Hi Annette
Für Deine Routenplanung vielleicht auch noch zu berücksichtigen:
Hast Du schon Informationen über die in den verschiedenen Bundesländern abweichenden “Reitgesetze”?
Auch darüber findest Du etwas auf den “Wanderreitertipps”.
Dein Startpunkt liegt nahe der NRW-Grenze. Bis Polen durchquerst Du mehrere Bundesländer.
Nicht jedes ist so reiterfreundlich wie NRW und manche erlauben wesentlich mehr, als NRW-Gesetze.
- Hindernisse für Reiter auf der Karte erkennen
Vor einiger Zeit wurde ein Tagschema für dieses Problem diskutiert.
Mit anderen Worten, die Qualität der Kartenaussage hängt diesbezüglich von der Bereitschaft anderer Mapper ab, dieses Taggingschema umzusetzen. Nop berücksichtigt dieses Taggingschema und stellt nach Möglichkeit alles dar, was Mapper an Hinweisen für Reiter eingetragen haben.
In der Wanderreitkarte werden von den Mappern eingetragene Schranken angezeigt.
Es gibt aber keine Garantie, ob jede Schranke eingetragen ist.
Ob diese dann tatsächlich unpassierbar sind, erkennt man möglicherweise erst vor Ort.
Es gibt Schranken, die sich umreiten lassen und andere, die eine unüberwindbare Sperre sind.
Auch wurde ein Taggingschema für die Passierbarkeit der Brücken diskutiert.
Es ist aber anzunehmen, daß dies den meisten Mappern unbekannt ist.
Was nicht eingetragen ist, kann auch nicht angezeigt werden.
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Gefahrenstellen
für Reiter werden mit Symbol und Text angezeigt
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Reitverbote
Per Schild angezeigte Reitverbote können von Mappern erfaßt werden. (Die Betonung liegt auf “können”.)
Wo das geschehen ist, werden diese von der Wanderreitkarte angezeigt.
Die Wanderreitkarte ist die einzige mir bekannte Karte im www, auf der Reitverbote angezeigt werden.
(Falls jemand noch andere kennt, bitte posten.)
Es gibt aber auch gesetzlich verankerte Reitverbote, die nicht in jedem Fall so ohne weiteres anhand von Straßenschildern zu erkennen sind.
Daher ist es so wichtig, sich mit den steilweise stark von einander abweichenden Zutrittsrechten in Wald und Flur zu beschäftigen.
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Reitwege
Markierte Reitwege können in OSM ebenfalls erfaßt werden.
Wo das geschehen ist, werden sie in der Wanderreitkarte angezeigt.
Es gibt jedoch viele Gebiete, wo es weit und breit keine Reitwege gibt.
Wo man abseits von Reitwegen reiten darf, erläutern die bereits erwähnten Landesgesetze.
Im Zweifel mußt Du die Straße nutzen. Fuß- und Radwege sind tabu.
Die Rechtslage ist sehr komplex. Bei Fragen zu diesem Thema wende Dich am besten an den VFD
http://www.vfdnet.de/info/info_anzeigen.php?info_id=4910
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Fazit
In der Wanderreitkarte sind viele für Reiter interessante Information zu erkennen, die in kaum einer anderen oder keiner anderen Karte zu erkennen ist. Aber verlassen würde ich mich als Reiter auf Karten nicht. Auf gar keine, egal welche! Sie sind für mich eine grobe Orientierungsgrundlage. Mehr nicht. Wie unter Wanderern im Hochgebirge üblich erfragt man sich die Begehbarkeit / Bereitbarkeit eines Weges von denen, die schon da waren. In OSM hast Du die Möglichkeit, Dir in einem Editor anzusehen, wer die für Dich interessanten Wege, Brücken und Hindernisse in die Datenbank eingetragen hat. Diese(n) Mapper kannst Du kontaktieren und befragen. (Habe ich schon gemacht.)
Viel Erfolg bei Deinen Recherchen.
Ach ja, eins noch.
Wenn Du in der Wanderreitkarte eine Route eingetragen und auf Deinem Rechner gespeichert hast, kannst Du diese z.B. in http://www.gpsies.com hochladen. Da hast Du dann die Möglichkeit zwischen verschiedenen Kartenanzeigen hin und her zu schalten.
Mit Hilfe von “Ansicht > Vollbildmodus” und Screenshot lassen sich ohne spezielle Druckprogramme oder Druckfunktionen vom angezeigten Kartenausschnitt Druckvorlagen für seitenweise Ausdrucke erzeugen. Diese Notlösung läßt sich im Prinzip für alles anwenden, das man auf dem Bildschirm sieht.
Gruß
tippeltappel