstellation in dieser Gegend zu zeigen. Es geht aber nicht allein um diese kleine Fläche, sondern auch um das Mapping drum herum. So wird der an diese scrub-Fläche angrenzende Wald einfach über den Weg zu der kleinen Fläche hingezogen, damit das Mapping überhaupt abgespeichert werden kann. Die Grasfläche um die kleine Fläche herum wäre “natural=grassland”. Sie ist aber gar nicht gemappt. ist dies in 17 Jahren niemandem aufgefallen?

Und dann die Waldfläche im Süden. 60 ha wurden als “landuse=forest” gemappt. Es handelt sich aber im Wesentlichen um “natural=wood” innerhalb der Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. “wood” weil Bewirtschaftung verboten im NRP. Voraussetzung für forest/wood ist, dass ausreichend Bäume vorhanden sind (Kronenschluss). Bei dem (noch) baumbestandenen Teilhandeltes sich um gestressten Nadelwald. Tagging also natural=wood, condition=stressed. Und nun komme ich zum wichtigen Teil. Das ist der, der in der Karte DOP20 Thüringen(!), nicht in der Bing-Karte(!) keine Bäume mehr hat (ca. 40% der Gesamtfläche). Letztes Mapping: Vor 5(!) Jahren. Leben dort denn keine OSM-Mapper, die mit offenen Augen durch die Welt gehen? Diese kahlen Flächen sind weitestgehend geräumt und zeigen ganz eindeutig Bewuchs in Richtung “scrub”. Also bitte: Fläche aufteilen und entsprechend mappen. das ist halt Arbeit. (und dabei bleiben halt mal Zwischenlösungen länger als zunächt gedacht).

Weiter im Text: Fluss- und bachbegleitende Gehölze sind “natural=scrub”. Was wurde gemappt? Entweder gar nichts oder landuse=forest. Es ist zum Heulen.

Das war wie gesagt nur ein Beispiel von vielen, wie man mit Tricksereien versucht, die Flächen so hinzubiegen, dass es für den Mapper passt. Die ganze Gegend ist verseucht damit. Dass dabei die eigentlich zu mappende Realität sich im Mapping nicht widerspiegelt, wird deutlich, wenn man sich mal die Mühe macht, um die Orte Königsee und Paulinzella das Mapping mit der DOP20-Karte zu vergleichen. Aber es geht ja darum, den Ruf von OSM zu wahren, der durch ein paar ungeschickte Linien gefährdet schien. Das o.g. Beispiel ist nur eines von vielen.

Wer soll mir denn Hilfe anbieten bei den o.g. Gegebenheiten? Da müssen erst einmal die Hausaufgaben erledigt sein, bevor man anderen “Hilfe” anbietet.

P.s. Wie ich gerade sehe, gibt es im Areal vom 400 km² um Paulinzella herum keinen einziges Mapping mehr mit dem Inhalt “natural=wood”, "natural=grassland; “natural=scrub”). Außerhalb dieser Fläche ist das Vorkommen “normal”.

(attachments)

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Doch, hier, südlicher Thüringer Wald, ebenfalls vom Borkenkäfer betroffen, teilweise ganze Berge wegen Fichtemonokultur kahl, aber …

… das eine schließt das andere für mich nicht aus. Mein Forstamt hat mir versichert, das z.B. dieser o.g. kahle Berg weiterhin forstwirtschaftlich bedient wird (z.B. Teilflächen schon wieder neu bepflanzt werden), und das zählt für mich mehr als der von dir genannte “Kronenschluss”. Natürlich wird es eine kurze Übergangszeit geben, in der “scrub” real vor Ort vorherrschend sein wird, was aber eben für mich nichts am “landuse” ändert.

Wo ist das dokumentiert? In der Tat würde ich mich freuen, wenn es einen (Sub) Tag dafür geben würde, der etwas über den aktuellen Zustand eines bewirtschafteten Waldes aussagt.

Beim eigentlichen Thema Waldflächen-Multipolygonwahnsinn geben dir - denke ich - alle Recht, dass man das vernünftig aufarbeiten sollte … was ich auch immer wieder mal mache, aber in eher kleinen atomaren Häppchen.

