Ich habe diese Thema ja angestoßen um ein besseres Verständnis der Problematik zu bekommen und muss sagen: Jup das hat geholfen. Gerade in Bezug auf Harburg stehe ich nämlich diesbezüglich vor so einigen Problemen

Nach einigem hinundher und selber mal mit relationen arbeiten muss ich sagen…sorry, aber Geocoding it is.

Der Aufwand relationen zu erstellen/ändern und wieder zu lösen steht in keinem Verhältnis zum nutzen zumal es mit besagtem Geocoding bereits eine automatisierte Lösung dafür gibt.

Für Routen ist das erstellen von Relationen leider zwingend und auch wenn ich das System verstanden habe muss ich sagen “das geht einfacher” JSOM und wahrscheinlich viele andere Programme machen es einem dort unnötig schwer. Eine einfache Route zu erstellen und per drag und drop zu justieren und das dann als “Wanderroute St Jacobi” abzuspeichern wäre die bessere Lösung.

Redunanz:
Gerade bei Gebäuden wie der Haspa am “Sand 1” ist die scheinbare Redundanz “Sand 1” notwendig um die automatische Assoziation “Schloßmühlendamm 9”, die geographisch richtig wäre, gar nicht erst aufkommen zu lassen bzw. zu unterdrücken.
Und es gibt von solchen Auswüchsen WEIT mehr als man annehmen mag. Gerade der einwurf von pyram mit “Italien” und Adress mapping lässt mich grinsen…Rom…2000 Jahre bautechnischer F*** ** unzählige Kriege und ein Bauwildwuchs…Harburg ist mit seiner wirklich “winzigen” Altstadt und max 400 Jahren gar nichts im Verhältnis zu diesen Monster der Antike. und selbst hier hab ich noch Monate an Arbeit vor mir wenn ich auch “nur” die Geschäftsadressen alle eintragen will die ich aus dem “Kopf” kenne. Und um mal so eine Hausnummer zu haben wovon ich hier rede: in Harburg sind geschätzt nur 40% aller Geschäftsadressen überhaupt eingetragen.

Man kann hier also sehr schön sehen wie Relationen TROTZ “Richtigkeit” von der praktikabeleren Lösung “Geocoding+ein wenig redunanz” evolutionär verdrängt wird. Unterstützt durch immer höhere Rechnleistung der Computer verliert das Argument “Benötigt höhere Rechenleistung” immer mehr an Gewicht. Wie auch bei anderen Fällen der Informatik. Thema Assembler und Hochsprachen/Bibliotheken. Die immer weiter wachsende Rechenleistung macht eine “richtige” Herangehensweise immer ineffizienter und langsamer und damit leider obsolet.
Ich finde es witzig wie man an diesem Thema, das eigentlich gar nichts mit Evolution zu tun hat, sieht, wie diese funktioniert.
Die “richtige” Methode wird durch die “einfache” aber ebenso funktionierende ersetzt. Natur ist halt faul.

Ich für meinen Teil werde deswegen anfangen Gebäude mit Straße und Hausnummer zu versehen um keine Fragen aufkommen zu lassen.
Die POIs werden dann von mir im Gebäude plaziert, mit Webseite. Ohne Adresse. Relationen werde ich nur anwenden wenn zwingend notwendig um die Daten für zukünftige mapper einfacher zu halten, so das wenn wer die Sachen aktualisieren will, sich nicht auch noch mit Relationen herumgeschlagen muss. Von der bereits erwähnten geringeren Fehleranfälligkeit mal ganz zu schweigen.

Die Idee dahinter ist einfach:

Was Physikalisch fixiert ist bekommt die volle Ladung daten. Was beweglich ist nur das notwendigste.
Das heißt Häuser bekommen von mir eine volle Adresse. Ebenso werde ich versuchen diese Häuser als Gebäudeflächen in ihrer form akkurat abzubilden, ich habe festgestellt das dies nicht zwingend mit den Bildmaterial übereinstimmen muss. Viele der Luftaufnahmen sind in einem ziemlichen Winkel aufgenommen worden.
POIs werden dann ohne Adresse in der Nähe ihres jeweiligen eingangs platziert sollte im Gebäude kein Durchgang zu einem anderen Eingang existieren wird das von mir durch Linien in der Gebäudefläche selber kenntlich gemacht.
Damit sollte auch den Nutzer der Daten klar sein das man dort hin nicht durchkommt und er einmal außen drumherum laufen muss.
Ich hätte nicht gedacht das ich mal meine Meinung komplett ändern würde aber war ich vorher noch auf der Seite “Relationen” muss ich nach einigen arbeiten sagen das Geocoding tatsächlich die praktikablere Lösung ist. Wenn man sich hier an ein paar Grundregeln hält ist eine weit besseres und fehlerfreies Ergebnis die Folge. Das mag zwar nicht schlanker und damit “schöner” sein, ist aber für den menschlichen Anwender besser zu verstehen und leichter zu handhaben.