Es steht aber jedem zu meine Arbeit zu verbessern wenn er was anderes vor Ort oder auf dem Luftbild erkennen kann, bzw. mehr Details hinzuzufügen als ich bereit war einzutragen.
Um es nochmal klar zu machen. noexit=yes ist so ziemlich eines der nutzlosesten tags. Es dient lediglich dazu einige quality assurance tools zu befrieden.
Einige QA tools werten aus ob ein “end node” eines weges nahe an einem anderen weg ist. Also möglicherweise eine “vergessene verbindung” vorliegt.
Wenn jetzt Wege wirklich frühzeitig zuende und nicht miteinander verbunden kann man den QA tools über noexit=yes mitteilen das das alles so richtig ist und das ein false positive ist. Thats all. Keine funktionalität, keine aussage, lediglich ein “This is a false positive”.
Ob es nun Tore gibt oder nicht, kann ich auch nicht sehen. Da es möglich ist (und durchaus denkbar), würde ich ein Tag wie noexit=yes nur setzen, wenn ich festgestellt habe, dass da keine Verbindung zu irgendwelchen Toren oder sonstigem ist.
Sonst mache ich es dem nächsten Mapper nur schwerer, diese Verbindung zu mappen, denn dieser muss meine noexit=yes dann wieder löschen.
Wir wissen nicht, ob es hier ein false positive ist (dazu müsste man ja auch das QA Tool benennen), von daher muss das Tag hier weggelassen werden.
Mehr würde ich aus dem Tag auch nicht rauslesen. Dass es dort nicht weitergeht, ist ja schon aus den Daten rauslesbar.
Kommt auf das persönliche Mapperprofil an. ‘noexit’ könnte für mich eines der hilfreichsten Tags sein, wenn es in irgend einer Form gerendert würde. Mein vorwiegendes Arbeitsgebiet sind Flur- und Wanderwege und es ist für mich ein Riesen-Unterschied, ob ein Weg, der laut aktueller Karte im Nichts endet, dort wirklich physisch endet (kann ich mir Hinlaufen sparen, weil es schon jemand vor mir geklärt hat), oder einfach noch nicht vollständig erforscht ist (da lohnt vielleicht ein kleiner Erkundungsumweg, um zu sehen, ob der Weg evtl. sinnvoll weiterführt und durch Wanderer oder Geländeradler als Teil des Wegenetzes nutzbar wäre).
Im Bereich von Bebauung ist ‘noexit’ allerdings wirklich eine nutzlose Information, weil man i.d.R. auch so sofort erkennen kann, warum ein Weg (z.B. eine Einfahrt) endet.
Wird es doch, z.B. in JOSM und OsmAnd als Sackgassen-Symbol.
Das ist mMn auch der Hauptgrund für falsches Tagging im Sinn von “das ist eine Sackgasse”, dort wo QA-false-positive ausgeschlossen werden kann.
Außer bei false-positive-Fällen verwende ich noexit höchstens noch bei Wegen, die vor Dornengestrüpp oder dergleichen enden und wo ich definitiv wieder zurück muss. So etwas gibt es aber nur sehr selten.
Vermeiden könnte man dieses Tagging nur, wenn an allen anderen Wegenden, bei denen die Fortsetzung noch unbekannt ist, ein FIXME eingetragen würde. Das ist aber illusorisch.
Also entweder ich versteh deine Aussage nicht richtig, oder sie ist (wie du sagen würdest) “kaputt”.
Wenn ein Weg auf der Karte endet, bedeutet das eben gerade nicht, dass er auch physisch endet, wie @Halfix ja schon erklärt hat. Der Weg kann auch einfach bisher nur zu diesem Punkt gemappt worden sein, obwohl er vielleicht sogar noch weitergeht.
Sollte dann dort aber nicht ein “fixme” stehen? Wenn ich jedenfalls bei einer Wanderung an einem echten Weg-Ende stehe, gibt es ein noexit, damit nicht noch jemand auf diese Sackgasse reinfällt. Wenn ich auf einer Wanderung an einem nicht gemappten Wegbeginn vorbeikomme, verfolge ich diesen Weg auf ca 50 m. Wenn es dort ganz offensichtlich weitergeht, bekommt er ein fixme, wenn die Weitererforschung nicht in meinen Zeitplan passt; ansonsten wird es halt ein Marsch ins Blaue …
Wenn aber jemand es nicht zuende gemapped hat wird derjeniger dir auch ein kein “noexit=yes” taggen.
Deine Annahme fußt darauf das der mapper eher ein noexit=yes tagged.
Die Absenz von etwas ist kein Beweis.
Flo
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Ja eben!
Das Fehlen von noexit=yes ist kein Beweis, dass der Weg wirklich endet. Hats der Wegmapper weggelassen, weil der Weg endet, oder weil er vergessen hat noexit zu mappen? Oder kennt er das nicht oder lehnt es ab, weil er es als nutzloses Tagging sieht? Der nachfolgende Mapper wird es jedenfalls nicht wissen.
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Ein wenig überrascht hat mich, dass der OSM Inspector solche Enden von driveways tatsächlich als unconnected roads anmeckert, jedoch als niedrige Priorität und wahrscheinlich kein Fehler.
Das macht er nur wenn das ende nahe an einer anderen Straße ist wenn die Wahrscheinlichkeit das jemand nur vergessen hat das zu verbinden wahrscheinlich ist.
Lücken von <3m sind halt sehr selten im Straßennetz.
noexit=yes ist und war immer als ein QA silencing tag gedacht - nicht mehr und nicht weniger.
Flo
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Es überraschte mich v. a. dass einerseits parking_aisle ausgeschlossen werden, driveways aber nicht. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass zwei benachbarte driveways (obendrein welche die als *=private markiert sind) tatsächlich miteinander verbunden sind und die Verbindung nur vergessen wurde?
OSM Inspector spricht von 15m. Die Wahrscheinlichkeit dass im Umkreis von 15m zwei driveway enden halte ich für sehr hoch und die Wahrscheinlichkeit dass diese tatsächlich miteinander verbunden gehören und das die eine Relevanz für das Routing hat sehr gering.
Und ich habe es noch nicht nachgemessen, aber ich meine dass der Inspector auch meckert, wenn weit und breit kein weiterer driveway ist, der betreffende driveway aber kürzer als 15m ist und das offene ende nur zu nah an der Straße liegt, mit der das andere Ende bereits verbunden ist.
Ich benutze noexit=yes auch um zu zeigen, dass aufeinander zeigende Wegstummel kein mappen für den Router sind, sondern wirklich nicht miteinander verbunden sind. Ein anderer Fall sind Wohngebiete mit vielen Sackgassen. Man kann zwar davon ausgehen, dass es am Ende der Sackgasse für Fußgänger weitergeht, aber wenn dort wirklich Ende ist gehört da für mich ein noexit=yes auf den Endknoten der Straße.