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landuse=forest bedeutet Forstwirtschaft oder Wald je nach Interpretation. Forstwirtschaft bedeutet nicht, dass da auch Bäume stehen. Nach der Ernte, nach Waldbränden, Befall durch Borkenkäfer etc. stehen da lange Zeit keine Bäume mehr.

natural=wood beschreibt eine Fläche mit Bäumen.

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OSM ist ein Projekt, bei dem viele mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen beitragen können.
Damit das funktioniert, sollten Eintragungen so gemacht werden, dass andere Mapper in etwa nachvollziehen können, was gemacht wurde und wo das hinführen soll.
Die Angebote zur Hilfe würde ich nicht als ehrenrührig ansehen, sondern auch in der Richtung “Wie mappe ich so, dass nicht bei einem Dutzend anderer Mapper die roten Warnlichter angehen.”

Vieles mag gut gemeint sein, aber auch das Wiki ist nicht selten ungenau und sogar widersprüchlich, eine Gesetzessammlung ist es schon gar nicht.
Die Unterscheidung z.B. von forest vs. wood z.B. wird international unterschiedlich gehandhabt und hat sich auf im Laufe der Zeit gewandelt.
Eine geschlossene Kronendecke braucht es nicht - im Gebirge und in Südeuropa ist der Übergang von lockerem Wald zum offenen Land oft fließend. Früher wurde in DACH wood nur für “Urwald” akzeptiert, heute geht es eher dahin, dass forest eine forstwirtschaftliche Betreuung voraussetzt. Das schließt auch “Naturverjüngung” ein, die der Laie zunächst kaum von simplem Gestrüpp scrub unterscheiden kann.

Mein Fazit: Mit ein bisschen Absprache und Rücksicht tut man sich deutlich leichter und das kommt dem Projekt auch besser zugute. Das gilt letztendlich für alle. (Ende der Predigt :innocent:)

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das heißt, es besteht im Thüringer Wald kein Handlungsbedarf, die etlichen km² kahle Flächen anders zu erfassen als landuse=forest ? :thinking:

das ist gut zu wissen, weil ich dann entsprechende Kahlschlagsflächen am Rande von neu erfassten landwirtschaftlichen Nutzungen halt auch nicht mehr anfassen würde.

@ticki_52 leider habe ich noch keine Antwort auf meine Fragen. Magst Du sie noch beantworten?

Ein paar Dinge habe ich mir inzwischen selbst angesehen:

Thema Baumbestand an Bach- und Flussläufen - hier bin ich in den meisten Fällen gleicher Meinung, dass diese meist doch eher nicht landuse=forest sind. Aber auch scrub ist nicht immer zutreffend. Oft trifft auch natural=wood zu.

Thema Schutzgebiete - ein Naturpark allein ist kein Schutzgebiet, das Forstwirtschaft ausschließt.
Im Gegenteil: zur Umsetzung der Ziele eines Naturparks wird die Forstwirtschaft gezielt für den nachhaltigen Waldumbau eingesetzt, weg vom Fichtenwald, hin zum resilienteren Mischwald. Das bleibt dann weiterhin landuse=forest.
Wälder ohne forstliche Eingriffe gibt es natürlich auch. Diese spezifisch zu erfassen geht mit OSM Mitteln, ist aber mühsam. Und es braucht vor allem zulässig verwendbare Daten. Nur von Luftbildern aus erkannt man nicht, wo natural=wood ist.

Ja, auf jüngeren Luftbildern sieht man viele kahle Flächen. Die Ursachen sind vielfältig, Trockenstress, Borkenkäfer, Windbruch bis Holzeinschlag. Aber landuse=forest ist nicht absolut gleichbedeutend mit Wald. Auch nach einem Kahlschlag bleibt es meist forstwirtschaftlich genutzte Fläche. In manchen “kahlen” Flächen sieht man noch die hohen Baumstümpfe stehen, typisch in der modernen nachhaltigen Forstwirtschaft bei der Wiederaufforstung.
Natürlich kann man solche Flächen auch als Kahlschlagsflächen in OSM kennzeichnen. Sie werden das gleiche Schicksal erleiden wie viele anderen Dinge auch und in wenigen Jahren nicht mehr aktuell sein. Wirst Du in 5 bis 10 Jahren wieder vorbeischauen und alle Kahlschlagsmarkierungennaus den Daten wieder entfernen, wenn da wieder Bäumchen stehen?